Prep | eine Vorbereitung mit einem konkreten Zweck
Prep ist eine umgangssprachliche Kurzform für Vorbereitung. Im Zusammenhang mit Krisenvorsorge kann damit eine einzelne Maßnahme, ein vorbereiteter Gegenstand oder ein Teil der eigenen Vorräte gemeint sein. Im Plural wird auch von Preps gesprochen. Eine feste technische Kategorie mit verbindlichem Mindestumfang bezeichnet das Wort nicht.
Ein Prep braucht eine Aufgabe
Der Nutzen einer Vorbereitung lässt sich besser über ihren Zweck als über ihren Kaufpreis beschreiben. „Licht bei Stromausfall im Treppenhaus“ ist ein konkreter Zweck. „Noch eine Taschenlampe besitzen“ sagt dagegen wenig darüber aus, ob sie erreichbar, einsatzbereit und für diesen Ort geeignet ist.
Ebenso kann eine vereinbarte Rückmeldung ein Prep sein: Zwei Personen legen fest, wann und auf welchem Weg sie sich melden und was bei ausbleibender Nachricht geschieht. Dafür ist zunächst keine neue Ausrüstung nötig.
Gegenstand, Fähigkeit und Absprache verbinden
| Vorbereitung | Praktische Prüfung |
|---|---|
| Eine Lampe bereitlegen | Findet die vorgesehene Person sie, und funktioniert sie? |
| Ein Radio vorhalten | Ist ein nutzbarer Sender eingestellt und die Energieversorgung vorhanden? |
| Eine Mahlzeit bevorraten | Lässt sie sich mit dem verfügbaren Wasser und Zubehör zubereiten? |
| Einen Treffpunkt vereinbaren | Kennen alle Beteiligten den Ort und eine Alternative? |
Die Beispiele zeigen unterschiedliche Arten von Preps. Ein Materialbestand wird durch Bedienwissen und Absprachen ergänzt. Fehlt ein notwendiges Teil, kann die Vorbereitung ihren vorgesehenen Zweck verfehlen.
Kleine Maßnahmen vollständig abschließen
Eine überschaubare Aufgabe lässt sich mit fünf Angaben festhalten: Zweck, benötigtes Material, zuständige Person, kurzer Funktionsnachweis und nächster Kontrollanlass. Für die Lampe könnte der Abschluss lauten: am vereinbarten Ort abgelegt, mit allen Haushaltsmitgliedern ausprobiert und der passende Batterietyp auf der Einkaufsliste vermerkt.
Damit wird eine Vorbereitung überprüfbar. Eine offene Bestellung, ein ungelesenes Handbuch oder ein noch nicht getesteter Aufbau kann als laufende Aufgabe notiert werden. Er sollte in der eigenen Planung nicht dieselbe Verfügbarkeit bekommen wie eine bereits nutzbare Lösung.
Den Bestand an den Alltag anschließen
Verbrauchte Lebensmittel werden ersetzt, geänderte Telefonnummern aktualisiert und ausgeliehene Gegenstände zurückgelegt. Solche kleinen Vorgänge entscheiden darüber, ob ein Prep später noch vorhanden ist. Ein festgehaltener Zweck hilft außerdem beim Aussortieren: Wird eine Aufgabe inzwischen zuverlässig durch eine andere Lösung erfüllt, muss nicht jede frühere Anschaffung dauerhaft mitgeführt oder gelagert werden.
