10 Tipps für die ideale Prepper-Küche in der Krisenvorbereitung

Zusammenfassung

Darüber diskutieren die Nutzer: In der Forendiskussion zur Krisenvorbereitung in der Küche wird die zentrale Rolle der Küche als strategischer Ort hervorgehoben. Nutzer betonen die Bedeutung einer vielfältigen Nahrungsversorgung, die über Dosen und Trockenprodukte hinausgeht, und empfehlen frische Sprossen sowie Wildkräuter als wertvolle Ergänzungen. Die Notwendigkeit von gutem Werkzeug, wie scharfen Messern und einem Not-Herdset, wird ebenfalls angesprochen, um die Zubereitung unter schwierigen Bedingungen zu erleichtern. Zudem wird das Abfallmanagement thematisiert, wobei robuste Behälter und Kompostierung als Lösungen vorgeschlagen werden. Schließlich wird die Wichtigkeit eines Systems zur Vorratsrotation betont, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
  • In der Welt der Krisenvorbereitung ist die Küche weit mehr als nur ein Ort zum Kochen; sie ist ein strategischer Punkt für Überlebensplanung und -vorbereitung. Eine effektiv organisierte Prepper-Küche berücksichtigt sowohl die Qualität als auch die Quantität der gelagerten Lebensmittel, wobei ein besonderes Augenmerk auf deren Haltbarkeit, Nährwert und Vielfalt gelegt wird. Es geht nicht nur darum, genügend Vorräte zu haben, sondern auch darum, sicherzustellen, dass diese Vorräte den körperlichen und ernährungsphysiologischen Anforderungen in Krisenzeiten gerecht werden.

    Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, über die richtigen Werkzeuge, Geräte und Kenntnisse zu verfügen, um Lebensmittel auch unter weniger als idealen Bedingungen sicher zuzubereiten und zu konservieren. Dies beinhaltet das Verständnis für verschiedene Konservierungsmethoden, die Kenntnis potenzieller Wasserquellen und die Fähigkeit, Energiequellen effizient zu nutzen.

    Für diejenigen, die ihre Kompetenzen in der Krisenvorbereitung vertiefen möchten, bietet der Prepperkurs bei Team-Survival eine umfassende Schulung, die über die reine Küchenvorbereitung hinausgeht. Mit einem Fokus auf praxisnahe Outdoor-Fähigkeiten ist dieser Kurs eine wertvolle Ressource, um sich auf diverse Szenarien vorzubereiten.

    Im Folgenden werden zehn essenzielle Tipps vorgestellt, die jedem helfen können, seine Prepper-Küche optimal auszustatten und zu organisieren:

    Hochwertige Lebensmittel

    • Konserven: Gemüse wie Erbsen, Karotten und Mais behalten bei richtiger Lagerung bis zu 3 Jahre ihre Nährstoffe. Laut der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) verlieren Konserven nach 3 Jahren bis zu 20% ihrer Nährstoffe.
    • Getrocknete Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen und Bohnen sind reich an Proteinen und Ballaststoffen. Bei richtiger Lagerung in einem kühlen, trockenen Ort können sie ihre Nährstoffe für bis zu 10 Jahre behalten. Nach 10 Jahren können sie jedoch bis zu 30% ihres Proteingehalts verlieren.
    • Honig: Ein natürliches Süßungsmittel, das dank seiner antibakteriellen Eigenschaften nahezu unbegrenzt haltbar ist. Laut Studien behält Honig selbst nach 3000 Jahren noch seine antibakteriellen Eigenschaften.
    • Vollkornprodukte: Im Vergleich zu raffinierten Produkten behalten Vollkornprodukte ihre Nährstoffe länger. Bei richtiger Lagerung können sie bis zu 10 Jahre halten, wobei der Vitamin B-Gehalt nach 5 Jahren um bis zu 50% abnehmen kann.
    • Nüsse und Samen: Sie sind eine hervorragende Quelle für Proteine und gesunde Fette. In vakuumversiegelten Behältern können sie bis zu 5 Jahre gelagert werden. Nach 5 Jahren können sie jedoch bis zu 25% ihres Fettsäuregehalts verlieren.

