Survival

FIFO | ältere Bestände zuerst verwenden

FIFO bedeutet First In, First Out: Was zuerst eingelagert wurde, wird zuerst entnommen. Das Prinzip hilft, einen Vorrat regelmäßig zu erneuern. Neue Packungen kommen beispielsweise hinter ältere, damit diese beim nächsten Griff nach vorn erreichbar sind.

Vorratsschrank nach dem FIFO-Prinzip
Beim FIFO-Prinzip werden ältere Vorräte vor neu eingelagerten Beständen verbraucht.

Einlagerungsdatum und Haltbarkeit sind nicht gleich

Eine später gekaufte Packung kann ein früheres Haltbarkeitsdatum haben. Für diesen Fall ist FEFO hilfreich: First Expired, First Out. Vorrang bekommt dann die Ware, deren maßgebliches Datum zuerst erreicht wird.

PackungGekauftAufgedrucktes DatumReihenfolge nach FEFO
AJanuarDezemberAls zweite verwenden
BMärzSeptemberAls erste verwenden

Das Beispiel verwendet zwei vergleichbare, ungeöffnete Lebensmittel. FIFO würde A vorziehen, FEFO dagegen B. Eine einfache Vorratsordnung berücksichtigt deshalb auch beim Nachkaufen die Datumsangaben.

Im Regal umsetzen

  • Gleichartige Produkte zusammenstellen. Das erleichtert das Nachfüllen und verhindert übersehene Restbestände.
  • Die nächste Packung nach vorn stellen. Beim Einräumen kurz Datum und Verpackung prüfen.
  • Entnommene Mengen nachtragen. Eine kleine Liste genügt, wenn sich der Bestand sonst nicht überblicken lässt.
  • Eine Mindestmenge festlegen. Rotation soll den Vorrat erneuern, ohne ihn unbemerkt aufzubrauchen.

Behälter nicht endlos auffüllen

Wird neue Ware immer auf alte Reste geschüttet, bleibt die älteste Schicht am Boden liegen. Besser sind getrennte Chargen oder ein Behälter, der vor dem Neubefüllen geleert und passend gereinigt wird. Beim Umfüllen bleiben Produktbezeichnung, Zutateninformationen, Chargenkennzeichnung und Datum nachvollziehbar.

Rotation ersetzt keine Zustandskontrolle

FIFO verlängert keine Haltbarkeit und behebt keine falschen Lagerbedingungen. Feuchtigkeit, Wärme, Schädlinge oder beschädigte Verpackungen können auch einen ordentlich sortierten Vorrat beeinträchtigen. Zudem sind Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsdatum und Verwendbarkeitsangaben anderer Produkte nicht gleichbedeutend.

Ein Vorrat funktioniert am einfachsten mit Produkten, die im Haushalt tatsächlich verwendet werden. Was regelmäßig stehen bleibt, wird nicht durch ein komplizierteres Sortiersystem automatisch sinnvoll.