Bilder Survival-Training 2023
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Survival-Tipp
Nr. 169: Erste Hilfe bei Schnittwunden
Weißt du schon? Schnittverletzungen sind draußen die häufigste Ursache für Tourabbrüche. Sauberes Arbeiten in den ersten Minuten entscheidet über Heilung, Infektionsrisiko und Funktionsfähigkeit der Hand.
Praxis: Blutung mit direktem Druck stoppen (sauberes Tuch/Kompressen), verletzte Hand hochlagern. Wunde mit sauberem Wasser spülen, grobe Partikel entfernen – nicht „ausreiben“. Kanten annähern: Bei kleinen geraden Schnitten helfen Steri-Strips oder quer geklebte Tape-Streifen, die Zug von beiden Seiten geben. Tiefe, klaffende, stark blutende oder kontaminierte Wunden nur steril abdecken, ruhigstellen und zügig evakuieren. Verband lagert man druckstabil, aber nicht einschnürend. Bei längeren Märschen: alle 2–4 Stunden kontrollieren (Durchblutung, Sensibilität, Wärme). Schmerz- und Infektkontrolle: Zeig auf Rötung, Pochen, Fieber, Lymphbahnen achten.
Typische Fehler: „Hausmittel“ wie Erde, Speichel oder Salben in frische Wunden; zu enge Wicklungen; Kälte/Hitze direkt auf die Wunde; weiterarbeiten mit verschmutzten Handschuhen.
Praxis-Tipp: Mini-Kit in der Hosentasche: 2–3 Kompressen, 1 Dreiecktuch, 4–6 Steri-Strips, 1 m Tape, 2 Einmalhandschuhe, kleine Ampulle mit kochsalzhaltiger Spüllösung. Trainiere das Kleben der Streifen – es spart später Zeit und Nerven.