    Vielfalt an Lebensmitteln

    • Kohlenhydrate: Neben Reis und Nudeln sind Kartoffelflocken eine gute Wahl. Kartoffelflocken können bis zu 10 Jahre gelagert werden, verlieren jedoch nach 5 Jahren bis zu 15% ihrer Stärke.
    • Proteine: Getrocknete Wurstwaren wie Salami oder Schinken können, wenn sie vakuumverpackt sind, bis zu 5 Jahre halten. Nach 5 Jahren können sie jedoch bis zu 20% ihres Proteingehalts verlieren.
    • Fette: Olivenöl, Rapsöl und Kokosöl sind wichtige Fettquellen. Bei richtiger Lagerung können sie bis zu 4 Jahre halten, wobei der Vitamin E-Gehalt nach 2 Jahren um bis zu 30% abnehmen kann.
    • Milchprodukte: Milchpulver und Hartkäse wie Parmesan können bei richtiger Lagerung mehrere Jahre halten. Milchpulver kann bis zu 2 Jahre gelagert werden, während Parmesan, wenn er vakuumversiegelt ist, bis zu 10 Jahre halten kann. Nach 5 Jahren kann Parmesan jedoch bis zu 20% seines Kalziumgehalts verlieren.
    • Getrocknete Früchte: Rosinen, Aprikosen und Datteln sind reich an Vitaminen und Mineralien. In luftdichten Behältern können sie bis zu 5 Jahre gelagert werden. Nach 5 Jahren können sie jedoch bis zu 25% ihres Vitamin C-Gehalts verlieren.

    Kühle Lagerung

    • Keller: Ein Raum, der konstant unter 15°C bleibt, ist ideal. Bei Temperaturen über 21°C verdoppelt sich die Geschwindigkeit, mit der Lebensmittel ihre Nährstoffe verlieren. Laut Studien kann die Lagerung bei Temperaturen über 30°C den Vitamin C-Gehalt von Früchten um bis zu 50% reduzieren.
    • Vakuumversiegelung: Diese Methode kann die Haltbarkeit von Lebensmitteln um 3-5 Mal verlängern. Es ist wichtig, die versiegelten Lebensmittel an einem kühlen, trockenen Ort zu lagern. Eine Vakuumversiegelung kann den Vitamin C-Gehalt von Früchten um bis zu 20% erhöhen.
    • Tiefkühlung: Einige Lebensmittel, wie Fleisch oder Brot, können durch Tiefkühlung jahrelang haltbar gemacht werden.Tiefgekühlte Lebensmittel können, je nach Art, zwischen 3 Monaten und 5 Jahren gelagert werden, wobei der Vitamin B-Gehalt nach 2 Jahren um bis zu 30% abnehmen kann.
    • Trockenlagerung: Lebensmittel wie Reis, Bohnen und Nudeln sollten in einem trockenen Raum gelagert werden, um Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden. Die Trockenlagerung kann den Vitamin A-Gehalt von Gemüse um bis zu 20% erhöhen.
    • Lichtschutz: Lebensmittel sollten vor direktem Sonnenlicht geschützt werden, da dies ihre Nährstoffe zerstören und ihre Haltbarkeit verkürzen kann. Die Lagerung im Dunkeln kann den Vitamin C-Gehalt von Früchten um bis zu 30% erhöhen.

