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  5. Was bedeutet: WROL – Survival Wiki

WROL

  • Weitergeleitet von „Without Rule of Law“
  • Team-Survival
  • 29. August 2025 um 13:49
  • 13 mal gelesen
  • Der Begriff WROL steht für „Without Rule of Law“ und beschreibt ein Szenario, in dem die bestehenden Gesetze und ihre Durchsetzung nicht mehr greifen. Während in normalen Zeiten Polizei, Gerichte und Verwaltung für Ordnung sorgen, geht man bei WROL davon aus, dass diese Strukturen im Ernstfall zusammenbrechen oder schlicht nicht mehr durchsetzbar sind. Für Prepper ist dieses Szenario eines der schwerwiegendsten, weil es weit über Versorgungsengpässe oder Naturkatastrophen hinausgeht. Es betrifft nicht nur die Frage nach Nahrung, Wasser oder Energie, sondern die gesamte gesellschaftliche Ordnung.

    I. Ursprung und Begriffsentwicklung

    Die Abkürzung WROL tauchte zuerst in der amerikanischen Survival- und Prepper-Szene auf und wurde vor allem durch James Wesley Rawles populär, der in seinen Büchern und Blogs auf den möglichen Zusammenbruch gesellschaftlicher Strukturen einging. Rawles unterschied zwischen kurzfristigen Katastrophen und langfristigen Szenarien, bei denen der Zusammenbruch des Rechtsstaates ein dauerhafter Zustand wird. WROL beschreibt damit nicht einfach eine Krise, sondern eine neue Realität, in der jeder selbst für Sicherheit und Ordnung verantwortlich ist.

    Historisch finden sich viele Beispiele für WROL-ähnliche Zustände. Während des Dreißigjährigen Krieges in Europa etwa war weiten Teilen der Bevölkerung kaum Schutz geboten. Armeen plünderten, Dörfer waren der Gewalt ausgeliefert, und Recht galt nur dort, wo lokale Machthaber es durchsetzen konnten. Auch in jüngerer Vergangenheit, etwa im Zuge des Zusammenbruchs Jugoslawiens in den 1990er-Jahren, erlebten Menschen Regionen ohne funktionierendes Rechtssystem. WROL ist also weniger ein theoretisches Konstrukt, sondern ein Szenario, das in Krisenregionen immer wieder Realität wird.

    II. Bedeutung im Prepping

    Für Prepper ist WROL deshalb so zentral, weil es alle anderen Krisenlagen verschärft. Stromausfall oder Versorgungsengpässe sind schon für sich genommen herausfordernd. Kommt der Wegfall von Recht und Ordnung hinzu, verändert sich die Lage radikal. Es geht nicht mehr nur um Organisation von Ressourcen, sondern auch um deren Verteidigung.

    WROL bedeutet, dass es keine verlässliche Polizei gibt, die im Notfall eintrifft. Wer Hilfe braucht, kann sich nicht auf Notrufnummern verlassen. Konflikte werden nicht mehr durch Gerichte oder Behörden geregelt, sondern müssen unmittelbar ausgetragen werden. Für viele Prepper ist dies das eigentliche Schreckensszenario: Nicht der Mangel an Wasser oder Nahrung, sondern die Gewalt, die aus dem Fehlen staatlicher Autorität entsteht.

    III. Merkmale einer WROL-Situation

    Ein Zustand von WROL lässt sich an mehreren Faktoren erkennen. Dazu gehören der Ausfall staatlicher Sicherheitskräfte, die Erosion der Rechtsdurchsetzung und die Entstehung von Parallelstrukturen. Plünderungen, Bandenbildung und das Recht des Stärkeren sind typische Begleiterscheinungen. Menschen sichern ihr Überleben nicht mehr über den Staat, sondern über Eigeninitiative oder Zugehörigkeit zu Gruppen.

    In der Praxis kann sich WROL schleichend entwickeln. Zunächst sind die Behörden überlastet, dann ziehen sich Polizei und Rettungskräfte aus bestimmten Regionen zurück, bis schließlich gar keine staatliche Präsenz mehr erkennbar ist. In diesem Vakuum entstehen Machtstrukturen, die nicht demokratisch legitimiert, sondern von Stärke, Gewalt oder Ressourcen bestimmt werden.

