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  5. Was bedeutet: EROL – Survival Wiki

EROL

  • Team-Survival
  • 29. August 2025 um 15:25
  • 6 mal gelesen
  • EROL ist die Abkürzung für „Excessive Rule of Law“ und beschreibt in der Prepper-Szene ein Krisenszenario, bei dem staatliche Ordnungssysteme nicht zusammenbrechen, sondern im Gegenteil in übersteigerter Form präsent bleiben. Während das Gegenstück WROL („Without Rule of Law“) den völligen Wegfall der Rechtsordnung bezeichnet, geht EROL davon aus, dass Regierungen und Behörden in einer Ausnahmesituation die Kontrolle verschärfen und dabei tief in das Leben der Bürger eingreifen. Das Szenario gehört zu den wichtigsten Denkmodellen moderner Krisenvorsorge, da es eine Entwicklung beschreibt, die in der Realität mehrfach belegt ist und für Vorsorgeentscheidungen von erheblicher Bedeutung sein kann.

    I. Ursprung des Begriffs

    Der Begriff entstand in den 1980er-Jahren in den USA, als sich die dortige Prepper-Szene systematisch mit möglichen Krisenverläufen auseinandersetzte. In einschlägigen Magazinen und später auch in Internetforen wurden Kürzel eingeführt, um komplexe Lagen schnell beschreiben zu können. Während TEOTWAWKI für den umfassenden Zusammenbruch der bekannten Welt stand, wurde mit WROL und EROL die Frage diskutiert, wie sich das staatliche Gewaltmonopol in einer Krise entwickeln könnte. Der Begriff EROL wurde bald in internationalen Survival-Glossaren übernommen, da er eine wichtige Lücke schloss: den Blick auf Situationen, in denen der Staat nicht verschwindet, sondern seine Macht massiv ausweitet.

    II. Charakteristik eines EROL-Szenarios

    Ein EROL-Szenario geht von der Annahme aus, dass staatliche Strukturen auch in einer Krise handlungsfähig bleiben. Allerdings beschränkt sich die staatliche Reaktion nicht auf den Schutz der Bevölkerung, sondern nimmt Züge einer autoritären Krisenverwaltung an. Typisch sind:

    • großflächige Ausgangssperren und Bewegungsverbote
    • Enteignungen oder Beschlagnahmungen von Vorräten, medizinischen Gütern oder Treibstoffen
    • massiver Einsatz von Polizei und Militär zur Durchsetzung von Notstandsregelungen
    • Einschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit
    • Überwachung und Kontrolle von Kommunikations- und Transportwegen
    • harte Strafen auch bei kleineren Verstößen

    Für den Einzelnen bedeutet dies, dass nicht das Chaos einer kollabierenden Ordnung die größte Gefahr darstellt, sondern die umfassende Regulierung des Alltags durch staatliche Stellen.

    III. Historische Beispiele

    Die Geschichte kennt zahlreiche Situationen, die als reale Entsprechungen von EROL betrachtet werden können. In Kriegszeiten wurden wiederholt Notstandsgesetze verhängt, die weit über normale Rechtsstandards hinausgingen. Während des Zweiten Weltkriegs kam es in vielen Ländern zu Beschlagnahmungen privater Lebensmittel- und Treibstoffvorräte, zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit und zur Zensur. Auch im Kalten Krieg wurden in einzelnen Staaten ähnliche Maßnahmen diskutiert oder temporär umgesetzt.

    Ein weiteres Beispiel findet sich in jüngeren globalen Gesundheitskrisen, in denen Regierungen mit Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und weitreichenden Eingriffen in Wirtschaft und Gesellschaft reagierten. Zwar erfolgten diese Maßnahmen offiziell zum Schutz der Bevölkerung, doch für Prepper zeigen sie, wie schnell eine demokratische Ordnung im Ausnahmezustand Elemente übersteigerter Kontrolle annehmen kann.