    Rotation

    • System: Ein gut organisierter Vorratsschrank, bei dem ältere Lebensmittel vorne und leicht zugänglich gelagert werden, ist unerlässlich. Dies stellt nicht nur sicher, dass die Lebensmittel frisch bleiben, sondern auch, dass sie ihren Nährwert behalten. Ein solches System minimiert auch die Verschwendung von Lebensmitteln, da man immer weiß, was als nächstes verbraucht werden muss.
    • Beschriftung: Das Beschriften von Lebensmitteln mit dem Kauf- oder Lagerdatum hilft, den Überblick zu behalten. Es ist eine einfache, aber effektive Methode, um sicherzustellen, dass ältere Produkte zuerst verbraucht werden. Durch das Beschriften kann man auch den Nährstoffverlust minimieren, da man genau weiß, wie alt jedes Produkt ist.
    • Regelmäßige Überprüfung: Es ist ratsam, den Vorrat mindestens einmal im Jahr zu überprüfen. Dabei sollten abgelaufene oder verdorbene Lebensmittel aussortiert werden. Eine regelmäßige Überprüfung hilft nicht nur, den Nährwert der Lebensmittel zu erhalten, sondern auch, potenzielle Gesundheitsrisiken durch verdorbene Produkte zu vermeiden.
    • Verbrauchsreihenfolge: Eine klare Liste oder ein Plan, welches Lebensmittel zuerst verbraucht werden sollte, kann sehr hilfreich sein. Dies stellt sicher, dass alle Lebensmittel rechtzeitig und in bestem Zustand verbraucht werden. Es verhindert auch, dass bestimmte Lebensmittel vergessen und somit verschwendet werden.
    • Lagerungsbedingungen: Die Bedingungen, unter denen Lebensmittel gelagert werden, spielen eine entscheidende Rolle für ihre Haltbarkeit. Es ist wichtig, regelmäßig Temperatur, Feuchtigkeit und Lichtverhältnisse zu überprüfen. Ein kühler, trockener und dunkler Ort ist oft ideal. Durch optimale Lagerbedingungen kann der Nährstoffgehalt der Lebensmittel maximiert und ihre Haltbarkeit verlängert werden.

    Wasservorrat

    • Lagerung: Für den täglichen Bedarf wird empfohlen, pro Person mindestens 2 Liter Wasser zu lagern. Bei einer vierköpfigen Familie entspricht das 240 Liter für einen Monat. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass der Bedarf je nach körperlicher Aktivität und Klima variieren kann.
    • Reinigung: Wasserreinigungstabletten oder -filter sind essenzielle Hilfsmittel, um Trinkwasser im Notfall zu gewährleisten. Solche Tabletten oder Filter können effektiv Bakterien, Viren und andere Verunreinigungen aus dem Wasser entfernen, was besonders wichtig ist, wenn man sich auf unsichere Wasserquellen verlassen muss.
    • Wasserquellen: Es ist wichtig, verschiedene Wasserquellen in Betracht zu ziehen, falls die Hauptquelle nicht mehr verfügbar ist. Natürliche Wasserquellen wie Flüsse, Seen oder Quellen können eine gute Alternative sein, wobei man stets die Qualität des Wassers überprüfen sollte, da sie oft mehr Mineralien und potenzielle Verunreinigungen enthalten können.
    • Wasseraufbewahrung: Die Wahl des richtigen Behälters für die Wasseraufbewahrung ist entscheidend. Behälter aus rostfreiem Stahl oder Glas sind oft die bessere Wahl, da sie das Wasser vor Verunreinigungen schützen und keine schädlichen Chemikalien abgeben. Es ist auch ratsam, die Behälter an einem kühlen, dunklen Ort zu lagern, um das Wachstum von Algen und Bakterien zu verhindern.
    • Wasserkonservierung: Um das Wasser über längere Zeiträume haltbar zu machen, kann das Hinzufügen von Konservierungsmitteln wie Chlor oder Silberionen hilfreich sein. Diese Mittel töten Bakterien und andere Mikroorganismen ab und verhindern so die Verunreinigung des Wassers. Es ist jedoch wichtig, das Wasser vor dem Trinken zu filtern oder abzukochen, um eventuelle Rückstände zu entfernen.

