Mission accomplished

Ronny und Daniel haben die Tour erfolgreich beendet.
Einige Bilder der Negev Wüstendurchquerung finden Sie hier:
Bilder Israelexpedition.
Den Film zur Tour und einen kleinen Reisebericht finden Sie am Ende der Seite.

Team-Survival - Die autarke Durchquerung der Negev Wüste in Israel

Nur zwei Arten von Menschen ertragen das Leben in dieser Wüste: Verrückte und Propheten

Diese Aussage stammt aus dem Buch "Bericht an Greco" von Nikos Kazantzakis. Nun gut, Propheten sind wir schon einmal nicht. Verrückte? Ein bisschen vielleicht. Aber, eigentlich sehen wir uns als Menschen, die ihre eigenen Grenzen erreichen und überschreiten möchten.

Nach unseren letzten Aktionen wird es Zeit für etwas Neues. Deshalb möchten wir am 02.02.2014 eine neue Klimazone in Angriff nehmen und unsere bekannte Umgebung verlassen. Auch dreht es sich diesmal nicht um ein Survival-Szenario, sondern wir werden das Thema der Aktion auf die komplett autarke Versorgung ab Start, die sehr große Strecke in einer Wüstenregion, mediale Eindrücke dieser wunderbaren und doch so fremden Region und den Kontakt zu den Bewohnern legen.


Das Team: Ein Ex-Fallschirmjäger und ein veganer Naturliebhaber

Ronny Schmidt

Ronny Schmidt

Survivor, ehemaliger Fallschirmjäger bei den Krisenreaktionskräften.

Verfechter von Realistic- und militärischem Survival.

Sein Survival Motto: The Only Easy Day Was Yesterday!

Daniel Meier

Daniel Meier

Veganer, Tier- und Naturliebhaber aus Überzeugung.

Philosophie: Zurück zur Natur, Bushcrafter aus Leidenschaft.

Für Ihn ist die wichtigste Eigenschaft beim Survival der Sinn für Humor.

 


Die Aufgabe: Eine autarke Durchquerung der Negev Wüste in Israel

Mit dieser Expedition möchten wir Ihnen einen interessanten Einblick in die Erlebnisse der beiden Protagonisten auf der Tour in Verbindung mit wunderbaren Eindrücken vom heiligen Land und den Bewohnern der durchquerten Gebiete geben. Die Strecke führt durch eine Steinwüste und felsiges Gelände. Die Versorgung soll durch Mitnahme einer Mindestmenge an Verpflegung und den benötigten Bedarf an Wasser komplett autark erfolgen.

Das benötigte Wasser werden wir in unseren Sulkys transportieren, da eine Mitnahme in Rucksäcken durch die benötigte Menge nicht möglich ist (ca. 40 Liter pro Person). Die Verpflegung wird bei Ronny nur aus Chia Samen und Matcha, bei Daniel aus landestypischen Nahrungsmitteln wie Trockenfrüchten und Nüssen etc. bestehen, da diese ohne Kühlung sehr einfach zu transportieren sind.





Die Strecke: 225 km Länge | Steinwüste | Keine gesicherte Wasserversorgung

Die Anreise: Ankunft in Tel-Aviv, von dort fahrt mit einem Mietwagen nach Mitzpe, dem Startpunkt der Tour. Die Route wird u.a. über ein Teilstück des Israelian-National-Trail(hebräisch ?שביל ישראל, Schvil Jisra'el) verlaufen. Die Negev Wüste wird somit über eine Nord-Süd Querung durchquert. Start der Tour wird in Mitzpe Ramon bzw. etwas Östlicher im Machtesch Ramon sein. Die Route folgt von dort entlang dem Rand der Arava-Senke, bis nach Eilat an das Rote Meer. Die reine Laufstrecke ohne An/Abreise muss in 10 Tagen absolviert werden.

 


Unterstützer, Freunde und Förderer: Eine Zusammenarbeit der Besten!

Große Herausforderungen erfordern einen hohen Anspruch an die Ausrüstung! Zwei Hochleistungs-Ausrüstungstücke werden uns für diese Expedition von Mike Stewart persönlich zur Verfügung gestellt!

Mike Stewart lebt in Escanba Michigan, USA. Als Gründer und Inhaber der Messermacherei "Bark-River Knives and Tools" (www.barkriverknifetool.com) hat Mike selbst sehr viel Freude an dem Thema Bushcraft und Survival.

BRKT überlässt uns 2 Exemplare des Modells "Bushcrafter" in CPM 3V Stahl. CPM3V ist ein Pulvermetallurgischer Hochleistungsstahl der uns in allen Lagen gute Dienste leisten wird und auch wird müssen!

Seinen persönlichen Einsatz, um bestmögliche Werkzeuge zu garantieren, möchten wir hier sehr gerne hervorheben. Zitate aus den Gesprächen:


"It is very exciting. I will make sure these are perfect and razor sharp."
"I think it is important to give people wilderness learning skills and sharing them is a high priority for us.
Mike"


Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und dürfen nun mit Stolz, Mike Steward zu unseren Freunden und Unterstützern auf unseren Wegen zählen.

Auch in Deutschland sind die Messer von Bark River Knives and Tools "BRKT" zu beziehen. Seit Jahren etabliert und in der Messerszene bekannt ist das Team von Klingenwelt.de um Jenni Döpgen (www.Klingenwelt.de)
Thanks Mike for your Support!


Ronny wird auf der Tour das Rescue Tarp der Firma Begadi (www.begadi.com) verwenden, welches von ihr dafür zur Verfügung gestellt wurde.

Das Rescue Tarp ist das neueste Tarp das wir ins Programm aufgenommen haben, um auf die Bedürfnisse von professionellen Anwendern, Soldaten, Alpinisten und Survivalisten einzugehen. Es ist entwickelt als Backup oder für den erweiterten Survivalkit oder wo sonst gute Sichtbarkeit / Identifikation nötig ist. Aufgrund seines geringen Gewichtes und geringen Packmaß kann das Tarp selbst in kleinsten Taschen verstaut werden und eignet sich daher bestens für Ultra-Leicht Touren oder als Tarp im Smock. Das Tarp ist aus einem zweiseitig beschichteten RipStop Nylonstoff gefertigt. Die Innenseite ist reflektierend silber beschichtet, die Aussenseite in signal-orange, sodass sie weithin sichtbar ist! .
Thanks Begadi for your Support!


Da Ronny als einzige Nahrung in Israel auf Chia-Samen und Matcha zurückgreifen wird, sind wir Stolz, in CHIAMIND (http://www.chiamind.de) einen weiteren Förderer gefunden zu haben. CHIAMIND wird auch nach der Israeltour ein Unterstützer von Team-Survivals Expeditionen und sportlichen Herausforderungen bleiben.

