Tipps für Anfänger zum Angeln in Norwegen

  • Norwegen liegt westlich von Schweden auf der Skandinavischen Halbinsel und grenzt an Schweden (1.619 km), Finnland (736 km), Russland (196 km), den Skagerrak und den Atlantik und erstreckt sich über eine Entfernung von etwa 1.700 km (Nord-Süd).


    Das vorwiegend dünn besiedelte Königreich verfügt über eine Gesamtküstenlänge von 25.148 km, alle Buchten und Fjorde mit eingeschlossen.


    Norwegen gehört nicht der Europäischen Union an. Deshalb ist das offizielle Zahlungsmittel in Norwegen nicht der Euro, sondern die norwegische Krone, welche in 100 Øre unterteilt ist. Øre-Münzen sind jedoch nicht mehr in Umlauf. Zu zahlende Beträge in Geschäften werden daher immer auf Kronen gerundet. Der Wechselkurs beträgt zur Zeit ca. 10 Kronen für 1 Euro.


    Die großen Flüsse Norwegens wie der Namsen, der Beiar und der Gaula gehören zu den über 450 lachsreichen Flüssen in Norwegen. Ein Fisch von über 20 kg ist hier keine Seltenheit. Als beste Angelzeit für Lachse gilt Mitte Juli bis August, aber dies kann von Region zu Region ein wenig schwanken.


    Wer in Norwegen in Binnengewässern auf Lachs, Meerforelle oder meerwandernden Saibling (anadrome Salmoniden) angeln möchte, benötigt eine staatliche Lizenz, die gegen eine Jahresgebühr gekauft werden kann. Diese Lizenz kann online erworben werden. Der Preis beträgt 260,- NOK für Einzelpersonen und 415,- NOK für Familien.


    Für das Angeln in einem bestimmten Gewässer benötigt man noch eine örtliche Angellizenz. Diese sind in der Regel in den örtlichen Touristinformationen, Angel- und Sportfachgeschäften, sowie auf vielen Campingplätzen erhältlich. Diese kann für viele Gewässer auch online erworben werden. Näheres unter www.inatur.no. Personen unter 16 Jahren können bis zum 20. August kostenlos in norwegischen Binnengewässern angeln.


    Entlang der norwegischen Küste gibt es viele Möglichkeiten zum Küsten- und Meeresangeln. Als eine der besten Gegenden hierfür gelten die Lofoten, eine Inselgruppe im Nordwesten Norwegens. Dorsche von bis zu 10 kg Gewicht, Makrelen und Seelachse kommen hier am häufigsten vor, aber man bekommt auch schon mal einen Edelfisch wie den Steinbeißer an die Angel.


    Wer nicht gern von einem Boot aus angelt oder tiefe Gewässer fürchtet, kann sich eine Angelrute mieten und diese am Meeresufer auswerfen. Doch auf dem Meer ist die Chance auf einen dicken Fang ungleich größer. Meeres- und Küstenangeln ist in Norwegen kostenlos, wenn man eine Angelrute benutzt.

    Hoch im Norden von Norwegen, z. B. in der Region um Hammerfest, fängt man im Meer Dorsch und Heilbutt und in den Flüssen z. B. bei Skaidi Lachs und Forelle. Hier kann man von März bis Oktober Meeresangeln betreiben, die Lachse beißen im Juni und Juli.


    Südlich von Trondheim finden Angler in der Region von Geirangerfjord und Trollstigen ein gutes Revier zum Fjordangeln, für das keine Gebühr anfällt. Ein Boot kann man auf fast jedem Campingplatz mieten. In dieser Region gibt es auch Lachsflüsse und Seen, einige davon in den Bergen.

    Im äußersten Süden von Norwegen befindet sich z.B. das Farsund Resort mit Hütten und Apartments, welches sich gut für einen Familienurlaub eignet. Dort kann man im Spindsfjord außer Dorsch auch Aal, Lenfisch und Flunder fangen, jeweils abhängig von Wind, Wetter und Jahreszeit.


    Boote und organsierte Angeltouren lassen sich vor Ort buchen. Im Südosten des Landes, unweit der norwegischen Hauptstadt Oslo, fängt man ohne Gebühr im Randsfjord Forellen und Felchen sowie ganzjährig Hechte, diese aber am besten zur Laichzeit im Mai und Juni.


    In vielen Fjorden sieht man Fischfarmen im Wasser. Es ist vorgeschrieben, zu diesen Anlagen beim Angeln einen Mindestabstand von 100 Metern zu halten! Verstöße werden teilweise mit einer sehr hohen Geldstrafe und Beschlagnahme des Angelgeräts geahndet.


    Wer seinen Angelurlaub mindestens 7 zusammenhängende Tage in Norwegen in einem registrierten Touristenfischereibetrieb verbringt, darf 20 Kilogramm Fisch ausführen.


    Registrierte Touristenfischereibetriebe sind beim der Fischereibehörde registriert und zertifiziert und sind verpflichtet die kompletten Fänge bestehend aus Fischart und Fangmenge ihrer Gäste, an diese Behörde in schriftlicher Form zu melden.


    Der Trophäenfisch fällt nach den neuen Zollbestimmungen komplett weg.


    Angler, die ihren Urlaub in einem nicht registrierten Touristenfischereibetrieb machen, dürfen nur noch 10 Kilogramm Fisch ausführen. Auch hier ist die Mitnahme eines Trophäenfisches untersagt.


    Die Zollbestimmungen zur Mitnahme von Fischen aus Norwegen betrifft nur Salzwasserfische. Süßwasserfische, wie Lachse, Meerforellen und Saiblinge, werden nicht zugerechnet und dürfen ohne weitere Beschränkungen ausgeführt werden.