    Konservierungsmethoden

    • Einkochen: Hierbei werden Lebensmittel in Gläsern erhitzt und vakuumversiegelt. Dies schützt sie vor Bakterien und anderen Mikroorganismen. Eingekochte Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Fleisch können bis zu 5 Jahre haltbar sein. Es ist jedoch wichtig, die Gläser regelmäßig auf Undichtigkeiten oder Schimmelbildung zu überprüfen.
    • Trocknen: Obst, Gemüse und Fleisch werden ihrer Feuchtigkeit entzogen, was das Wachstum von Mikroorganismen verhindert. Getrocknete Tomaten, Apfelringe oder Beef Jerky behalten bis zu 4 Jahre einen Großteil ihres Nährstoffgehalts, wenn sie an einem kühlen und trockenen Ort gelagert werden.
    • Salzen: Durch das Einlegen von Lebensmitteln in Salz wird Wasser entzogen, was das Wachstum von Bakterien hemmt. Salzheringe oder gesalzenes Fleisch können bis zu 2 Jahre gelagert werden, sollten aber vor dem Verzehr gut gewässert werden, um überschüssiges Salz zu entfernen.
    • Räuchern: Fleisch und Fisch werden über Holzrauch gehängt, was ihnen nicht nur ein rauchiges Aroma verleiht, sondern sie auch konserviert. Geräucherter Lachs oder Schinken sollten kühl gelagert werden und halten bis zu 8 Monate.
    • Fermentieren: Bei der Fermentation werden Lebensmittel durch Milchsäurebakterien haltbar gemacht. Produkte wie Sauerkraut, Kimchi oder Kombucha können bis zu 6 Monate gelagert werden und sind zudem gut für die Darmgesundheit.

    Energiequellen für die Zubereitung

    • Gaskocher: Ein tragbarer Gaskocher ist ein unverzichtbares Werkzeug für Prepper. Er ist leicht, kompakt und kann in verschiedenen Situationen eingesetzt werden, von Campingausflügen bis hin zu Stromausfällen. Die Brenndauer einer Standard-Gaskartusche variiert je nach Intensität der Flamme, aber im Durchschnitt kann man mit einer Kartusche bis zu 3 Stunden kochen. Es ist ratsam, zusätzliche Gaskartuschen zu lagern und den Kocher regelmäßig auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen.
    • Solarkocher: Dieses innovative Gerät nutzt die Kraft der Sonne, um Lebensmittel zu kochen, was es zu einer umweltfreundlichen Option macht. An klaren, sonnigen Tagen kann ein Solarkocher Wasser in etwa 30 Minuten zum Kochen bringen. Es ist wichtig, den Kocher in einem Winkel zu positionieren, der das meiste Sonnenlicht einfängt. Ein Vorteil des Solarkochers ist, dass er keine Brennstoffquelle benötigt, was auf lange Sicht Kosten spart.
    • Holzofen: Ein Holzofen ist ein traditionelles Kochgerät, das Holz als Brennstoff verwendet. Er kann sowohl zum Kochen als auch zum Heizen verwendet werden. Ein Kilogramm trockenes Holz kann etwa 4.000 kcal Energie liefern, was ausreicht, um mehrere Mahlzeiten zuzubereiten. Es ist wichtig, trockenes Holz zu verwenden, um eine effiziente Verbrennung zu gewährleisten und Rauchbildung zu minimieren. Ein Holzofen kann auch in Situationen nützlich sein, in denen andere Brennstoffquellen nicht verfügbar sind.
    • Biolite-Kocher: Dieser vielseitige Kocher verbrennt Biomasse wie Zweige, Blätter und Tannenzapfen und erzeugt dabei Wärme zum Kochen und elektrische Energie. Er kann auch als Ladegerät für kleine elektronische Geräte wie Handys oder Taschenlampen verwendet werden. Der Biolite-Kocher ist kompakt, realtiv leicht und für den mobilen Einsatz geeignet. Es ist ratsam, den Kocher regelmäßig zu reinigen und sicherzustellen, dass die elektrischen Komponenten ordnungsgemäß funktionieren.