Nach Jahren positiver Erfahrungen bei der Verwendung von „Chia – Samen“ bei sportlichen Aktivitäten, entstand im November 2011 „Chiamind – Performance“. Inspiriert von den mexikanischen Tarahumara Indianern, die täglich mehrere hundert Kilometer laufen und sich fast ausschließlich mit der Chiasaat versorgen, hat sich die in Norddeutschland ansässige Firma auf die Fahnen geschrieben, diese „magische“ Saat einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der „Run“ auf dieses südamerikanische Getreide hält weltweit an. Die Devise „Natural Nutrition“ berührt immer mehr Menschen und sorgt für ein Umdenken in Sachen Ernährung. Wer sich gesund ernähren, seine Leistungsfähigkeit körperlich wie mental erhöhen, oder ein paar Pfunde verlieren möchte, hat in dieser unscheinbar wirkenden Saat ein imposantes Geschenk der Natur entdeckt. Die Inhaltsstoffe der Chia – Saat sprechen für sich.

Da viele Menschen die angesprochenen Chia-Samen oder Matcha nicht kennen werden, hier ein kurzer Überblick, was Ronny auf der Tour überhaupt essen wird:


Chia
Chiasamen verfügen über einen Rekordanteil an Omega – 3 und – 6 Fettsäuren im exzellenten Verhältnis von 3:1. Ausserdem ist die Saat reich an Proteinen, Ballaststoffen, Mineralien, Antioxidantien und Vitaminen. Eine weitere herausragende Eigenschaft von Chia ist die Fähigkeit zur 7-12 fachen Wasseraufnahme ihres Eigengewichtes. Die Formung eines Polysaccharid-Gels aus Faser- und Ballaststoffen verhindert den vorzeitigen Abbau der Kohlenhydrate durch die Enzyme im Magen und reguliert somit den Blutzuckerspiegel. Der Körper wird über längere Zeit mit Energie versorgt. Ein wichtiger Aspekt für Sportler bei langen Trainingseinheiten und Wettkämpfen. Außerdem genießt der Athlet durch den hohen Anteil an hochwertigen Proteinen und den lebensnotwendigen Aminosäuren, einen stärkeren und schnelleren Muskelaufbau.

Matcha-Kapseln mit Seewasser
Bei längeren Trainingseinheiten oder Wettkämpfen kann der Schweißverlust große Probleme bereiten, denn er bringt einen Verlust von Mineralstoffen und Spurenelementen mit sich, die der Körper besonders in der sportlichen Aktivität dringend benötigt. Ein rapider Leistungsabfall ist oftmals die Folge. Mit den Kapseln aus Seewasser und Matcha Grünteepulver kann hier vorgebeugt werden. Die „Pure Seawater & Matcha Powder“ Kapseln sind ein hundertprozentiges Naturprodukt ohne jegliche Zusätze. Sie sind Diabetiker – geeignet und 100 % vegan. Bei der Einnahme der empfohlenen drei Kapseln wird allein der tägliche Magnesiumbedarf zu mehr als 50% gedeckt.
Thanks CHIAMIND for your Support!

 


Als Zelt wird Ronny das Helsport Ringstind light 1 Expeditionszelt, welches von seinem Sponsor, der Sack & Pack Reiseausrüstungen GmbH aus Krefeld (www.sackundpack.de) zur Verfügung gestellt wurde, verwenden. Sack & Pack führt in seinem Ladengeschäft in Krefeld und dem Onlineshop ein großes Sortiment hochwertiger Outdoorprodukte und ist der Händler mit der Europaweit wohl größten lagernden Auswahl an Schlafsäcken und Daunenbekleidung des US-Premium-Herstellers WesternMountaineering.

Das Ringstind ist der Nachfolger des viele Jahre populären Helsport Zeltes Stetind - des zu seiner Zeit wohl leichtesten vollwertigen 4-Jahreszeiten Ultraleichtzeltes. Bei der Neu-Konstruktion des Ringstind ist wiederum ein Zelt mit enorm leichtem Gewicht und sehr kleinem Packmaß entstanden.
Thanks Sack & Pack for your Support!



Der Film und Daniels Reisebericht zur Durchquerung der Negev Wüste


Der Plan:
Es sollte bei unserem diesjährigen Abenteuer mal eine andere Klimazone sein. WÜSTE, ist der Begriff der uns da als erstes in den Sinn kam. Ein Ort der Extreme, genau unser Ding! Dazu sollte es dieses Mal keine klassische Survival-Tour ohne Ausrüstung werden. Dennoch sollte es auch wieder eine Herausforderung sein, ein "Ar***Aufriss" denn "Einfach" kann schließlich jeder! Die geplante Tour hatte also folgende Auflagen: 220 Kilometer in 10 Tagen, zu Fuß und Autark! Autark bedeutete in unserem Fall: Nahrung und Wasser für die gesamte Tour müssen mit eigener Muskelkraft transportiert werden. Das Anlegen von Wasserdepots oder das Einkaufen von Nahrung und Getränke während der Tour war uns nicht gestattet! Auch wenn es entlang der ausgewiesenen Wanderrouten, immer wieder Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Das Klima im Februar ist sehr heiß, dennoch nicht mit dem der Sahara beispielsweise zu vergleichen. Wir hatten Höchsttemperaturen von ca. 36°C, in den Sommermonaten steigen die Temperaturen locker auf 45°C oder mehr. Die Negev eine Steinwüste, was unser Vorankommen erheblich erleichtern sollte (Dachten wir) Diese Eigenschaften, gepaart mit unserem persönlichen Interesse am Land, haben letztlich keine andere Wahl zugelassen! Flug buchen, Tour planen, Spaß haben!

Ausrüstung:
Ich habe sehr viel Erfahrung mit Outdoor Touren jeglicher Couleur! Von Survival-Touren mit Minimal- Ausrüstung bis zu ausgedehnten Trekking-Touren mit vollgepackten 70 Liter Säcken! Darum fiel mir die Wahl der Ausrüstung wenig schwer, auch wenn die angegangene Klimazone völlig neu für mich war! Ein Zelt (Northface Tadpole), Isomatte (Z-Lite), Schlafsack (Freetime Micropack 600) bildeten mein Schlaf- Setup. Anforderungen an das Zelt: Es sollte frei stehen ohne abgespannt werden zu müssen und dazu sollte es vom Außenzelt separiert werden können, das Außenzelt habe ich gerne als Sonnensegel bei Pausen abgespannt, ähnlich wie ein Tarp. Anforderungen an den Schlafsack: Die Nächte werden in der Wüste, empfindlich kalt. 0°C in der Nacht ist keine Seltenheit, wenn auch nicht immer so kalt. Jedoch gab es keine Nacht in der das Quecksilber über 5°C stieg.

Mein Schlafsack hatte eine Komforttemperatur von 11°C und war schon sehr sehr alt, stammt aus der Zeit als ich noch Vegetarier war und nicht vegan. Mein einziger Daunenschlafsack in meinem Ausrüstungs- Fundus. Packmaß, kleiner als eine 1 Liter Nalgene. Ich bin wenig verfroren und habe ausschließlich im Zelt genächtigt, dort ist es niemals so kalt wie unter freiem Himmel. Dieser Sommerschlafsack reichte mir die gesamte Zeit über.

