„Survival-Kits: Was gehört unbedingt rein?“

Zusammenfassung

In der Diskussion über Survival-Kits äußern die Teilnehmer unterschiedliche Meinungen zu den essenziellen Bestandteilen. Während viele die klassischen Elemente wie Messer, Feuerstarter und Erste-Hilfe-Set als unverzichtbar erachten, werden auch weniger offensichtliche Gegenstände wie Nähsets, Kopflampen und spezielle Nahrungsmittel hervorgehoben. Einige Teilnehmer betonen die Wichtigkeit der Anpassung des Kits an spezifische Szenarien, wie etwa eine Bushcraft-Tour oder eine Wüstenwanderung, und diskutieren die Vorzüge von Wasserfiltern gegenüber Tabletten. Zudem wird die persönliche Erfahrung mit Nahrungsmitteln und deren Auswirkungen auf den Körper als entscheidend für die Auswahl der Snacks angesehen. Insgesamt zeigt die Diskussion, dass die Zusammenstellung eines Survival-Kits stark von individuellen Bedürfnissen und Erfahrungen abhängt.
  • Hey Leute,

    ich hab mal eine Frage in die Runde zum Thema Survival-Kits. Dieses Thema sorgt ja immer für hitzige Diskussionen. Was gehört eurer Meinung nach unbedingt in ein Survival-Kit rein?

    Die Basics sind ja meistens klar: Messer, Feuerstarter, Erste-Hilfe-Set. Aber wie sieht's mit weniger offensichtlichen Sachen aus? Dinge, die man eher vergisst oder unterschätzt?

    • Wasseraufbereitung: Lohnt sich ein Filter oder lieber Tabletten?
    • Seil oder Paracord: Wie viel reicht wirklich?
    • Nahrungsmittel: Welche Riegel oder Snacks sind am praktischsten?

    Ich denke, der Inhalt sollte auch an das jeweilige Szenario angepasst sein. Bushcraft-Tour im Wald oder Wüstenwanderung – da braucht man ja schon andere Dinge, oder?

    Grüße,
    Simon.R

  • Gruß Simon. Survival Kit hatte ich früher auch dabei - bin dann auf kleinen Survival-Rucksack umgestiegen. Mit dem kann ich bei Bedarf 1 Tag "überleben" bzw. eine Nacht im Sommer überstehen wenn ich z.B. von der Arbeitsstätte sagen wir 50km entfernt - zu Fuß - Heim laufen muss.

    Rucksack immer "am Mann" (im Auto wenn ich ständig unterwegs bin). Bei jeder weiteren Autofahrt (30km und mehr - ist das Ziel - das Ding immer im Auto zu haben).

    Darin:

    - Grayl Wasserfilter (weil da der Wasserbehälter mit dabei ist - wegen Gewicht)

    - Kompass und Topo-Karte der Umgebung bis 50km (2 Karten je 25km -Arbeitsort und Wohnort abdeckend)

    - Taschenlampe und Ersatzbatterie

    - 50 EUR in kleinen Scheinen

    - Mütze, Socken, Unterwäsche

    - Messer, Taschentücher, Ultraleicht-Tuch, Notfall-Seife, Alkohol-Spray

    USB-Stick mit meinen wichtigsten Daten (verschlüsselt mit LUKS - dazu ein Stick mit TailsOS --> ich kann also an jedem Rechner meine Daten abrufen ohne den Rechner "zu nutzen").

    - Mülltüte

    Im Winter: Pulli

    KEIN Feuerstarter. Feuerzeug mit Wattepads die in Kerzenwachs getaucht wurden. Ich will in der Situation zum sicheren Ort - und kein Bushcraft-Abenteuer. Hab nich vor damit ne Woche draussen zu verbringen - Feuerzeug von BIC und keine andere Marke.

    Dazu: 1 Packung NRG-5 (3.000kcal Notnahrung - für max. 2 Tage). Das Zeug hat alle nötigen Komponenten. Ein Schoko-Riegel lässt Insulin hoch-schiessen und man hat Bärenhunger nach 1h. Sowas wie das Bundeswehr EPA ist auch gut - aber überteuert (kann alles kalt gegessen werden). Da ist diese Tracking-Nahrung besser.

    Ziel: 50km in max. 2 Tagen überwinden - Heim kommen.

