Prepping für Einsteiger: Was braucht man wirklich?

Zusammenfassung

In der Diskussion über die Grundlagen des Preppings für Einsteiger äußern die Teilnehmer unterschiedliche Ansichten zu den notwendigen Vorräten und Strategien. Viele betonen die Wichtigkeit von Wasser, Nahrung und Erste-Hilfe-Materialien, während einige darauf hinweisen, dass es oft besser ist, mit dem zu beginnen, was bereits vorhanden ist, anstatt sich auf umfangreiche Checklisten zu stützen. Kritiker warnen vor der Gefahr, unnötige Dinge zu horten, die im Ernstfall nicht brauchbar sind, und plädieren für mehr praktische Erfahrungen und Improvisation statt für den Kauf von Technik und Gadgets. Zudem wird die Balance zwischen Minimalismus und umfassender Vorsorge diskutiert, wobei einige Teilnehmer die Bedeutung von psychischem Wohlbefinden und Genuss bei der Nahrungsaufnahme hervorheben, um auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.
  • Hey zusammen,

    ich starte mal den Thread zu den Prepping-Grundlagen und hoffe, ihr habt ein paar interessante Tipps und Erfahrungen!

    Welche Dinge haltet ihr für unerlässlich, wenn man mit dem Prepping beginnt? Für mich stehen klare Prioritäten fest, wie z.B. Wasser, Nahrung und Erste Hilfe. Aber dann? Wie teilt ihr das auf?

    Würdet ihr eher auf Technik oder natürliche Ressourcen setzen? Ich frage mich zum Beispiel immer, ob die klassischen Dosen wirklich die beste Wahl sind, oder ob sich alternative Konservierungsmethoden mehr lohnen.

    Freue mich auf eure Meinungen, besonders von denen, die vielleicht schon länger dabei sind und ihre Strategien teilen können. Was denkt ihr über die Balance zwischen Minimalismus und umfassender Vorsorge?

    Eure Perspektiven sind willkommen!

    Netter Gruß,
    Konarkowski

  • Also mal ehrlich… die meisten Einsteiger stürzen sich wie wild auf Checklisten und horten dann tonnenweise Zeug, das sie am Ende sowieso nie brauchen (bzw. nach 6 Jahren im Keller schimmelt 😂). Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber was bringen zehn Dosen Ravioli, wenn man nach zwei Tagen eh keinen Bock mehr drauf hat? Ich frag mich manchmal, ob nicht ein bisschen mehr Improvisationstalent und weniger Konsumrausch der Anfang von echtem Prepping wäre.

    Technik ist zwar nett, bis der erste Akku schlappmacht oder das Solar-Panel bei Wolken nix mehr bringt. Mein Tipp: Weniger TikTok-Gadgets, mehr lernen, wie man mit ’nem Taschenmesser und bisschen Grips klarkommt. Am Ende retten dich eher Fähigkeiten als Ausrüstung. Oder seht ihr das anders? Bin gespannt, ob ihr lieber euren Keller oder euren Kopf füllt!

  • Ich les hier immer von „unerlässlichen“ Sachen, aber mal ernsthaft – gibt’s dazu überhaupt solide Belege? Die meisten Setzlisten kursieren doch eh nur von Seite zu Seite, ohne dass je einer prüft, wieviel man davon WIRKLICH braucht. Mir fällt zum Beispiel auf: 90% der Tipps basieren hauptsächlich auf Annahmen – und wenig auf echten Erfahrungsberichten aus echten Notlagen. Wer von euch hat z.B. tatsächlich schon mal ne Woche mit seinen Vorräten (egal ob Dosen oder Selbstversorger-Gedöns) durchgezogen, anstatt nur drüber zu reden? 📦

    Mich interessiert: Was habt ihr schon selbst durchprobiert, was hat wirklich getaugt, und welche „Basics“ haben sich im Ernstfall als nutzloser Ballast gezeigt?