Zum Wassertransport (40Liter) habe ich mich für die Wassersäcke der Schweizer Armee entschieden. Diese Säcke sind äußerst Robust, haben ein sehr zuverlässig arbeitendes Auslassventil und ein Fassungsvermögen von 20 Liter. Jedoch kann und werde ich diese Säcke nicht weiter Empfehlen, das Wasser aus diesen Säcken schmeckt einfach widerlich nach Autoreifen. Nach 5 Tagen hatte ich einfach keine wirkliche Lust zu Trinken. Das Wasser schmeckte nach Gummi und ich bin bei solchen Dingen wirklich nicht empfindlich. Dennoch: Irgendwohin mussten ja die 40 Liter Wasser. Also: "Augen zu und rein damit" :)

Meine Verpflegung bestand aus 800 g. Datteln, 400 g. getrocknete Beeren, 600 g. Nüsse, einer 350 g. Dose Baked-Beans und einer Dose gefüllte Weinblätter. Die Bohnen und die Weinblätter waren jedoch unnötig, einfach nur dabei um mal was anderes als Nüsse beißen zu können. Ein robuster Rucksack den ich auf die Sulky schnallen konnte, dieser war der S.O.Tech Mission-Pack-Trek. Dieses Teil ist für mich nun die Referenz in Sachen Stabilität. Ein kleiner Tagesrucksack für Kamera etc. musste auch noch mit. Bei der Kleidung habe ich mich für eine leichte aber lange Baumwollhose, Lederstiefel, Baumwoll-Shirts und einem 100er Fleece entschieden.

Die Oberbekleidung habe ich bewusst in Schwarz gewählt, natürlich ist es so das schwarze Kleidung die Hitze sprichwörtlich anzieht, jedoch UV-A und UV-B Strahlung, sehr zuverlässig abschirmt. Das funktionierte bestens, keinen Sonnenbrand an Stellen wo Schultergurte beispielsweise, sehr Schmerzhaft sein können. Die 50er Sonnenmilch hat dagegen völlig versagt. Zum Glück hatte ich den Kopf und Hals mit 2, vor UV Strahlung schützenden Schlauchtüchern geschützt, nur die Nase lag frei und brutzelte entsprechend fröhlich vor sich hin, trotz Sonnenmilch. Strange! Eines der allerwichtigsten Ausrüstungsstücke war die Sonnenbrille. Nur wenige Minuten ohne Sonnenbrille waren einfach sehr unschön. Möglich, aber nicht schön!

Die Anreise:
Unser Flieger landete gegen 12 Uhr deutscher Zeit, die aktuelle Differenz: MEZ: +1:00 Stunde. Schon im Vorfeld haben wir von den verschärften Sicherheitsbestimmungen bei der Ein/Ausreise gehört, die volle Tragweite dessen war uns aber bis dahin nicht klar. Mit folgenden Fragen (ausschließlich auf Englisch oder Ivrit ) muss bei der Einreise gerechnet werden: Wo kommen Sie her, wo in Israel wollen Sie sich aufhalten? Haben Sie vor nach Palästina, Jordanien, Gaza, Ägypten zu reisen? Welcher Religion gehören Sie an? Welche Religion üben Sie aus? Was genau wollen Sie in Israel machen? Waren Sie in der Vergangenheit schon mal in arabischen Staaten? Kennen Sie jemanden in Israel? Kennen Sie jemanden in Palästina, Jordanien, Gaza oder Ägypten? ...bla bla bla! "ethnic profiling" ist hier an der Tagesordnung, muss man nicht mögen aber in Kauf nehmen, Juden werden bevorzugt, Araber müssen mit sehr Zeitintensiven Befragungen rechnen, auch Fälle in denen private E-Mail Konten und Social- Network Konten ausgelesen wurden, sind bekannt. Wer mit Laptop anreist, sollte seine Daten vorher unbedingt sichern, nicht erst einmal, ist es vor gekommen, dass diese Geräte geöffnet wurden. Soviel war klar: Es könnte länger dauern! Was aber nun nach meiner Befragung passierte, damit hätte ich nie gerechnet.

Ich wurde nun von zwei hinter mir erscheinenden, bewaffneten Sicherheitsbeamten in einen kleinen separierten Raum gedrängt, der Reisepass wurde mir abgenommen und ich durfte dann Platz nehmen. OK!? Nach ca. 1 Stunde wurde ich von einem uniformierten Mitarbeiter der Flughafensicherheit abgeholt. In einem kleinen Büro begutachtete er meinen Reisepass und stellte mir oben genannte Fragen die mir jedoch schon zu Beginn gestellt worden waren. Ich habe natürlich gesagt, dass eben genau diese Fragen schon von mir beantwortet wurden, was wenig nutzte. Also alles brav wiederholen! Einige Worte in das Walkie-Talkie, einige Klicks am PC und ich bekam nun knallhart ins Gesicht gesagt wo das Problem liegt: "Your Beard, you are pretty looking like a Muslim"! Why are you wearing this Beard?" Damit habe ich ja nun überhaupt nicht gerechnet! Meine Antwort: " I dont know, never thought about my Beard" I am not a Muslim, just Christian even never practising christian faith" Das führte dazu, dass er mich zurück an meinen Platz verwiesen hat! Wiederum 1 Stunde später holte mich ein anderer Mitarbeiter der Sicherheit ab, selbe Fragen, selbe Antworten. Auch hier wieder die sehr direkte Frage nach meinem Barte! Eigentlich ist es schon ziemlich lustig das mein Bart für so viel Aufregung sorgte :-) Ich durfte wieder Platz nehmen. 1 1/2 Stunden später kam die Nächste, eine Frau von geschätzten 25 Jahren und 155cm. Körpergröße. Die Pistole an Ihrem Gürtel machte das groteske Bild komplett! Auch hier wieder die mittlerweile sehr nervigen Fragen...und wie hätte es auch anders sein können: "Why are you wearing this Beard?" Dieses Mal musste ich ganz fürchterlich loslachen, es war einfach so witzig und unwirklich... Das Lachen versuchte Sie mit harschem Ton zu unterdrücken und natürlich auch zu hinterfragen. Ich fragte Sie dann: " You really want to know? The reason why im wearing my Beard?" Sie: "Yes, for sure" Ich: "The reason is: when i shave it, my wife would kill me" Jetzt konnte auch sie sich nicht zusammenreißen, kicherte kurz und fragte sehr interessiert nach meiner Ehefrau, kurz den Ehering gezeigt, Foto meiner Frau gezeigt und 15 Minuten später stand ich mit meinem Pass und dem Visum, bei Ronny an der Gepäckausgabe!

Direkt am Flughafen kann man sich Prepaid-Karten für sein Handy besorgen, die Verkäufer sprechen gutes Englisch und die Netzabdeckung ist Landesweit hervorragend. Selbst im Negev hatten wir mit dem Anbieter "Cellcom" zu allermeist sehr guten Handy Empfang und Netzwerkanbindung. Mit dem Leihwagen fuhren wir dann Richtung Mitzpe Ramon, einer kleinen Stadt, mitten in der Wüste. Mitzpe ist geprägt durch seine alternative Szene. Es gibt sogar ein Veganes Restaurant, einen kleinen Supermarkt und im Ganzen ist dieses Städtchen einfach nur schön.