    Nahrungsergänzungsmittel

    • Vitamintabletten: Während einer Krise kann es schwierig sein, alle notwendigen Vitamine und Mineralien aus der Nahrung zu erhalten. Vitamintabletten können eine praktische Lösung sein, um sicherzustellen, dass man alle notwendigen Nährstoffe erhält. Insbesondere Vitamin C, das für das Immunsystem wichtig ist und in vielen Früchten und Gemüsen vorkommt, kann in Tablettenform eine längere Haltbarkeit haben und ist nicht hitzeempfindlich.
    • Proteinpulver: In Zeiten, in denen der Zugang zu frischem Fleisch eingeschränkt sein könnte, ist Proteinpulver eine wertvolle Ergänzung. Es bietet eine konzentrierte Proteinquelle, die zur Muskelreparatur und -erhaltung beiträgt. Es ist auch leicht zu lagern und kann mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten gemischt werden.
    • Fischöl-Kapseln: Omega-3-Fettsäuren sind essentiell für die Gesundheit und kommen hauptsächlich in fettem Fisch vor. Fischöl-Kapseln sind eine praktische Möglichkeit, diese wichtigen Fettsäuren zu sich zu nehmen, insbesondere wenn der Zugang zu frischem Fisch eingeschränkt ist. Sie unterstützen das Herz-Kreislauf-System und können Entzündungen im Körper reduzieren.
    • Kalziumtabletten: Kalzium ist entscheidend für die Knochengesundheit. In Situationen, in denen der Zugang zu Milchprodukten oder anderen kalziumreichen Lebensmitteln eingeschränkt ist, können Kalziumtabletten eine wichtige Rolle spielen. Sie helfen, den täglichen Kalziumbedarf zu decken und das Risiko von Knochenbrüchen zu verringern.

    Hygiene in der Küche

    • Desinfektionsmittel: In Zeiten, in denen Krankheitserreger eine Bedrohung darstellen könnten, ist es unerlässlich, Oberflächen sauber zu halten. Ein gutes Desinfektionsmittel kann bis zu 99,9% der Bakterien abtöten. Es ist wichtig, sowohl Hände als auch Arbeitsflächen regelmäßig zu desinfizieren, insbesondere nach dem Umgang mit rohem Fleisch oder anderen potenziell kontaminierten Lebensmitteln.
    • Handwaschstation: Die Hände sind oft der Hauptüberträger von Krankheitserregern. Eine gut ausgestattete Handwaschstation mit fließendem Wasser, Seife und Einweghandtüchern ist unerlässlich. In Krisenzeiten, in denen das Wasser knapp sein könnte, können auch handbetriebene Pumpen oder Regenwassersammelsysteme nützlich sein, um eine konstante Wasserversorgung sicherzustellen.
    • Konservierung von Resten: In einer Situation, in der Lebensmittel knapp sind, ist es wichtig, keine Reste zu verschwenden. Reste sollten jedoch sicher aufbewahrt werden, um das Risiko einer Lebensmittelvergiftung zu minimieren. Nach der Zubereitung sollten sie so schnell wie möglich gekühlt und innerhalb von 3-4 Tagen verzehrt werden. Es ist auch ratsam, Reste in durchsichtigen Behältern zu lagern, damit man leicht erkennen kann, was darin ist und wie frisch es aussieht.
    • Luftdichte Behälter: Die Lagerung von Lebensmitteln in luftdichten Behältern kann ihre Haltbarkeit verlängern und verhindern, dass Schädlinge eindringen. Es ist auch eine gute Idee, Lebensmittel in kleineren Portionen zu lagern, damit man nicht jedes Mal, wenn man etwas benötigt, einen großen Behälter öffnen muss.
    • Regelmäßige Reinigung: Neben der Desinfektion ist es wichtig, die Küche regelmäßig gründlich zu reinigen. Dies beinhaltet das Wischen von Oberflächen, das Fegen und Wischen von Böden und das Reinigen von Geräten. Ein sauberer Raum reduziert das Risiko von Kreuzkontaminationen und hält Schädlinge fern.

