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Warmer Grießbrei mit Sauerkirschen
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Der warme Grießbrei hat eine feine, gleichmäßige Struktur und schmeckt mild nach Milch und etwas Zucker. Dazu kommen dunkelrote Sauerkirschen mit warmem Fruchtsaft. Ihre deutliche Säure bildet einen lebendigen Gegenpunkt zur weichen, süßen Grundlage. Anders als Milchreis enthält der Brei keine sichtbaren Reiskörner, sondern wirkt dicht, geschmeidig und löffelbar, ohne schnittfest zu sein.

Die vier Portionen sind als warmes Dessert nach einem herzhaften Lagerfeueressen gedacht. Die Fruchtauflage enthält Kirschen aus dem Glas ohne zugesetzten Zucker, sodass ihre natürliche Säure erhalten bleibt. Ei, Sahne und zusätzliche Vanille sind in der Grundfassung nicht enthalten. Das Gericht lebt von der einfachen Kombination aus heller Milchcreme und kräftiger roter Frucht. Es eignet sich besonders, wenn ein überschaubarer süßer Abschluss gefragt ist und am Kochplatz noch eine milde Glut zur Verfügung steht.

Vorbereitungszeit

5min

Kochzeit

15min

Wartezeit

3min

Zutaten

Für 4 Portion(en) Portionsgröße 1 Dessertportion

Zutaten

100 g Weichweizengrieß
600 ml Milch 3,5 % Fett
30 g Zucker
200 g Sauerkirschen aus dem Glas ohne Zuckerzusatz, abgetropft
100 ml Aufguss der Sauerkirschen ohne Zuckerzusatz

Grießbrei mit warmen Sauerkirschen vom Lagerfeuer Zubereitung

Das brauchst du am Kochplatz

Kleiner Topf mit dickem Boden; zweiter kleiner Topf für die Kirschen; Grillrost; Schneebesen; Löffel.

  1. Zutaten abmessen

    Grieß, Milch und Zucker abmessen. Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen und 100 ml ihres Aufgusses auffangen. Trotz entsteinter Ware beim Essen auf mögliche einzelne Steinreste achten.

  2. Kirschen sanft erwärmen

    Kirschen und abgemessenen Aufguss in den kleinen Topf geben. Auf einer milden Glutzone langsam erhitzen und etwa 3 Minuten sanft köcheln lassen. Danach abseits starker Hitze zugedeckt warm halten.

  3. Milch aufkochen

    Milch und Zucker im Topf mit dickem Boden unter Rühren erwärmen. Sobald die Milch aufkocht und zu steigen beginnt, den Topf kurz von der stärksten Hitze nehmen. Einen Schneebesen bereithalten.

  4. Grieß langsam einrieseln lassen

    Grieß in einem dünnen Strahl in die heiße Milch rieseln lassen und dabei zügig rühren. Nicht die gesamte Menge auf einmal hineinschütten, sonst können sich Klumpen bilden. Den Topf wieder an eine sehr milde Stelle setzen.

  5. Unter Rühren ausquellen

    Brei unter Rühren etwa 3–5 Minuten nach Packungsangabe schwach köcheln lassen. Auch den Rand und die Bodenecken mit dem Löffel erreichen. Wenn große Blasen spritzen, die Hitze verringern.

  6. Konsistenz beurteilen

    Topf vom Feuer nehmen und den Brei 3 Minuten quellen lassen. Er dickt dabei nach. Falls er zu fest wird, etwas heißes Trinkwasser in kleinen Mengen unterrühren, bis er wieder weich vom Löffel fällt.

  7. Warm mit Kirschen servieren

    Den warmen Grießbrei auf vier Schalen verteilen. Kirschen und etwas warmen Fruchtsaft daraufgeben. Sofort servieren, solange Brei und Fruchtauflage warm sind; bei längerem Stehen wird die Oberfläche fester.

Notizen

Herkunft und Geschichte

Grieß und Mehl stammen aus derselben großen Getreidefamilie, unterscheiden sich aber in ihrer Körnung. Für einen weichen Milchbrei eignet sich Weichweizengrieß. Hartweizen begegnet dagegen häufig in Teigwaren und anderen Gerichten mit einer festeren Struktur. Dieser Unterschied erklärt, weshalb die Wahl des Grießes mehr ist als eine nebensächliche Packungsangabe: Sie beeinflusst das Mundgefühl des fertigen Essens.

Die Kombination aus mildem Brei und säuerlichen Früchten benötigt keine aufwendige Würzung. Sauerkirschen bringen einen kräftigen Geschmack und eine auffällige Farbe mit, die sich klar von der hellen Milchbasis abheben. Die Fassung mit Früchten aus dem Glas lässt sich außerdem unabhängig von der kurzen Frischobstsaison planen. Der zugehörige Aufguss dient als dünne Fruchtsauce und verbindet beide Bestandteile auf dem Löffel.

Für die Lagerfeuerküche ist der kurze Weg vom trockenen Grieß zum warmen Dessert reizvoll. Während ein Kuchen eine länger stabile Backhitze verlangt, kommt dieses Gericht mit zwei kleinen Töpfen und einer milden Glut aus. Es erinnert an einfache süße Hausküche und passt gerade deshalb gut zu einem ungezwungenen Abend draußen. Die Kirschen ergänzen die warme Milchbasis, ohne dass ein kalter Nachtisch oder eine zusätzliche Kühlzeit vorgesehen ist.

Tipps für gutes Gelingen

Die Milch zuverlässig gekühlt transportieren; haltbare Milch ist nur ungeöffnet ohne Kühlung lagerfähig. Bei Kirschen in gesüßtem Sirup verändern sich Süße und Nährwerte gegenüber dieser Fassung.

Vorbereiten und draußen kochen
  • Kühlpflichtige Zutaten bis zur Zubereitung nach Packungsangabe zuverlässig gekühlt halten. Ohne sichere Kühlung ein anderes Gericht wählen.
  • Nur erlaubte Feuerstellen nutzen. Kochgeschirr standsicher über Glut aufstellen und die Hitze über Glutmenge und Abstand regeln. Die Zeitangaben beginnen mit einer einsatzbereiten Kochstelle; Wind, Brennstoff und Topf beeinflussen die tatsächliche Garzeit.
Warum wird der Brei nach dem Kochen fester?

Der Grieß quillt weiter, auch wenn der Topf bereits vom Feuer genommen wurde. Deshalb zunächst etwas weicher kochen und nach der kurzen Ruhezeit die endgültige Konsistenz prüfen.

Die Nährwerte sind Schätzwerte pro Portion; optionale Zutaten und zusätzliche Beilagen sind nicht eingerechnet.

Nährwerte

vegetarisch

Pro Portion 1 Dessertportion

Kilokalorien:241 kcal
Kilojoule:1008 kJ
Ballaststoffe:1.9 g
Salz:0.17 g
Kohlenhydrate:38.5 g
Zucker:20.5 g
Fett:5.3 g
Gesättigte Fettsäuren:2.8 g
Cholesterin:15 mg
Eiweiß:8.4 g