Unser Hostel war das "The green Backpackers" ein wirklich sehr zu empfehlender Aufenthaltsort. Der Besitzer ist ein absolut cooler Typ, sehr zuvorkommend und für jeden Quatsch zu haben. Wir sind am Abend angekommen und wollten einfach nur noch schlafen. 2 Nächte haben wir dort verbracht und während dieser Zeit auch der Großstadt, Be’er Scheva, einen Besuch abgestattet. Wir musste unseren Leihwagen in Be’er Scheva abgeben da es in Mitzpe keine Avis Niederlassung gibt. Be’er Scheva ist riesig, erinnert an westlich orientierten Shopping-Städte, das Angebot an Waren ist tatsächlich ähnlich dem, was wir hier aus Deutschland kennen. Mit dem Reisebus ging es dann zurück nach Mitzpe, schließlich startete unsere Wüstentour am nächsten Tag!

Die Busse selbst sind hoch Modern, Klimatisiert und mit kostenlosem WiFi Zugang versehen, selbst USB Ladebuchsen befinden sich an der Decke, neben der Lüftung und den Leselampen. Herrlich. Etwas befremdlich war das extreme Waffenaufgebot im Bus. Mg´s, Pistolen und Granatwerfer, welche die Mitglieder der IDF stets mit sich führen müssen, befremden den westlich sozialisierten Touristen im ersten Moment doch sehr. Im Bus selbst bin ich mit einer deutschen Studentin ins Gespräch gekommen die in Mitzpe Ramon ihren Lebensgefährten besucht. So ging die Busfahrt wenigstens schnell vorbei. Am späten Abend, Sulky gepackt, Ausrüstung gecheckt, Akkus geladen...Schnell noch vor die Tür eine Rauchen und dann ab ins Bett, schließlich beginnt Morgen der Ernst der Tour.....DENKSTE!!! Ich hatte die Zigarette nicht mal halb gepafft, da sah ich zwei Schemenhafte Gestalten auf mich zukommen. "Hallo, da seit Ihr ja" ??? Es war die Studentin aus dem Bus, die mit Ihrem Freund im Arm und einer Flasche Wein, freudig Grinsend auf mich zu kam. Der Abend zog sich bis ca. 3 Uhr in der Nacht!

Tag 1 -3
Der Tag fing ziemlich mühsam an. Gegen 3 Uhr im Bett, gegen 7 Uhr ging schon der Wecker ^^ Aber man muss schließlich Prioritäten setzen und den Abend wollte ich nie wieder missen. Danke an Euch beide :-) Als wir mit unseren vollbeladenen Sulkys, draußen Standen und bereit zum Aufbruch waren, kam noch der Besitzer des "Backpackers" und wollte unbedingt nochmal eine gute Tour und viel Spaß wünschen, er war total begeistert von den Sulkys, hat drauf bestanden das Ding mal ziehen zu dürfen! Cooler Typ! Da standen wir nun, am Rande des Kraters, dem Tor in die Wüste, der Wildnis! Und hier wurde uns schnell klar welche Strapazen auf uns warten! Felsiger Abstieg ohne Weg auf dem eine Sulky fahren könnte.... Die nächsten 2 Stunden verbrachten wir also damit unsere Sulkys Meterweise die Geröllfelder hinunter zu schleppen. Erst die eine Sulky, dann die andere, Pause, zurück nach oben, die andere Sulky hinunter, absetzen, zurück nach oben und so weiter.... Entsprechend geschlaucht standen wir zwei Helden dann endlich am Fuße des Kraters, es tat sich ein irrsinnig schönes, wenn auch tristes Bild vor uns auf.

Die nächsten Kilometer kam ich aus dem Staunen nicht raus, Bizarre Felsformationen, Steine von tiefschwarz bis dunkel Lila, dazu Dornenbüsche, Sand und Schotter im Wechsel. Die Kilometer flogen nur so dahin, wir haben sehr schnell einen guten "Tritt" gefunden. Hier stellte sich das ziehen des Wanderwagens, also der Sulky, als sehr angenehm heraus. Gegen 18 Uhr, man kann die Uhr danach stellen, wird es Dunkel und dann kommt auch ziemlich schnell eine empfindliche Kälte auf. Aber wir mussten noch etwas weiter. Folgende Informationen hat uns der Besitzer des Hostels noch mitgegeben: In der Negev ist das wilde Campieren nicht erlaubt, Rangertruppen patrouillieren auch mit Infrarotgeräten.

Es gibt genug kostenfreie Campgrounds die auch als solche ausgeschildert und gut erkennbar sind. Auf den Karten (1:50000) sind sie als jeweils 5 kleine Punkte auszumachen. Feuer darf man grundsätzlich machen, jedoch gilt es als streng verboten, Holz aus der Wüste zu sammeln, heißt: Feuer darf entfacht werden, Feuerholz muss aber mitgebracht werden. NA TOLL! Egal, muss auch ohne Feuer gehen. Am Campground angekommen hieß es dann: Essen, Zelt aufbauen, schlafen.....Und dieser Schlaf war tief, sehr tief und sehr erholsam! Die Nächte in der Negev sind empfindlich kalt, habe ich ja schon erwähnt, das hat zur Folge das man nach Anbruch der Dunkelheit noch ca. 3 Stunden hat, dann sollte man sich entweder in Winterkleidung oder im Schlafsack aufhalten. Ich habe den Schlafsack bevorzugt, was auch gut so ist, die Stunden der Regeneration waren so ausreichend und am Morgen lohnte es sich erst gegen 8 Uhr aus dem Zelt zu kriechen, dann sind die Temperaturen so Warm das es regelrecht Spaß macht aus seinem Zelt zu kriechen, in dem sich nicht selten schon um 9 Uhr eine Bullenhitze angestaut hat.

Der folgende Tag war sehr heiß, ich meine wirklich heiß. Die Temperatur muss nicht immer an der 50°C Marke kratzen, um einen in die Knie zu zwingen, das fehlen von Schatten, die erhöhte Anstrengung und das gänzliche Ausbleiben von Wolken am Himmel, sorgen schon bei 36°C für Hitzewellen, dabei bin ich gerade erst 33 Jahre jung und relativ Fit! Der Weg führte uns viele Kilometer über 4x4 Straßen, also gut zu begehen und wenig fordernd und sogar für 4x4 Fahrzeuge zu befahren. Ein perfekter Tag! Wäre da nicht dieser kleine Umstand das wir nun mitten vor einer Steigung standen, Ein "Fahrräder Verboten" Schild und Serpentinen ähnliche in der Ferne auszumachende Wege am Berg, ließen alle Hoffnungen auf eine gemütliche Tagesetappe, schwinden.

Oben angekommen mussten wir erkennen das es hier noch lange nicht fertig ist mit Bergen, Geröllfeldern und Felsenstufen. Im Gegenteil, die nächsten Steigungen waren teils so extrem das ich die mit Moosgummi bezogenen Deichselstangen meiner Sulky auf den Boden Pressen musste um einen Sicheren Tritt zu finden. Ein sicherer Tritt bedeute bei 40 Grad Hanglage mit Schotterdecke oft nur ein kleiner Stein der nicht wegrutscht, an dem ich mich und die 60 Kilo Sulky, welche hinter mir den fiesen Drang nach unten verspürte, die nächsten 50 cm. weiter hoch schleppen konnte. Dann wieder absetzen, Deichsel an den Boden pressen, Stufe finden, Sulky hochziehen, absetzen, Stufe..... Und so weiter. Ein Königreich für eine Bremse... Ronny hatte Bremsen an seiner Sulky, ich habe Ihn in dem Moment dafür gehasst! Diese Steigungen haben mir tatsächlich sehr zugesetzt, ein Gefühl von einem Funken Sicherheit fehlte gänzlich. Ich bin ein tougher Hund, muss aber zugeben dass ich hier einige Mal innerlich geschrien habe.