    Werkzeuge und Utensilien

    • Manuelle Dosenöffner: In Zeiten, in denen der Strom ausfallen könnte, ist ein manueller Dosenöffner unerlässlich. Er benötigt keine Elektrizität und kann bei richtiger Pflege und Lagerung jahrelang halten. Es ist ratsam, einen zusätzlichen Dosenöffner als Backup zu haben, falls der Hauptöffner verloren geht oder beschädigt wird.
    • Mörser und Stößel: Dieses traditionelle Werkzeug ist perfekt zum Zerkleinern und Mischen von Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten. Es ermöglicht auch das Freisetzen von Aromen und Ölen aus trockenen Gewürzen, die in der Prepper-Küche von Vorteil sein können, um Geschmack und Vielfalt zu den Mahlzeiten hinzuzufügen. Ein Mörser und Stößel aus Stein oder Keramik ist langlebig und kann bei richtiger Pflege ein Leben lang halten.
    • Manuelle Kaffeemühle: Kaffee ist für viele ein unverzichtbarer Luxus, selbst in Krisenzeiten. Eine manuelle Kaffeemühle ermöglicht es, frischen Kaffee zu mahlen, selbst wenn der Strom ausfällt. Darüber hinaus kann sie auch zum Mahlen von anderen trockenen Zutaten wie Gewürzen oder Getreide verwendet werden. Bei richtiger Pflege und Reinigung kann eine solide Kaffeemühle viele Jahre halten.
    • Wasseraufbereitungstabletten: Sauberes Trinkwasser ist in Notfallsituationen von entscheidender Bedeutung. Wenn die Hauptwasserversorgung kontaminiert ist oder nicht verfügbar ist, können Wasseraufbereitungstabletten verwendet werden, um unsicheres Wasser trinkbar zu machen. Sie sind leicht, kompakt und können in großen Mengen gelagert werden. Es ist wichtig, das Verfallsdatum zu beachten und sicherzustellen, dass sie in einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, um ihre Wirksamkeit zu erhalten.


    Die Bedeutung der Vorbereitung: Historische Lektionen über das Überleben durch Nahrungsvorsorge

    In der Geschichte der Menschheit gab es zahlreiche Beispiele dafür, wie die richtige Vorbereitung in Bezug auf Nahrung und Küche den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen konnte. Diese Geschichten sind nicht nur faszinierend, sondern auch lehrreich, da sie die Bedeutung der Voraussicht und Vorbereitung in Krisenzeiten unterstreichen.

    Die Belagerung von Leningrad (1941-1944): Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt Leningrad (heute St. Petersburg) von den deutschen Truppen belagert. Die Belagerung dauerte 872 Tage und führte zu einer der schlimmsten Hungersnöte in der Geschichte. Viele Bewohner hatten jedoch Vorräte angelegt, darunter eingelegtes Gemüse, getrocknetes Fleisch und Getreide. Diese Vorräte wurden oft in geheimen Verstecken gelagert und halfen vielen Familien, die härtesten Wintermonate zu überstehen.

    Die Donner-Party (1846-1847): Eine Gruppe von amerikanischen Siedlern, die als Donner-Party bekannt wurde, geriet in den schneebedeckten Bergen von Kalifornien in eine verzweifelte Lage. Während einige Mitglieder der Gruppe tragischerweise dem Kannibalismus verfielen, überlebten andere, indem sie ihre Vorräte rationierten und sogar Leder und Knochen kochten, um Nährstoffe zu extrahieren.

    Die Kubakrise (1962): Während der Kubakrise, als die Welt am Rande eines nuklearen Krieges stand, begannen viele Menschen in den USA und anderen Ländern, Vorräte anzulegen. Keller wurden zu Schutzräumen umfunktioniert, und viele Familien lagerten Wasser, Konserven und andere Grundnahrungsmittel ein. Obwohl der Konflikt glücklicherweise ohne Krieg endete, waren viele Menschen dank ihrer Vorbereitungen für den schlimmsten Fall gerüstet.

