Bannock | einen dünnen Fladen gleichmäßig ausbacken
Bannock ist ein Name für unterschiedliche einfache Brote. Auf Tour ist damit häufig ein Fladen gemeint, der ohne lange Gehzeit in einer Pfanne gebacken wird. Mehl, Wasser, etwas Fett, Salz und Backpulver ergeben eine unkomplizierte Variante. Entscheidend ist eine mäßige, gleichmäßige Hitze, damit der Teig auch innen gart.
Ein Grundansatz für die Pfanne
Für mehrere kleine Fladen lassen sich folgende Mengen als Ausgangspunkt verwenden:
- 250 g Weizenmehl
- etwa ein halber Teelöffel Salz
- Backpulver entsprechend der Packungsdosierung für 250 g Mehl
- zwei Esslöffel Speiseöl sowie etwas Öl für die Pfanne
- ungefähr 140–160 ml Trinkwasser, nach Bedarf angepasst
Die Wassermenge ist kein fester Endwert: Mehl und gewünschte Teigfestigkeit unterscheiden sich. Einen Teil des Wassers zunächst zurückhalten. Backpulver nicht einfach durch dieselbe Menge Natron ersetzen; Natron benötigt eine passende saure Zutat, damit der gewünschte Trieb entsteht.
Teig mischen und dünn formen
- Mehl, Salz und Backpulver gründlich vermischen.
- Öl und den größten Teil des Wassers hinzugeben. Zu einem weichen, formbaren Teig zusammenarbeiten.
- Bei trockenem Teig wenig Wasser ergänzen; bei stark klebrigem Teig vorsichtig etwas Mehl einarbeiten.
- Mehrere flache Stücke statt eines dicken Klumpens formen. Eine gleichmäßige Dicke erleichtert das Durchbacken.
Wer andere Mehle verwendet, muss Wasseraufnahme und Bindung neu beurteilen. Ein reiner Roggenteig verhält sich nicht wie der hier beschriebene Weizenteig. Für die erste Tour die gewählte Mischung vorher unter vergleichbaren Bedingungen ausprobieren.
Backen braucht mehr als eine braune Kruste
Die Pfanne leicht fetten und bei mäßiger Hitze vorwärmen. Fladen von beiden Seiten ausbacken und die Hitze reduzieren, wenn die Oberfläche zu schnell dunkel wird. Am Lagerfeuer lässt sich ein geeigneter Bereich mit ruhiger Glut meist besser kontrollieren als direkter Flammenkontakt.
Eine pauschale Minutenzahl passt nicht zu jedem Kocher, jeder Pfanne und jeder Teigdicke. Der Fladen muss im Inneren durchgebacken sein; ein klebriger roher Kern ist kein fertiges Brot. Rohes Mehl kann Krankheitserreger enthalten. Deshalb auch Teig ohne Ei nicht roh probieren und Hände sowie benutzte Flächen reinigen.
Zutaten und Reste sinnvoll planen
Die trockenen Zutaten können vorportioniert werden. Fett und Wasser erst für die tatsächlich benötigte Mahlzeit zugeben. Käse, frische Kräuter oder andere Ergänzungen verändern nicht nur Geschmack, sondern auch den Umgang mit Vorräten und Resten.
Frisches Pfannenbrot ist keine geprüfte Langzeitkonserve. Aus einer trockenen Kruste lässt sich keine feste Haltbarkeit ableiten. Kleine Portionen erleichtern es, den Bedarf zu treffen und feuchte Brotstücke nicht tagelang im warmen Gepäck aufzubewahren.





