Das D.R.L.T. System - Ein Konzept zum Überleben im Team nach einer Katastrophe

  • Vor enigen Jahren habe ich ein Plan/Gedankenkonzept für das Überleben nach der Katastrophe entwickelt.


    Hierbei geht es um eine Bündelung relevanten "Survival" Wissens in einem gleichheitlichen Ausbildungskonzept und Vernetzung eben der Personen, welche diese Ausbildung absolviert haben. Dies soll ein Konzept der Selbsthilfe in bestimmten Gefahrensituationen darstellen.


    Die Entwicklung des "D.R.L.T. - Disaster Response Leader Team" Systems soll eine Ausbildungsgrundlage für regionale D.R.L.T. Gruppen schaffen, um ein Netzwerk Europäischer Response-Teams zu verbinden, welche im Ernstfall Führungsaufgaben übernehmen und "Zivilisten" in sichere Gebiete führen können.


    Die Response-Teams sollen jedoch später nicht direkt als Führungspersonal in den sicheren Gebieten fungieren. Ihre Aufgabe ist das begleiten "in" diese Gebiete.

    Dazu gehören neben dem umfassenden Wissen zum Thema Selbstversorgung, Steinzeittechniken, (Urban)Survival auch taktische Grundlagen des Eigenschutzes z.b. zur Abwehr marodierender Banden und Psychologie.


    Alle Fähigkeiten, welche man zum autarken Überleben benötigt + ein autarkes Kommunikationsnetz der lokalen Gruppen auf Long Range Distanz untereinander + Workshops und ausgearbeitete Ausbildungsrichtlinien aller benötigten Themenbereiche für Urbane/Nichturbane Umgebungen soll D.R.L.T. bieten.


    Warum ist das Konzept auf "Führern" ausgerichtet? Weil der Mensch ein Herdentier ist und 90% der Bevölkerung immer einer Person folgt, welche ihr in einer Notsituation eine Hilfe und Stütze sein kann. Demokratie funktioniert in Gefahrensituationen niemals!


    Was sind Response-Teams? Response-Teams sind autark operierende Kleingruppen, welche in Kontakt mit anderen auf gleicher Basis aufgebauten Response-Teams stehen.


    Der Hauptzweck der Response-Teams ist das eigene ( + das der Familie) Überleben zu garantieren. Bei der Durchführung des E&E Plans können "Zivilisten", wenn diese es wünschen, mitgenommen werden. In einem sicheren Rückzugsgebiet soll es zu einem Zusammentreffen von Response-Teams kommen, um gemeinsam sichere Lager aufzubauen.


    Die Teams bestehen nur aus "Leadern", welche jedoch als allein agierender Operator das gleiche Wissen wie der Rest des Response-Teams haben soll. Alle Mitglieder einen Response-Teams sollen die Fähigkeit haben, ein autarkes Überleben in Bewegung zu ermöglichen.


    In diesem Konzept sollen sich regionale Response-Teams finden, gemeinsam die Ausbildung auf den Grundlagen des D.R.L.T. Konzepts in Eigenverantwortung absolvieren, und auf internationalen Treffen repräsentieren.


    Ein wichtiger Bereich des Konzepts ist aber auch die Ausbildung der eigenen Kinder in diesen System, da sie die Hoffnung in einer, wie abzusehen, nicht sehr angenehmen Zukunft sein werden.


    Das D.R.L.T. Konzept ist "kein" Preppersystem für den Langzeitaufenthalt in den eigenen 4 Wänden, sondern basiert auf mobilen Teams für eine E&E Situation. Reine Prepper- oder Selbstversorgerthemen sind nicht Inhalt von D.R.L.T.


    Dafür gibt es genug vorhandene Referenzen. Hier geht es darum, mobile Unterstützungsgruppen nach festen Richtlinien auszubilden. Das Leben zu Hause mit gehorteten Lebensmitteln oder später im sicheren Lager gehört "nicht" zu den Inhalten des Konzepts.


    Beim D.R.L.T. System geht es allein um den Weg in die Sicherheit, nicht das Leben darin.


    Was denkt Ihr über mein Konzept? Bitte keine Politik oder ähnlicher Shi... in den Komentaren. Hier geht es um ein Gedankenspiel für Prepper- um nichts anderes!

  • der "fehler" ist die annahme es gäbe dann sichere gebiete/ zonen - wenn ein solcher fall eintritt bricht die gesamte struktur zusammen und wenn nicht braucht es diese teams nicht - das ist vergleichbar mit den 30 tagen im atombunker was ist am 31. tag - also wenn autarkes überleben in bewegung für unbegrenzte zeit und das kann man nicht trainieren - ich habe mal erlebt was passiert wenn in einem dorf mitten in deutschland für drei tage das wasser nicht reicht bzw. angeliefert wird szenen wie in der dritten welt und da waren viele mit einander verwand bzw. verschwägert und jeder hätte das dorf verlassen können


    mr

  • Im System wird nicht mit sicheren Gebieten im Nahbereich/Bundesrepublik geplant. Wie schon geschrieben soll es ein europäisches Netzwerk sein, respektive sind die Zielgebiete europaweit angelegt.