Nach dem letzten Anstieg eröffnete sich uns ein Anblick der so nur von Göttern geschaffen worden konnte! Wir haben außerdem einen wunderschönen Ausblick auf die folgende Route gehabt. Der Weg, der endlich ersehnte Weg der Bergab führt. Wir wussten dass wir bald die Berge überwunden haben. Wir waren uns der geplanten Route sehr sicher, mussten unsere Nord-Süd Route, großenteils entlang des Israelian National Trails orientieren. Die Motivation zu der geplanten Route war jedoch von gezwungener Natur, ist im Negev doch sehr viel Militär unterwegs, riesige Gebiete auf der Karte sind rötlich eingefärbt, sogenannte: "Firing zones" Diese Zonen sind Mil. Sperrgebiet, hier wird scharf geschossen! Und das hier auch wirklich scharf geschossen wird das hört man nicht selten. Der INT führt durch viele dieser Gebiete, darf ohne weiteres belaufen werden. Jedoch bedeutet das häufig Umwege und an Stellen wie eben diese hier, da kann man nicht einfach so am Fuße des Berges abkürzen und durch die Sperrgebiete gondeln.

Das war vor wenigen Jahren noch anders, nicht ganz so verschärft und deshalb muss ich hier unbedingt Empfehlen, aktuelles Kartenmaterial vor Ort zu besorgen. Hilfsbereite Einheimische werden Euch die Legende übersetzen. Die Karten sind alle auf Hebräisch verfasst! Leider habe ich die Rechnung bisher ohne diese Rollenden Gewichte gemacht. Was zu dem Umstand führte das wir es zwar bis an diesen Wunderschönen Ort geschafft haben, es allerdings schon kurz nach 17 Uhr war! FU**!!! Und da standen die zwei Helden wieder mit Ihrem Latein ;-) Und genau in diesen Augenblicken weiß ich weshalb ich solche Touren mit Ronny unternehme, er hat einfach eine ebenso große Macke wie ich. Nach einigem Fluchen und folgendem Lachkrampf über unsere missliche Lage, wurde es auch nicht wirklich heller! Mit Stirnlampen bewaffnet führte der Weg über den Bergkamm, Wege die ca. 20 cm. schmaler waren als die Spur unserer Vehikel, abwechselnd links oder rechts ging es steil Bergab. Wäre eine der Sulkys dort abgegangen, hätte Keiner von uns das Gewicht halten können und hinunter Klettern um Ausrüstung zu retten... An einigen Stellen sicher möglich aber ziemlich Dumm! Adrenalin Pur. Es war MEGA GEIL! Gewähltere Worte wären einfach unpassend! Eine ganz besondere Stelle an der mein Rausch der Endorphine ganz besonders rein hämmerte, ein Felsvorsprung an einem Weg, so breit das ein Rad der Sulky an der Felswand links von mir rollen musste, rechts von mir ging es dann hinab. Eine Schlucht von ca. 30 Metern Höhe! Und mitten drin dieser Vorsprung! Wer schon mal gesehen hat, wie "Kit", das Auto von "Knightrider" auf zwei Rädern fährt, wird sich vorstellen können wie ich diese Passage mit der Sulky bewältigt habe.

Der weitere Weg war relativ unspektakulär, führte über riesige mit scharfem Obsidian splittern gesäumte Felder. Wir sind aber noch lange nicht unten, um zum nächsten Campground zu gelangen müssen wir wenigstens noch 2 Anstiege und diverse Abstiege meistern, Die Höhenprofile der Karte haben übles erahnen lassen :-) Unsere zweite Nacht war also Wild, hier oben kommt kein Jeep hin, hier können wir bleiben. Eine ebene Stelle zu finden um das Zelt aufzubauen war ein eigenen Bericht wert. Die Nacht war schrecklich, wir sind schon um 7 Uhr aufgebrochen, wussten ja was auf uns wartet. Sehr motivierend! Wie befürchtet waren die Anstiege sehr knackig aber bei weitem nicht so furchtbar wie am Tage davor! Die Abstiege ähnlich ungemütlich, nicht selten mussten wir die Sulkys an 1 Meter hohen Felsen ablassen oder hinaufziehen. Zwischendurch wurden wir mit ebenen Flächen belohnt, häufig mit sehr feinem Sand, wie man es sich in einer Wüste vorstellt. Das Ziehen der Sulkys war auf Sand erheblich erschwert, aber immer noch sehr angenehm, macht man sich Bewusst, wie viel Gewicht man durch die Landschaft befördert.

Bald kam die nächste Hürde, eine Art kleiner Canyon, der sehr schmal war, so Schmal das es einfach nicht möglich war, die Sulky hindurch zu bekommen. der Abstieg hinter diesem Canyon war eine Kletterei über riesige Felsblöcke, keine Chance hier mit Reifen hindurch zu rollen. Die Wahl einer unserer zwei Möglichkeiten war sehr einfach. 1. Gepäck einzeln durch die Spalte und einzeln hinunter Tragen um die Sulky unten wieder aufzubauen 2. Gepäck einzeln durch die Spalte und hinunter werfen um Gehwege zu sparen ;) Wir haben uns für erstere Möglichkeit entschieden! Unten angekommen! Und dann ein letzter sehr heftiger Anstieg, oben angekommen haben wir eine Gruppe aus New York getroffen die uns versichert hat das unsere bisherigen Anstiege noch nichts gewesen seien. Na, die Karte sagt was anderes und immerhin sind die ja auch von der anderen Seite hinauf gekommen. Die würden sich noch wundern :-) Hehe! Es ist mittlerweile 13 Uhr und gegen 15 Uhr würden wir wohl am Campground sein. Wir entschlossen uns auch hier zu bleiben, obgleich wir auch heute die angepeilten 20 km nicht geschafft haben. Aber das ist nicht schlimm, die nächsten Tage wird es keine fiesen Berge mehr geben, keine Stellen an denen es einfach nicht weiter geht, dazu nimmt ja auch das Filmen eine Menge Zeit in Anspruch. In den nächsten Tagen werden wir Kilometer aufholen. Also gemütlich machen.