  • Tja, das Lustige ist ja – alle diskutieren, was man „wirklich“ braucht, aber am Ende sitzt man dann doch im Dunkeln und merkt, dass man das olle Feuerzeug verlegt hat… Ich sag mal so: Die Jagd nach dem perfekten Survival-Set ist ’n bisschen wie Tetris auf Level 99 – man gewinnt eh nie. Egal wie viele Listen, irgendwas fehlt immer…

    Ich hab mir mal vor Jahren diese schicken Notfall-Bars aus den USA bestellt (angeblich hält das Zeug ewig). Hat nach einer Woche schon wie gepresster Sand geschmeckt und nach drei Tagen im „Selbstversorger-Test“ hab ich freiwillig mein Brot rationiert, bloß um das Zeugs nicht essen zu müssen. Weniger schlaue Listen, mehr Selbsterfahrung – und vielleicht auch den Mut einzuplanen, dass man nicht für jede Katastrophe perfekt gerüstet ist. Schade nur, dass es gegen Nervenzusammenbruch noch kein Prepper-Set gibt…

  • Ich neige inzwischen dazu, erstmal mit dem zu starten, was ich eh schon zu Hause hab, bevor ich groß was kaufe – also sozusagen Inventur machen. Gar nicht so selten liegen im Schrank noch alte Kerzen, Wasserkanister vom letzten Camping, paar Trockenvorräte. Bin selbst nie ganz sicher, ob man gleich zig Spezialkram braucht oder ob’s besser ist, erstmal mit Minimalem zu üben und aufzubauen, z.B. ’ne Woche lang einfach das nutzen, was da ist (und dann merkt man recht schnell, was fehlt).

  • Gruß, erstelle Dir einen Plan.

    1. welches Szenario ist am wahrscheinlichsten für DICH (Stromausfall für 1 Woche? Randale in der Stadt? Überflutung?)

    Wichtig: übertreibt nicht. Projeziert nicht alles was denkbar ist rein auf euch. Krieg und damit verbundene Flucht ist zunächst noch weit entfernt und Angstporno der Medien. Die leben von eurer Angst.

    2. Fangt an mit dem offensichtlichsten - dem BOB oder Home-Coming-Bag. Dieser Rucksack ist daher wichtig, da ich den auf Reisen mitnehme wenn ich weiter als 40km (mit Übernachtung) wegfahre - nehme ich den in den Kofferraum mit. Da ist alles für maxl 3 Tage drin. Das ist der Anfang.

    Dann Rucksack für jeden ab 15 in der Familie - selbes Prinzip.

    3. Analyse was man so gerne isst - und davon klug eine größere Menge vorhalten und rotieren. Keine Konserven - ich habs probiert - nach 2 Tagen wollt ihr das Zeug nicht mehr sehen und lasst euch lieber killen.

    4. Dazu gehört vor allem: Wasser einlagern (60 Liter Fass oder Flaschen). Wasserfilter (Keramik und Hohlfaser). Kocher (Gas und Multi-fuel). Eine Tasche mit allem medizinischen Zeug was für EUCH wichtig ist. Kommunikation (ich habe 2 Garmin InReach Mini2 Satelliten-Messenger. Die Investition lohnt sich . kann auch bei Stromausfall in Kontakt bleiben - AUF ALLEN ORTEN DER ERDE.

    5. Unterschätze nicht die Hygiene und die Toilette. Als Toilette für Notfall nutze ich eine Tribolo Trockentoilette. Die ist auch für mehrere Wochen problemlos nutzbar - kann im Keller aufgestellt werden und stinkt nicht dank der Entlüftung. Etwas Streu vorhalten.

    Optional: Generator (als Ergänzung zur mobilen Solarzelle). Habe den Honde EU10i. Der kleinste Inverter-Generator von Honda. Extrem beliebt, robust, relativ leise, sparsam. Sowas braucht man für die Krise. Läuft auch nachts im gegenzug zum Solar. Sehr klein und mobil.

    Nebenbei habe ich 60 NRG-5 Päckchen daheim. Falls man fluchtartig weg muss - können wir davon 2 Wochen überleben. Aber bitte keine Paletten von dem Zeug kaufen. Teuer und unnötig.

    Bargeld - kleine Scheine natürlich auch. Etwas Silbermünzen im 10-EUR Wert wären auch ok aber kein muss. Eher Sonderfall.

    Min. 2 Backup-Datenträger mit allen wichtigen Papieren eingescannt. Bargeld und Datenträger im Notrucksack immer drin.

    Transport: Fahrräder mit Anhänger.

    So hast Du schon gefühlt 80% vom Prepping erledigt. Rest ist Invest in Übungen, Tests, Wald-Übernachtungen usw.

    Einmal editiert, zuletzt von dauerkrise (20. Mai 2026 um 09:29)

  • Wenn man plötzlich drei, vier Tage das Haus nicht verlassen kann, dann bringt es wenig, wenn zwar die Kalorien stimmen, aber keiner sich wohlfühlt. Ich hab mal testweise versucht, eine Woche lang nur von meinen Prep-Vorräten zu leben – rein aus der Tonne essen, kein frisches Obst/Gemüse, ständig dieselben Sachen, ehrlich, das schlaucht irgendwann nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf.

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