Impfen - besonders auch bei Reisen mit Kindern wichtig!

  • Impfungen gehören heutzutage zu den zuverlässigsten Vorbeugemaßnahmen gegen viele verschiedene Krankheiten. Und doch zweifeln manche Eltern und haben diverse Vorurteile. Teilweise sogar mit recht. Viele fürchten nämlich die immer wieder auftauchenden gefürchteten Nebenwirkungen. Eine weitaus bessere Aufklärung könnte hier helfen, denn so schlimm sind die Nebenwirkungen gar nicht. Sie sind zudem auch ziemlich selten.

    Ziemlich verunsichert stehen viele Eltern vor ihren Kinderärzten, wenn das Baby, gerade erst 8 Wochen alt, seine erste Impfung bekommt. Eine Spritze und dann gleich für 6 Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und so weiter. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt allerdings gegen diese Krankheiten, unter anderem auch Hepatitis B, zu impfen. Dieses Gremium prüft die einzelnen Impfungen und wägt deren Nutzen und die Risiken gegeneinander ab. Aber Experten hin oder her – beim Wort Impfen schießen doch manchen Eltern regelrechte Horrorgeschichten über Nebenwirkungen durch den Kopf. Der größte Feind der Impfung ist ihr Erfolg. Die wenigsten Menschen kennen noch jemanden der an Kinderlähmung und Diphtherie erkrankt ist, aber lesen doch ständig über Nebenwirkungen.


    Mal ganz ehrlich. Geht hier nicht das Gefühl für die wirkliche Gefahr eigentlich verloren? Viele erbitten sich von daher Bedenkzeit. Sie befragen dann erst andere Eltern, lesen Bücher zum Thema oder recherchieren genauestens im Internet. Da kommen viele dann zu dem Ergebnis noch verunsicherter zu sein. Impfbefürworter wollen die Kinder vor den schlimmen Krankheiten bewahren, aber auch die Impfgegner werden mit Rat und Tat eher schlecht als recht helfen wollen. Es ist einfach so viele Erwachsene sind impfmüde. Laut einer Umfrage weiß nicht jeder über seinen Impfstand Bescheid. Eigentlich schade, da es doch um die Gesundheit geht. Warum diese Ängste und Ablehnungen existieren – das weiß nur derjenige selbst. Ängste wie Immunisierung stehen an oberster Stelle. Allerdings ist diese Angst eher unbegründet. Das Risiko von diversen Impfschäden ist immer viel viel kleiner als die Komplikation durch die verschiedenen Krankheiten.


    Die schlimmen Folgen von Infektionskrankheiten kennen viele junge Eltern nicht mehr. Sie reichen von Erstickungsanfällen über Gehirnhautentzündungen bis ganz und gar zum Tod. Zum Beispiel die Masern: weil abgeschwächte lebende Viren gespritzt werden, besteht ein geringes Risiko durch die Impfung zu erkranken. Es gab aber noch keinen Fall, bei dem nachgewiesen wurde, dass das Impfvirus die Hirnentzündung SSPE ausgelöst hat. Für Ungeimpfte allerdings, die an Masern erkranken, liegt die Wahrscheinlichkeit, die tödliche verlaufende SSPE zu bekommen sehr hoch. Experten warnen davor. Ein kleiner Piks – aber dafür eine große Wirkung. Dieser Ausspruch ist auch ernst zu nehmen. Gerade was die Gesundheit unserer Kinder betrifft. Denn viele denken anders.


    Zudem muss aber auch gesagt werden, dass die Impfstoffe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verbessert haben und auch sicherer geworden sind. Dennoch kann es mit Sicherheit zu einigen Nebenwirkungen kommen, die allerdings sehr harmlos sind: die Einstichstelle kann sich entzünden, schwillt etwas an oder schmerzt kurzzeitig, leichtes Fieber, Muskel- oder Gelenkschmerzen sind aber auch normal. Diese Anzeichen von Nebenwirkungen sind wirklich sehr sehr selten. Eltern sollte mit einer besseren und informativeren Aufklärung der letzte Zweifel genommen werden. Impfungen sind freiwillig und kein Muss. Jeder sollte das Nutzen – Risiko – Verhältnis selbst abwägen, denn ganz die Ängste ausräumen – geht mit Sicherheit nicht.


    Es muss aber auch angemerkt werden, seitdem es Impfungen gibt, erkranken weit aus weniger Menschen an den gefährlichen Krankheiten. Die meisten Erreger bringen die Deutschen aus ihren Urlauben im Ausland mit. Deswegen ist Impfen bei uns hier so wichtig. Eigentlich lebenswichtig.