Es dauerte nicht lange und eine mehrköpfige Gruppe junger Israelis kam an den Platz. Nach den ersten Begrüßungen auf Englisch und der obligatorischen Frage der Herkunft, fing einer der jungen Männer an ein ausgesprochen gutes Deutsch zu sprechen. Oh wie toll ist das denn? Der junge Mann hat 3 Jahre in München verbracht und versicherte uns das bald sein Kumpel mit dem Jeep ankommen wird. Er wird mit weiteren Begleitern, Zelten, Fleisch und Bier und Wein kommen. Er erklärte uns das es sich um eine Gruppe Outdoor-Freaks handelt die letztes Jahr sogar die Alpen zusammen überquert hatten, wir haben viel geredet, unsere Geschichten erzählt, er ist Outdoorguide und fand unser Projekt fantastisch, eine Irre Idee aber genau der Spirit den er selbst auch lebt. Diese Gruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen in der Wüste und feiern, trinken, essen zusammen. Irgendwann wurde es Dunkel, der Jeep war auch angekommen und Tische, Stühle, Zelte wurden aufgebaut, An die Autobatterie wurde eine Lichtergirlande angeschlossen. Zwei Europaletten dienten als mitgebrachtes Feuerholz. Es war so irrsinnig Heimisch. Wie ein BCD-Treffen bei dem sich keiner kennt, jedoch alle auf selber Welle schwingen. 2 Krankenpfleger waren darunter und wir haben uns gegenseitig Anekdoten unserer Arbeit erzählt. Es wurden 2 Gusseiserne Töpfe mit Fleisch und Gemüse gefüllt in das Feuer gestellt. Wir sollten mit Ihnen essen.

Ronny lehnte dankend ab, erklärte von seinem persönlichen Experiment sich auf der Tour ausschließlich von Chia Samen zu ernähren. Also kein Fleisch. Lediglich den hausgemachten Humus hat er aus Höflichkeit probiert. Ronny ist ein Musterbeispiel an Selbstdisziplin. Ich dagegen habe angesichts der Nettigkeit und Warmherzigkeit der Jungs auf meine Prinzipien gesch... Jawohl, dieser Abend sollte Legendär werden und Zeit für Askese werde ich noch genug haben. Ich musste allerdings dankend das Hauptgericht ablehnen da ich Vegan lebe. Während ich in Deutschland wohl mal wieder für meine Lebensweise belächelt werden würde, ist der Vegetarismus in Israel eine absolut normale Sache und bevor ich noch etwas sagen konnte wurde ein dritter, kleinerer Topf, voll mit feinstem Gemüse in das Feuer gestellt. So eine Freundlichkeit! Wahnsinn! Ich habe zwei volle Stahlnäpfe Gemüse vertilgt und bin dem Wein verfallen. Ich war voll wie ein russischer Touren-Bus und habe selten Momente erlebt in denen ich mich so lebendig gefühlt habe. Wer mich in mein Schlafsack gebracht hat? Das weiß nur die Wüste! Tag 4 - 7 Die Nacht endete sehr früh, ich wurde Wach weil meine beiden Hunde sich bekämpft haben, dieses Gejaule und Gebell hat mich aus meinem Schlaf gerissen. Ich realisierte erschreckend schnell dass ich im Zelt liege und meine Hunde ca. 2000 Kilometer weit entfernt sind.... Aber was jault, heult und bellt da?

Ich wusste, dass es Hyänen und Wölfe in diesem Gebiet gibt, was einen ruhigen Schlaf ab diesem Zeitpunkt so gut wie unmöglich machte. Scheiß Wein! Wobei dieser mir wohl dabei geholfen hat immer wieder einzuschlafen, der nüchterne Ronny, so habe ich am nächsten Morgen erfahren, hatte weniger Glück. Gegen 7 Uhr am Morgen sind wir aufgestanden, großer Schreck, denn Ronnys Sulky war weg. Ein kurzes Umsehen gab Aufschluss über den Verbleib! Die Sulky stand ca. 70 Meter weiter an einem Stein verhakt in der Wüste. Warum? Bissspuren an einem Riemen und getrockneter Speichel deuteten darauf hin, dass es ein Tier gewesen sein muss. Das Heulen in der Nacht. Einer der Jungs berichtete einen Schakal gesehen zu haben, die Spuren im Sand haben jedoch verraten das es ein Wolf gewesen sein musste. Die Population arabischer Wölfe ist Sprunghaft angestiegen, nachdem Israel den Schutz dieser Spezies veranlasste. Au Man...Irgendwie ein sehr geniales Feeling aber auch nachdenklich stimmend! Immerhin wog die Sulky nach einigem Wasserverbrauch noch immer gute 50 Kilo, vielleicht etwas mehr. Die Jungs haben noch gefrühstückt und wollten dann irgendwann zusammen aufbrechen, wohin habe ich vergessen zu fragen. Mir wurde noch erklärt wie ich leckeren Kaffee am Feuer koche, mein Wissen um eben dieses Thema habe ich mal hinten angestellt :-) Mir wurde noch ein wenig Zucker und Kaffeepulver mit Kardamom geschenkt, danach ging es für uns weiter.

Die nächsten Tage ohne nennenswerte Steigungen. Die Wege waren angenehm aber wenig gefüllt mit nennenswerten Highlights was nicht bedeuten soll das es einfach ist in der Hitze zu laufen. Der Handy Empfang jenseits der Berge war enorm gut, die Berichte über perfekte Netzabdeckung im Negev Distrikt der Einheimischen waren nicht gelogen! Hörbücher und Musikalben über Kopfhörer können extrem motivierend sein. Die Sulkys machen einen sehr guten Job, jedoch musste ich feststellen das ich die Deichselanbringung lieber unterhalb des Rahmens angebracht hätte. Die Ersatzteile für diesen Umbau hatte ich dabei, die Lust für einen solchen Umbau fehlte jedoch gänzlich! Die Pausen haben wir oft so gestaltet das wir ein Tarp aus Ronnys Gepäck oder mein Außenzelt, zwischen die Deichseln unserer Sulkys abgespannt haben um etwas Schatten zu erzeugen. Schatten tut so gut! Eine Wohltat nicht nur für den Körper.

Mittlerweile gab es die dritte Panne, Ronny hatte einen "Plattfuß" Diese waren sehr schnell geflickt, kein Problem, jedoch kam diese Panne nun am Abend, im Dunkeln, während der Suche nach einem Schlafplatz. Das kann ja wohl nicht wahr sein. So eine Sche****. Nutzt ja nix, Pause, Flicken und weiter. Auffällig war, dass die zu flickenden Stellen stets an der Seite des Reifen auftraten, niemals direkt an der Lauffläche. Ich hatte BMX Reifen mit einer Rundumlaufenden Kevlar-Karkasse, hatte auch nicht einmal einen Platten. Die Marathon Bereifung von Ronny schien jedoch anfälliger zu sein. Oder es war einfach nur Pech! In diesen Momenten habe ich über solch unsinnige Fragen viel nachgedacht, im Nachhinein ist es egal, da zählte nur die fantastische Vorbereitung, genug Flickzeug und Werkzeug dabei gehabt zu haben. An meiner Sulky hat sich ein Stück der Deichselaufhängung verabschiedet, einfach aus dem Stahlrahmen hinaus gebrochen. Die Reparatur dauerte keine 10 Minuten, nervte aber gewaltig. Wer hat diesen Mist überhaupt zusammengeschweißt? Häh? Wer war das? Eine weitere erholsame Nacht folgte,

Die Zelte und Iso-Matten haben mittlerweile extreme Abnutzungsspuren erlitten, ein kleiner Riss am Außenzelt hob meine Stimmung auch nicht wirklich. Ich werde nie wieder über Zelt-zerstörende Fichtenwälder schimpfen...Nie wieder! Meine Füße haben an den Großzehen eine erhebliche Ansammlung an Hornhaut gebildet, Diese habe ich mit Sand abgerieben, was sehr gut funktionierte. Wie aufbauend, habe ich doch endlich den tieferen Sinn im Sand entdecken dürfen. Die Kilometer flogen nur so dahin, eben wenn auch trist war der Weg. Kleiner Anhöhen sind mittlerweile ohne weiteres zu meistern. Ein Highlight der ganzen Tour stand aber noch bevor. Der "Baraq Canyon". Auf der Karte gesehen, wussten wir das wir bald am Canyon sein mussten, links und rechts von uns türmten sich schon 20 - 30 Meter hohe Felswände die anscheinend immer näher zusammen rutschen. Ein schmaler Eingang, links um die Ecke und wir standen mitten drin. Der Baraq-Canyon, ein beliebtes Ausflugsziel in der Negev. Hier war es schattig, kühl und die gesamte Kulisse hat viele der vorangegangenen Schmerzen entschuldigt. Hier ist es einfach wunderschön.