    IV. Relevanz für Prepper

    Für die Krisenvorsorge hat das EROL-Szenario grundlegende Konsequenzen. Wer sich auf WROL vorbereitet, setzt auf Verteidigungsfähigkeit und Selbstversorgung in einem Umfeld ohne staatliche Strukturen. Bei EROL liegt die Herausforderung dagegen in der Unsichtbarkeit. Sichtbare Vorratshaltung, offene Selbstversorgung oder offensives Auftreten können dazu führen, dass staatliche Stellen aufmerksam werden und Ressourcen beschlagnahmen.

    Ein typisches Risiko ist die Registrierung von Vorräten oder Energieträgern. Wenn Behörden im Krisenfall zur zentralen Verteilung übergehen, werden private Bestände als gemeinschaftliche Ressource betrachtet. Für Prepper entsteht daraus die Notwendigkeit, nicht nur über Vorräte zu verfügen, sondern auch über Strategien, sie zu verbergen oder dezentral zu lagern.

    Auch die Mobilität wird in EROL-Szenarien eingeschränkt. Wer Fluchtpläne erstellt, muss berücksichtigen, dass Straßen gesperrt sein können, dass es Kontrollpunkte gibt und dass Reisen ohne Genehmigung unmöglich wird. Das stellt hohe Anforderungen an Planung und Flexibilität.

    V. Strategien zur Vorbereitung

    Die Vorbereitung auf EROL unterscheidet sich deutlich von jener auf WROL-Szenarien. Wichtige Punkte sind:

    • Vorräte nicht zentral an einem Ort lagern, sondern dezentral in mehreren Caches oder Depots.
    • Tarnung und Unauffälligkeit bei Einkauf, Transport und Lagerung.
    • Nutzung von Techniken zur unsichtbaren Energiegewinnung wie Solarpanels, die nicht von weitem erkennbar sind.
    • Aufbau von Kommunikationsmitteln, die unabhängig von staatlicher Kontrolle funktionieren, beispielsweise Kurzwellenfunk.
    • Entwicklung von Fluchtplänen, die auch Sperrzonen oder Kontrollen berücksichtigen.

    Während bei WROL häufig Wehrhaftigkeit im Vordergrund steht, ist es bei EROL die Fähigkeit, nicht aufzufallen. Manche Prepper sprechen in diesem Zusammenhang vom „grauen Mann“ – der Fähigkeit, in der Menge unsichtbar zu bleiben.

    VI. Psychologische Dimension

    Das Leben unter EROL-Bedingungen unterscheidet sich stark von Vorstellungen eines völligen Zusammenbruchs. Anstatt im offenen Chaos zu handeln, müssen sich Menschen in ein engmaschiges Netz aus Vorschriften einfügen, die unter Androhung schwerer Strafen durchgesetzt werden. Für viele Prepper ist gerade diese Vorstellung bedrückender, da sie bedeutet, dass individuelle Vorsorge nicht nur erschwert, sondern aktiv unterbunden werden kann. Die psychologische Belastung ergibt sich aus dem Gefühl permanenter Überwachung und der Gefahr, durch kleine Unachtsamkeiten Ressourcen oder Bewegungsfreiheit zu verlieren.

    VII. EROL in der öffentlichen Diskussion

    Abseits der Prepper-Szene taucht der Begriff selten auf, doch die Diskussion über staatliche Reaktionen auf Krisen wird auch in der breiten Öffentlichkeit geführt. Politische und rechtliche Debatten drehen sich um die Frage, wie weit Freiheitsrechte im Notfall eingeschränkt werden dürfen. Für die Szene dient EROL als klarer Begriff, der verdeutlicht, dass nicht nur Anarchie, sondern auch übermäßige Ordnung eine reale Bedrohung darstellen kann.

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Inhaltsverzeichnis

  • I. Ursprung des Begriffs
  • II. Charakteristik eines EROL-Szenarios
  • III. Historische Beispiele
  • IV. Relevanz für Prepper
  • V. Strategien zur Vorbereitung
  • VI. Psychologische Dimension
  • VII. EROL in der öffentlichen Diskussion

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