    IV. Beispiele aus der Geschichte

    • New Orleans nach Hurrikan Katrina 2005: Innerhalb weniger Tage kam es zu Plünderungen, bewaffneten Auseinandersetzungen und einer weitgehenden Abwesenheit von Polizei und Ordnungskräften. Bewohner mussten selbst für Schutz und Sicherheit sorgen.
    • Bosnien in den 1990er-Jahren: Im Zuge des Bürgerkriegs brachen staatliche Strukturen zusammen, und lokale Milizen übernahmen die Kontrolle. Recht galt nur in Form von Waffenstärke.
    • Deutschland nach 1945: In der unmittelbaren Nachkriegszeit herrschten in vielen Regionen Zustände, die WROL gleichkamen. Schwarzmärkte, Plünderungen und Gewalt prägten den Alltag, bis neue Strukturen aufgebaut waren.

    Diese Beispiele zeigen, dass WROL kein abstraktes Gedankenmodell ist, sondern eine Situation, die in Krisen tatsächlich eintreten kann.

    V. Konsequenzen für Prepper

    Die Vorstellung, in einem WROL-Szenario bestehen zu müssen, beeinflusst die Vorbereitung erheblich. Es geht nicht mehr nur darum, Vorräte anzulegen, sondern auch darum, diese zu schützen. Sicherheit wird zur Kernaufgabe.

    V.I. Vorräte schützen

    Lebensmittel, Wasser und Ausrüstung sind in einer WROL-Lage wertvoller als Geld. Sie ziehen Aufmerksamkeit an und können Ziel von Plünderungen werden. Prepper berücksichtigen daher schon bei der Lagerung, wie sie ihre Vorräte tarnen, verteilen oder im Notfall verbergen können.

    V.II. Eigenschutz organisieren

    Da Polizei und Justiz nicht mehr verfügbar sind, liegt die Verantwortung für Sicherheit bei jedem selbst. Das bedeutet, dass Schutzmaßnahmen von stabilen Türen und mechanischen Sperren über Alarmsysteme bis hin zu bewaffneter Verteidigung reichen können. In vielen Prepper-Kreisen wird das Thema Selbstverteidigung daher offen diskutiert.

    V.III. Gemeinschaft bilden

    In einem WROL-Szenario ist die Isolation besonders gefährlich. Einzelpersonen oder Familien können sich nur begrenzt verteidigen. Gruppen dagegen bieten Schutz, Arbeitsteilung und psychische Stabilität. Viele Prepper sehen deshalb in der Gemeinschaftsbildung den Schlüssel zum Überleben in einer Welt ohne Recht und Ordnung.

    VI. Psychologische Aspekte

    Der Gedanke an WROL ist für viele Menschen beängstigend, weil er das Fundament unserer Gesellschaft infrage stellt. Regeln, Gesetze und Ordnungssysteme sind so selbstverständlich, dass ihr Ausfall unvorstellbar erscheint. Prepper, die sich mit WROL beschäftigen, arbeiten bewusst an ihrer mentalen Vorbereitung. Wer die Möglichkeit akzeptiert, ist im Ernstfall weniger überrascht. Diese psychologische Robustheit kann entscheidend sein.

    VII. WROL in der Praxis üben

    Man kann WROL nicht direkt simulieren, aber bestimmte Aspekte lassen sich trainieren. Dazu gehören Übungen zur Selbstverteidigung, Rollenspiele für Notfallszenarien oder das Erlernen von Techniken der Konfliktvermeidung. Auch Planspiele, bei denen man durchspielt, wie man auf Plünderungen, Eindringlinge oder Angriffe reagieren würde, gehören dazu. So entstehen Routinen, die im Ernstfall helfen, rational zu handeln.

    VIII. Kontroversen

    Das Thema WROL ist innerhalb der Prepper-Szene nicht unumstritten. Manche betrachten es als übertrieben oder als Rechtfertigung für Waffensammlungen. Andere sehen es als realistische Konsequenz aus historischen Erfahrungen. Selbst staatliche Stellen gehen zwar nicht so weit, WROL offen zu thematisieren, aber die Empfehlungen zur Eigenvorsorge zeigen, dass man sich zumindest teilweise auf Szenarien einstellt, in denen Hilfe ausbleibt.

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Inhaltsverzeichnis

  • I. Ursprung und Begriffsentwicklung
  • II. Bedeutung im Prepping
  • III. Merkmale einer WROL-Situation
  • IV. Beispiele aus der Geschichte
  • V. Konsequenzen für Prepper
    • V.I. Vorräte schützen
    • V.II. Eigenschutz organisieren
    • V.III. Gemeinschaft bilden
  • VI. Psychologische Aspekte
  • VII. WROL in der Praxis üben
  • VIII. Kontroversen

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