Nach einigen Filmaufnahmen und einem kleinen Feuer auf dem ich uns einen Kaffee gekocht habe, ging es dann weiter. Ziemlich schnell wurden wir gezwungen wieder Rast einzulegen, hier gab es mit den Sulkys beim besten Willen kein vorankommen, 1 - 2 Meter hohe Felsen, dort mussten wir die Vehikel hinauf zerren, teils mit vereinten Kräften hinauftragen. Schlussendlich standen wir vor einer Steilwand an der ein Tau und eine Drahtleiter befestigt war. Die Leiter hoch gekraxelt erwartete uns ein Kessel, eine Art "Pool" der bei Niederschlag durchschwommen werden muss, dahinter dann die nächste Leiter, die nächste Steilwand. Die Motivation war so schnell gegangen wie sie gekommen war. Hier werden wir mit unseren Sulkys nicht hoch kommen. Keine Chance. Der Blick auf die Karte erschloss uns einen ca. 5 Kilometer langen Umweg in die entgegengesetzte Richtung, von der wir dann auf einen Neben-Trail gelangten, der uns um den Canyon herum führen würde. Na toll! Alles besser als von der Leiter zu stürzen. Natürlich bedeutete der Umweg ein mehr an Kilometern, dennoch war es die richtige Entscheidung, auch wenn die Kletterei sicher viel Spaß gemacht hätte. Ein Schlafplatz war auch schnell gefunden und wir konnten in der Ferne schon Autos hören.

Der nächste Tag war einer der langweiligsten Etappen unserer Tour, 40 Kilometer Tagesetappe entlang eines Highways, ca. 20 Meter neben der Straße stießen wir wieder auf den INT. Wenigstens holen wir hier verlorene Zeit auf. Die Füße brannten und das wirklich einzige Highlight war ein alter Panzer, der natürlich sofort erkundet wurde. In der Ferne haben wir eingezäuntes Gelände gesehen, wir sind an einer Panzerschule! Heimlich Fotos machen und schnell weiter. Das Militär hat uns schon einige Male angehalten und wir mussten erklärten was wir hier machen, unsere Sulkys warfen bei denen einige Fragen auf. Alle waren nett und nachdem wir uns ausweisen mussten und den Sinn dieser Vehikel erklärten, fanden die Jungs unsere Idee zwar bescheuert aber hatten sichtlichen Spaß an unserer total beknackten Tour. Jedes Mal wünschte man uns viel Spaß und sicheren Tritt! Am nächsten Tag wurde das Gelände langsam Hügeliger, nachdem wir den Highway das eine oder andere mal überqueren mussten, fanden wir uns irgendwann auf einem ausgewiesenen Trail der ca. 2 Meter neben einem Minengürtel vorbei führte. "Steinchen werfen" war nur eine der infantilen Ideen die mir hier in den Kopf kamen. Aber diese Idee wurde sehr schnell zu Nichte gemacht! Ein Jeep donnerte auf uns zu, Militär! Und wieder mussten wir uns erklären. Langsam nervt das, meine Laune steigerte sich aber extrem, nachdem einer der Soldaten die uns auf unserem Weg kontrollierten, mit Augenzwinkern Bilder von mir machte, wie ich stolz wie Bolle im Jeep gepost habe. Ist doch auch total Cool :-)

Tag 8 - 10
Die letzten Tage waren geprägt von steilen Aufstiegen, auf gut zu befahrenen Wegen, herrlichen Aussichten auf eine wahnsinnig schöne Berglandschaft und kleineren Passagen an denen wir unsere Sulkys nochmal richtig fordern mussten. Mittlerweile ist uns aber nichts mehr heilig, es kam vor das ich meine "Karre" wie ich die Sulky mittlerweile nannte, einfach den 60 cm. hohen Fels hinunter gestoßen habe. "Das muss es aushalten" war meine Rechtfertigung. Warum nicht gleich so? Hätte mir eine Menge Zeit gespart! Die Temperaturen wurden auch immer heißer, wir können nicht mehr weit von unserem Ziel entfernt sein. Der Blick auf die Karte verrät: Wir sind in den Eilat-Mountains. Den Red-Canyon werden wir geschickt umgehen, hier gibt es genug Ausweichmöglichkeiten und man kann sich seine ganz individuelle Route erstellen ohne den überlaufenen INT abgehen zu müssen. Zumal dieser auch an Stellen vorbei führte die mit unseren Karren wahrlich keine Freude sein würden. Steigung ist ja OK! Aber die teils haarige Kletterei der ersten Tage hat uns noch immer in den Knochen gesteckt!

Die Campgrounds in den Eilat-Mountains sind nicht sehr üppig, jedenfalls das was auf der Karte zu finden ist, wir haben einige Camps gefunden die nicht auf der Karte verzeichnet waren. Ob diese mittlerweile geschlossen wurden? Wer weiß das schon, jedenfalls hatten wir nicht ein einziges Mal das Problem das wir irgendwo hätten nicht übernachten dürfen. Oder jedenfalls wurden wir nie dabei erwischt. Die Strafe für wildes Kampieren beträgt 700 NIS.

Der 9. Tag hat vieles an Zauber verloren, das lag daran das wir ganz oft an Plätzen vorbei kamen an denen Reisebusse voll mit Touristen und ganzen Schulklassen anhalten, um die geneigten Wüstenwanderer in die Berge zu entlassen. Hier war ein Betrieb wie am Essener Hauptbahnhof ^^ Sehr motivierend das uns zwei junge Mädels aus Holland versichert haben, dass der direkte Weg über den Highway in 1 1/2 Stunden Autofahrt, Eilat erreichen würde. Kurzer Check...Am Highway gab es leider keine Möglichkeit mit den Sulkys die gesamte Strecke zu erlaufen, jedenfalls nicht, möchte man nicht unbedingt mit einem der Autos kollidieren. Und darauf hatten wir nun wirklich keine Lust. Wir haben unser Camp sehr früh aufgeschlagen, Morgen ist schließlich der letzte Tag und wir waren voller Zuversicht, Eilat bis zum frühen Abend zu erreichen. Haben wir doch noch einiges vor, ein Mietwagen eines arabischen Unternehmens wartete auf uns, denn Morgen ist Sabbat, bis auf wenige Ausnahmen ist dann alles Dicht in Israel. Selbst Busse fahren dann nicht mehr. Einige wenige arabische Anbieter erkannten diese Marktlücke und lassen sich das auch entsprechend honorieren.