    Die Große Hungersnot in Irland (1845-1852): Während der Kartoffelfäule, die die Hauptnahrungsquelle der Iren zerstörte, überlebten viele Familien, indem sie auf alternative Nahrungsquellen zurückgriffen. Getrockneter Fisch, Seetang und Wildpflanzen wurden zu wichtigen Nahrungsquellen. Diejenigen, die Vorräte an Getreide und anderen Lebensmitteln hatten, waren besser in der Lage, die schlimmsten Jahre der Hungersnot zu überstehen.

    Die Belagerung von Sarajevo (1992-1996): Während des Bosnienkrieges war Sarajevo fast vier Jahre lang von serbischen Truppen belagert. Die Stadt war von der Außenwelt abgeschnitten, und Nahrungsmittel wurden knapp. Die Bewohner wurden erfinderisch und nutzten alles, was sie finden konnten, von Gras bis hin zu Schnecken. Viele überlebten dank ihrer Vorräte an Konserven, getrockneten Bohnen und Reis.

    Die Große Depression (1929-1939): Während der Wirtschaftskrise in den USA und vielen anderen Teilen der Welt mussten die Menschen lernen, mit weniger auszukommen. Viele Familien bauten Gemüsegärten an und hielten Hühner oder Ziegen, um sich selbst zu versorgen. Das Einmachen von Obst und Gemüse wurde zu einer wichtigen Fähigkeit, um Nahrung für die Wintermonate zu konservieren.

    Die Hungersnöte in Nordkorea (1994-1998): Während der 1990er Jahre erlebte Nordkorea mehrere Jahre extremer Nahrungsmittelknappheit. Viele Nordkoreaner überlebten, indem sie wilde Pflanzen, Rinde und sogar Erde aßen. Diejenigen, die Vorräte an Reis, Mais und anderen Grundnahrungsmitteln hatten, konnten die schlimmsten Jahre besser überstehen.

    Die Hungersnot in Bengalen (1943): Während des Zweiten Weltkriegs führten eine Kombination aus Krieg, Dürre und schlechter Verwaltung zu einer schweren Hungersnot in der Provinz Bengalen in Indien. Viele Familien überlebten, indem sie ihre Vorräte rationierten und alternative Nahrungsquellen wie Wasserpflanzen und wilde Früchte nutzten.

    Die Belagerung von Malta (1940-1942): Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Insel Malta von den Achsenmächten belagert. Die Inselbewohner litten unter ständigen Luftangriffen und einer Blockade, die die Nahrungsmittelzufuhr abschnitt. Trotz der extremen Bedingungen konnten viele Malteser dank ihrer Vorräte und der Unterstützung der Alliierten überleben.

    Diese Beispiele aus verschiedenen Teilen der Welt und aus verschiedenen Zeiträumen zeigen, dass die Fähigkeit, sich auf Notfälle vorzubereiten, auch mit einem Survival Training, zum Beispiel mit Ronny, und sich an veränderte Umstände anzupassen, oft den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen kann. Es ist eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, immer vorbereitet zu sein und die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse zu haben, um in Krisenzeiten zu überleben.

  • Viele bunkern halt nur Dosen und Trockenzeug, aber was, wenn’s mal wirklich frisch sein muss? Sprossen (aus Linsen, Mungbohnen, Weizen etc.) kannst du mit ganz wenig Wasser überall ziehen – das dauert ein paar Tage und bringt super Vitamine. Und Wildkräuter gibt’s überall um die Ecke, zumindest die Basics wie Brennnessel, Giersch, Löwenzahn... (Nicht zu vergessen, dass man da auch Tee draus machen kann!) 🍀

  • Wichtig finde ich gute Küchenmesser und ein einfacher Schleifstein. Gerade beim Zerlegen von Wild oder einfach nur beim Zubereiten von Mahlzeiten unter einfachen Bedingungen macht stumpfes Werkzeug echt keinen Spaß und kann sogar gefährlich werden. Außerdem hab ich mir angewöhnt, ein kleines Not-Herdset parat zu haben – so ein klappbarer Hobo-Ofen oder ein Spirituskocher, falls Gas oder Strom ausfallen. Damit kann man eigentlich überall mal schnell was erhitzen oder Wasser abkochen.