    Ich würde nix unnötiges mitnehmen. Wärme (Kleidung), Wasser, Essen und Licht ist das Wichtigste. Dann Orientierung (Karte, Powerback für Smartphone wäre auch gut).

    Und - testen. Rucksack nehmen und 10 bis 15km Rundtrip machen in der Gegend (sich 15km von daheim absetzen lassen). Schauen ob man damit zurecht kommt usw.

    Dann kommt man auf Kleinigkeiten wie: Schüssel für Notnahrung um das Zeug darin mit Wasser zu mischen bei Bedarf - oder trocken mit Wasser runterspülen. Keine Kocher oder sowas - für 1 Tag unnötig. Eventuell einen Esbit-Kocher wenn man eine warme Mahlzeit haben will.

    Schlafen - eine Nacht - würde ich irgendwo einen Unterschlupf suchen. Keine Zelte und Schlafsäcke. EIne Nacht schafft man auch so. Daher Pulli, Mütze und Socken.

  • Ein paar Sicherheitspins und ein kleines Näh-Set. Klingt erstmal nach Oma, aber damit kannst du nicht nur Klamotten flicken, sondern auch improvisierte Verbände basteln, Ausrüstung reparieren oder sogar mal nen Splitter entfernen. Ist bei mir superleicht und fällt kaum ins Gewicht. Eine Kopflampe statt Taschenlampe hat sich auch total bewährt. Beide Hände frei – und das macht im Dunkeln alles entspannter, egal ob beim Holz hacken oder Karte lesen. Ich hab immer noch zwei, drei Ersatzbatterien dabei, aber so ein kleines Knicklicht wandert auch immer ins Kit. Für Notfälle – oder einfach, wenn man mal schnell Licht braucht, ohne die ganze Lampe einschalten zu müssen.

    Beim Thema Snacks hab ich lange experimentiert. Irgendwelche Superfood-Riegel sind nett, aber die besten Erfahrungen hab ich tatsächlich mit ganz simplen Haferkeksen und Beef Jerky gemacht. Längere Haltbarkeit, wiegt wenig, macht satt und scheppert nicht gleich den Blutzucker hoch oder runter. Manchmal ne kleine Tüte Studentenfutter dazu – reicht mir für nen Tag locker.

  • Gerade was Zucker und deren Effekte angeht hab ich Erfahrung gesammelt die letzten Jahre. Treibe viel Sport (täglich) - hab 17kg abgenommen durch Ernährungsumstellung --> vor allem Zucker weggelassen und bemerkt wie stark sich dieses auf den Hunger auswirkt (Insulin). Esse ich Haferflocken - habe ich kaum Hunger bzw. sehr leicht zunehmend ohne zu stressen - locker 5-6 Stunden.

    Esse ich ne kleine Süßigkeit - 1h Später MUSS ich essen da ich am verhungern bin.

    NUR: wenn ich auf dem Drahtesel meine 2-3h verbringe - da nehme ich alle 30min etwas Süßes (Datteln) - die bringen dann die Energie und man hält lange durch - bis zu 5h mit hoher Leistung (bei mir) dann möglich.

    Will nur sagen: testet euren Körper - was brauche ich als Notnahrung auf langen Wanderungen und was lieber nicht?

    Jeder Mensch ist etwas anders - daher testen und lernen als einer der wichtigsten Vorbereitungs-Schritte.


    Glaub ich habe vergessen zu erwähnen dass ich nen Klappmesser im Rucksack habe. Und ne kleine Lupe und Mini-Medikit (Pinzette, Spiegel, Desinfektionsspray, Autan abgefüllt in kleiner Spraydose, und Jod-Salbe - Pflaster, Schere, ... minimalistisch).

  • Also, ich hab ja langsam das Gefühl, in jedem Survival-Kit schleppt man die halbe Garage mit – und am Ende fehlt dann doch das eine Teil, das man wirklich brauchen würde. Was bei mir immer reinkommt: Ein Mini-Schraubendreher mit Wechsel-Bits. Schnalle vom Rucksack locker, Batteriefach geht nicht auf, Brille locker – keine Ahnung, warum ich immer basteln muss, aber ohne das Ding fühl ich mich fast nackt. Und Paracord? Klar, aber ich hab das ehrlich gesagt schon mal als Schnürsenkel gebraucht und danach einfach vergessen zu ersetzen.

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