Der letzte Tag: Ich habe kein Auge mehr für die Schönheit der Landschaft, alles geht mir auf den Sack, zumal mein Wasser ausgegangen ist. Ich habe am Morgen den letzten halben Liter gefrühstückt, Datteln und Nüsse habe ich noch genug aber die löschen mir den Durst nicht. Uns war schon in den letzten Tagen klar gewesen, dass wir bald auf dem trockenen sitzen werden. Aber es hat Spaß gemacht zu planen, wie wir ohne Wasser unsere letzte Tagesetappe meistern würden. Dieser "Spaß" wurde sehr schnell ernst! Am Nachmittag machten sich erste Anzeichen eines akuten Wassermangels bemerkbar. Ich bekam nämlich Durst, erheblichen Durst. Und Durst ist ein Warnzeichen des Körpers. Keine 2 Stunden später war meine Leistungsfähigkeit am absoluten Tiefpunkt, ich bekam schon leichte Kopfschmerzen, auszuhalten, aber warnend schlich sich dieses diffuse Pochen hinter meine Stirn. Schei** drauf, nur noch wenige Kilometer. Gegen 20 Uhr dann, die Kälte des Abends war eine wahre Wohltat, haben wir die allerersten Lichter sehen können, gegen 21 Uhr dann endlich die Skyline Eilats. Die Berge waren wie abgeschnitten und der Weg mündete direkt auf eine Hauptstraße, von hier konnten wir sogar das Wasser und die Hafenpromenade sehen. Wie zum Hohn war hier noch ein Campground ^^ Na toll... Brauchen wir jetzt auch nicht mehr.

Auf einem Foto das wir hier von uns geschossen haben, konnte ich die Auswirkungen meiner Dehydration erkennen. Mein Gesicht war völlig angeschwollen, meine Hände haben ca. eine Handschuhgröße zugelegt und die Schuhe waren gefühlte 3 Nummern zu klein. Was zum Henker?!.... Egal! Wir sind am Ziel. Wir haben es tatsächlich geschafft, wir sind in Eilat. Ich weiß nicht ob uns jemand gehört hat, unsere Jubelrufe waren sicher Kilometerweit zu hören. Die Lust auf Saft, Cola, Fastfood und einem motorisierten Fahrzeug, ließen Ödeme und Durst vergessen. Urlaub: Eigentlich hatten wir vor, direkt zum Toten Meer zu fahren, die Uhrzeit und die Erschöpfung aber hat uns dazu getrieben direkt nach Jerusalem zu fahren. Dort angekommen haben wir uns in das "Abrahams- Hostel" einquartiert.

Am nächsten Tag sind wir dann an das Tote Meer gefahren, haben die alte Stadt und die Klagemauer besucht und festgestellt das wir irgendwie NICHT den religiösen Spirit Jerusalems erliegen. Mir persönlich gefällt diese Stadt nicht. Sicher sollte man sich das mal ansehen und vielleicht lag es einfach daran das ich nur Augen für die Falafel Stände hatte. Wie dem auch sei, Jesus Christus ging mir jedenfalls genüsslich am ***** vorbei! Jerusalem ist ein Tummelplatz für religiöse Fanatiker. In der alten Stadt hat mich im Araber Viertel ein Mann angesprochen der sich bei mir bedankt hat. Ich fragte Ihn wofür er sich denn bei mir bedankt? Seine Antwort war wie ein Schlag ins Gesicht! Er sagte voller Ironie in der Stimme: Danke für den Holocaust, habt uns die Juden geschickt und jetzt haben wir die am Hals. Meine Antwort war sicher nicht ganz korrekt, ich sagte mit ähnlich frechem Unterton: Wo ist dein Problem mit denen? Er argumentierte das die Juden Ihnen das Land gestohlen hätten was Ihnen schon vor tausenden Jahren gehört hätte. Ich kenne die Geschichte, muss mir kein frustrierter Souvenir-Shop Verkäufer nochmal erklären. Als ich ihn fragte ob er das Land denn auch schon so mochte als alles noch Wüste war, bevor der "böse" Jude gekommen ist und riesige Städte und eine funktionierende Infrastruktur in die Wüste gebaut hat, die Wüste tatsächlich zum Leben erweckt hat, wurde er sichtlich wütend. Zeit für mich von hier zu verschwinden. Ich möchte keine Diskussion vom Stapel brechen, weiß dass auch Israel seine Fehler hat, Fehler machte und sicher noch Fehler machen wird...Aber ich ziehe trotzdem den Hut vor den Israelis. Und solche Gespräche wie die mit dem Typen aus der alten Stadt, finde ich einfach nur zum kotzen!

Am Morgen unserer Abreise wollten wir schon sehr früh am Flughafen sein. Schließlich ist bekannt das die Sicherheitskontrollen bei der Ausreise in den letzten 2 Jahren erheblich verschärft wurden. Um 13.25 ist Boarding um 13.55 startet der Flieger. Wir waren gegen 9.30 Uhr am Flughafen. "Fängt ja gut an" dachte ich als wir schon beim Betreten des Flughafengebäudes kontrolliert wurden. Dann der Sicherheitscheck unseres Gepäcks. Alles auspacken, jedes einzelne Teil wurde überprüft, hinterfragt und auf Sprengstoffspuren überprüft. Das Ende vom Lied war das wir ALS EINZIGE auf einer Bank Platz nehmen mussten, denn es gab wohl reges Interesse an meinen entladenen Akkus und Ronny seiner Stirnlampe. Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, doch genau das war es was uns ca. 2 Stunden hat Zeit gekostet. Mit dem Ergebnis das eine der 4 baugleichen Akkus einbehalten wurde, man würde es mir zukommen lassen wenn alles in Ordnung ist. Tatsächlich kam am 19.2.2014 der DHL Mann und brachte mir ein riesiges Paket aus Israel in dem das winzige Akku in 10 Meter Knallfolie verpackt, lag. Die 3 baugleichen Akkus wurden mir in mein Handgepäck verstaut. Die weiteren Security-Checks waren ähnlich Zeitintensiv, wir waren ziemlich die ersten unseres Flugs die am Flughafen waren und wer war wieder mal der letzte der in den Flieger eingestiegen ist? ICH! Man hat mich schon ausgerufen als ich noch immer am letzten Schalter stand und die Dame in dem kleinen Schalterhäuschen wiedermal meinen Bart betrachtete und irgendwas in Ihr Funkgerät brabbelte...Dann wurde ich ausgerufen und die Dame im Schalterhäuschen deutete mir das ich mich bitte beeilen möge. Als wäre ich hier der bremsende Faktor gewesen. Gerannt bin ich wie ein blöder als 200 Meter weiter schon eine kleine Frau, wild mit den armen fuchtelte, ich solle endlich hinne machen, ein nettes "Fuck off" zur Begrüßung meinerseits musste ausreichen und ich war endlich im Flieger.
4 1/2 Stunden später waren wir zurück in Berlin! Irgendwie Schade!