  • Wie sieht’s eigentlich mit Abfallmanagement in der Prepper-Küche aus? Müllsack ist klar, aber wenn die reguläre Müllabfuhr nicht mehr fährt, staudert sich der Rotz schnell. Robustere Tonnen oder dicke Eimer (mit Deckel!) am Start zu haben, macht den Unterschied – vor allem zur Geruchs- und Ungezieferabwehr. Kompostierung für Bioabfälle wäre auch was; ist aber in der Wohnung wieder nicht so trivial. Wie löst ihr das? Vielleicht gibt’s da Tricks (ich test grade Bokashi).

    Viele unterschätzen, wie nervig fehlendes Wasser für die Küche werden kann. Klar, ein Wasserkanister mit Hahn ist Standard, aber ich hab mir sogar extra billige Plant-Sprühflaschen hingestellt. Damit kann man auch ohne viel Wasser Dinge wie Geschirr vorklären oder mal kurz Gemüse „abduschen“. Spart enorm, und reicht oft für den ersten Schmock, bevor man das wertvolle Wasser nimmt. Vielleicht bisschen albern, aber hilft, ehrlich gesagt.

    Zum Kochen selbst – ich schwör auf so nen einfachen Gusseisentopf (Dutch Oven). Der geht über Feuer, Ofen, sogar eingebuddelt… damit kriegst du echt alles warm oder haltbar. Nachteil: Sauschwer, aber in stationärer Prepper-Küche unschlagbar. Hat jemand schon mit dem sogenannten „Wonderbag“ experimentiert? Ist wie ne einfache Kochkiste, hält Essen warm und gart weiter – soll ja Energie sparen.

    Noch ein Punkt: Verschiedene Mengen Salz lagern, nicht nur für Geschmack, sondern auch zum Pökeln. Mit Zucker zusammen kann man Fleisch & Gemüse länger haltbar machen (Salzlake, Einlegen, Soulfood eben!). Viele lagern das zu wenig ein, find ich. Vielleicht habt ihr noch Ideen, was man leicht übersehen kann?

  • Ich hab immer eine starke Stirnlampe und ein paar batteriebetriebene LED-Leuchten in Reserve, damit man beim Kochen, Schnippeln oder Abspülen noch sieht, was man tut. Auch können Gerüche beim Kochen (z.B. durch Konserven oder Fleisch) im Ernstfall ziemlich verräterisch sein. Schon mal drüber nachgedacht, wie man das minimiert?

  • Ich finde ja, viele unterschätzen, wie wichtig ein gutes System zur Vorratsrotation ist – wenn dsa Zeug älter wird und dann plötzlich alles auf einmal abläuft, bringt das wenig. Ich hab mir dafür einen simplen Kalender in die Küchentür gehängt, auf dem ich vermerke, was wann raus muss. Klar, klingt erstmal oldschool, aber in Krisenzeiten will ich ja nicht den Überblick verlieren oder unnötig wegwerfen. 🍅

    Außerdem hab ich mir angewöhnt, regelmäßig kleine „Stromausfall-Tests“ zu fahren: Einfach mal nen Tag alles ohne Strom machen – Kochen, Spülen, Schnippeln… das zeigt schnell, wo noch Lücken im Equipment oder den Skills sind. Ihr glaubt nicht, wie nervig eine vergessene Kurbel-Reibe wird, wenn der Strom wirklich weg ist und man vll Möhren schnitzen will… Bin gespannt, wie ihr das seht!

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