    Autarkes Überleben auf unbestimmte Zeit ist mit dem richtigen Background, Ausrüstung und den richtigen Operators kein Problem.


    Ich würde mein Response-Team idealer Weise mit Mitglieder aufbauen, welche den gleichen mil. Background haben. Dazu noch evt. Zivile Operators im med. Bereich.

  • habe ich auch so verstanden aber falls ein (west)europäischer nato-staat zum failstate wird (was ich schon für sehr unwahrscheinlich halte) betrifft das alle zumindest in kontinentaleuropa (vielleicht wäre island oder andere Inseln zu halten aber da kommt man dann auch nicht so einfach hin) - ist auch nicht mit einem szenario wie in ex-jugoslawien oder ukraine etc. zu vergleich


    das ziel ist ehrenwert wäre sicher auch eine eingeschworene gruppe aber ich halte das szenario bzw. die optionen für dieses netzwerk für genauso abwegig wie "damals" die nato-stay-behind gruppen


    mr

  • Wir reden aber nicht von mil. Auseinandersetzungen, sondern von Szenarien aus der Prepper-Philosophie. Der Osten ist so ein riesiges Land, bei einem Killing Szenario in Mitteleuropa muss es dort keine Auswirkungen geben.


    Wenn es nicht funktionieren würde, wären auch die Basics des Konzepts, welche ich im Jagdkampf bzw. Combat-Survival gelernt habe, nicht funktionell. Sind sie aber, geschichtlich gesehen.


    Stay-Behind sind doch im Endeffekt auch einfach Jagdkampf- oder Fernspähszenarien im mil. Bereich. Im zivilen wären es Guerillakampftaktiken. Also nichts unbekanntes.

  • es ist ja deine idee aber ich würde wenn das nicht nur hobby sein soll sondern vielleicht auch eine kommerzielle komponente hat eher etwas richtung realistischere szenarien "aufbauen"

    z.b. hochwasser - kann mich noch gut an die einsätze 1997 im oderbruch erinnern aber auch passau 2013 ist noch nicht lange her (sturmflut 1962 war vor meiner zeit) - alle waren völlig überrascht gängige (flucht)fahrzeuge waren nutzlos selbst unimogs sind teilweise nicht mehr durchgekommen kaum amphibienfahrzeuge/ boote dazu in den betroffenen gebieten keine energie und kein frischwasser mehr - die paar prepper in der region sind auch alle abgesoffen mit ihren "pseudo bunkern" etc. viele waren auf sich alleine gestellt und total überfordert - in diesem sommer auch das thema waldbrand (selbst erlebt in skandinavien) - und immer wieder in den alpenregionen das thema (schlamm)lawinen/ hangabgänge wo man nur noch mit schreitbaggern durchkommt - zum glück alles lokale vorgänge in einem "funktionsfähigen" system (plünderungen etc. waren/sind nicht das problem eher schaulustige)


    mr

  • Ich weiß zwar nicht, ob so ein D.R.L.T das Überleben von anderen Personen GARANTIEREN kann, aber ich denke, es könnte zumindest die Chancen um einiges erhöhen. Ein Schritt in die falsche Richtung wäre die Aufstellung eines solchen Teams sicher nicht.


    Ich stelle mir allerdings die praktische Umsetzung sehr schwer vor. :/ Die Leader müssten erstmal alle auf einen „Wissensstand“ gebracht werden. Da stellt sich die Frage wo man sowas macht. Das schafft man ja nicht an einem Wochenende. Wenn es eine gemeinsame Basis gibt, würde das die Sache natürlich vereinfachen. Außerdem müsste man sich in regelmäßigen Abständen treffen um sich auszutauschen und ggf. fortzubilden. Viele haben nicht die Zeit und das Geld, um in regelmäßigen Abständen eine weitere Strecke zu fahren.


    Ich finde die Idee allerdings sehr interessant. Schaden kann sowas definitiv nicht. ;)

  • Hallo Ronny, ich denke Du denkst in die richtige Richtung. Ausweichen kann man nur in die dünner besiedelten Gebiete. Ich kenne Teile von Osteuropa ein wenig, daher glaube ich das ein Ausweichen dorthin (genau wie z.B. nach Skandinavien) möglich ist. Längerfristig braucht eine Gruppe in einer solchen Zone relativ viel Raum um sich aus der Natur ernähren zu können. Was meiner Meinung ein Knackpunkt ist: viele Zivilisten werden schon von einem Marsch mit 20 Kg Gepäck über 20 Kilometer jeden Tag überfordert sein. D.h. wenn man an die Ausbildung im eigenen Familienrahmen denkt muss harte Körperertüchtigung geleistet werden.