Pfannenrösti am Lagerfeuer: knusprige Kartoffelrösti
Pfannenrösti verbinden eine kräftig gebräunte Kartoffelkruste mit einem weichen Inneren, in dem die einzelnen Raspel noch erkennbar sind. Kartoffeln und Zwiebel bestimmen den Geschmack; Salz und Pfeffer unterstreichen ihre herzhafte, leicht süßliche Note. Die flache Kartoffelrösti enthält in dieser Variante weder Ei noch Mehl. Ihr Reiz liegt in der schlichten Zutatenliste und dem deutlichen Unterschied zwischen knuspriger Außenseite und zarter Mitte.
Am Campingplatz sind Rösti eine sättigende Beilage zu Bohnen, Gemüse oder einem warmen Eintopf. Sie passen ebenso zu einem ausgedehnten Frühstück unter freiem Himmel. Der Geschmack bleibt bewusst kartoffelbetont und wird von der Zwiebel ergänzt, ohne von Gewürzen überlagert zu werden. Das Rezept ist vegan; die angegebene Menge entspricht drei Beilagenportionen.
15min
25min
Zutaten
Zutaten
| 600 g vorwiegend festkochende Kartoffeln |
| 1 Stk kleine Zwiebel |
| 3 EL Rapsöl |
| 3 g Salz |
| 1 Prise Pfeffer |
Pfannenrösti am Lagerfeuer: knusprige Kartoffelrösti Zubereitung
Gusseisenpfanne 24–26 cm; Reibe; sauberes Tuch; großer hitzefester Teller.
- Kartoffeln reiben und ausdrücken
Kartoffeln schälen, grob reiben und im sauberen Tuch kräftig ausdrücken. Das entfernt Wasser und erleichtert die Krustenbildung.
- Zwiebel und Gewürze untermischen
Zwiebel fein reiben und mit Kartoffeln, Salz und Pfeffer mischen. Die Masse direkt verarbeiten, damit sie nicht weiter Wasser zieht.
- Rösti in die Pfanne geben
Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen, 2 EL Öl hineingeben. Kartoffelmasse höchstens 1 cm dick verteilen und leicht andrücken.
- Die erste Kruste braten
Rösti 10–12 Minuten braten, ohne ständig zu bewegen. Nach 7 Minuten den Rand anheben und die Bräunung prüfen. Bei zu dunklem Boden Pfanne höher über die Glut setzen.
- Rösti sicher wenden
Rösti auf einen großen Teller gleiten lassen. Mit Ofenhandschuhen und einem zweiten Teller wenden; das heiße Öl nicht über Hände oder Feuer kippen. Restliches Öl in die Pfanne geben und Rösti zurückgleiten lassen.
- Zweite Seite fertig braten
Zweite Seite 10–12 Minuten braten. Mit einer Gabel aus der Mitte probieren: Die Kartoffelraspel müssen weich sein, ohne rohen Biss. Bei Bedarf zugedeckt nachgaren.
- Frisch servieren
In drei Stücke teilen und sofort servieren. Für mehr Personen mehrere dünne Rösti nacheinander braten; eine dicke Schicht verlängert die Garzeit erheblich.
Notizen
Eine gute Rösti sieht schlicht aus, steckt aber voller Schweizer Eigenheiten. Schon an der Frage, ob die Kartoffeln roh oder vorgekocht gerieben werden, unterscheiden sich regionale Varianten. Auch Käse, Speck und Zwiebeln sind je nach Gegend und Haushalt üblich. Eine einzige verbindliche Mischung gibt es deshalb ebenso wenig wie nur eine passende Beilage.
Sogar die Sprache hat sich die Kartoffelspeise ausgeliehen: Der „Röstigraben“ bezeichnet die gedachte kulturelle und sprachliche Grenze zwischen der französischsprachigen und der deutschsprachigen Schweiz. Bemerkenswert ist außerdem die Röstiraffel, die grobe Kartoffelreibe, die in der Schweiz gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Ihre langen Raspeln helfen dabei, aus vielen Einzelstücken einen zusammenhängenden Kartoffelfladen zu machen.
Diese Outdoor-Version verwendet rohe Kartoffeln und spart damit das Vorkochen am Vortag. Sie lebt vom Gegensatz zwischen einer geschlossenen, knusprigen Kruste und einer weich gegarten Mitte. Genau deshalb wird eine Rösti nicht wie Bratkartoffeln ständig gewendet und durchgerührt. Erst Geduld in der Pfanne macht aus den Raspeln das Gericht, das seinen eigenen Platz in der Schweizer Küchensprache gefunden hat.
Als Hauptgericht sind diese drei Portionen eher klein. Mit einem Bohnengericht kombinieren. Lose Raspel zunächst ungestört braten lassen: Die Kruste stabilisiert die Rösti.
- Trockene Zutaten dicht verpacken und ungeöffnete Vorratsprodukte nach Packungsangabe lagern. „Ohne Kühlung“ gilt nicht automatisch für geöffnete Packungen oder fertige Speisen.
- Kochstelle standsicher und im Freien betreiben. Am Lagerfeuer nur zulässige Feuerstellen nutzen; Glut und Topfabstand statt hoher Flammen zur Hitzeregelung einsetzen. Die angegebene Kochzeit beginnt mit einer einsatzbereiten Kochstelle.
Nein. Ausgedrückte Kartoffeln und eine ungestört gebratene Kruste reichen bei dieser dünnen Rösti aus.
Die Nährwerte sind Schätzwerte pro Portion; optionale Zutaten und zusätzliche Beilagen sind nicht eingerechnet.
Nährwerte
vegetarisch vegan glutenfrei laktosefrei
Pro Portion 1 von 3 Portionen
| Kilokalorien: | 287 kcal |
| Kilojoule: | 1201 kJ |
| Ballaststoffe: | 4.8 g |
| Salz: | 1.03 g |
| Kohlenhydrate: | 33.3 g |
| Zucker: | 3.1 g |
| Fett: | 13.7 g |
| Gesättigte Fettsäuren: | 1.1 g |
| Cholesterin: | 0 |
| Eiweiß: | 4.5 g |
