Welche Kochmöglichkeiten gibt es alles für Outdoorer

Zusammenfassung

In der Diskussion über Kochmöglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten teilen die Teilnehmer ihre vielfältigen Erfahrungen und Vorlieben. Während einige auf bewährte Methoden wie Gaskocher und Lagerfeuer setzen, experimentieren andere mit innovativen Lösungen wie Raketenöfen oder Spirituskochern, die leicht und effizient sind. Auch selbstgebaute Hobo-Kocher und Erdöfen finden Erwähnung, wobei die Nutzer die Herausforderungen des Wetters und die Verfügbarkeit von Brennmaterial ansprechen. Einig sind sich die Teilnehmer darin, dass das Kochen im Freien oft mit praktischen Dilemmas verbunden ist, wie dem Gewicht der Ausrüstung und der Notwendigkeit, sich an die Gegebenheiten der Natur anzupassen. Zudem wird die Idee von „No-Cook Meals“ als praktische Alternative diskutiert, um in schwierigen Bedingungen schnell eine Mahlzeit zuzubereiten.
  • Hallo Leute,

    mal eine Frage in die Runde: Wie kocht ihr so im Freien? Hab da schon viele Methoden ausprobiert, von klassischem Gaskocher über Trangia bis zum guten alten Lagerfeuer mit Pfanne. Und natürlich der Dutch Oven, der ist für alles zu haben, aber auch ganz schön schwer in der Tasche.

    Hab neulich was Neues gesehen, das war so ein faltbarer Holzkocher. Sah super leicht aus, aber kann der wirklich genug Hitze liefern für 'nen anständigen Eintopf?

    Jedenfalls würde mich mal interessieren, was ihr so nutzt und was eure "ultimative" Kochmethode im Freien ist. Gibt's da echte Geheimtipps oder bleibt man da immer wieder beim bewährten Gaskocher hängen?

    Freue mich auf eure Erfahrungen und Geschichten!

  • Neben den Klassikern wie dem Gaskocher oder dem Lagerfeuer, experimentiere ich gerne mit einem Raketenofen. Der ist relativ leicht zu transportieren und kann mit kleinen Hölzern betrieben werden, die man unterwegs findet. außerdem hat er eine gute Brennleistung und ist ziemlich effizient. Ein weiterer Geheimtipp wäre der Kelly Kettle; er kocht Wasser unglaublich schnell mit ein paar wenigen Zweigen und hat dabei ein integriertes System zum Kochen.

  • Schon mal was von Esbit-Kochern ausprobiert? Diese kleinen Dinger nehmen fast keinen Platz weg und wiegen quasi nix… Klar, Leistung ist eher so naja, aber für nen schnellen Kaffee oder Tütensuppe zwischendurch fahr ich damit ganz gut. Wenn es rustikaler werden soll (und es die Umgebung erlaubt), bau ich mir manchmal einen kleinen Erdofen, im Prinzip einfach ein Loch mit ein paar heißen Steinen, dann das Gargut (z. B. Kartoffeln oder Fisch) rein und mit Erde abdecken. Dauert zwar, hält dafür aber überraschend lange warm. Hat sowas schon mal jemand im Winter getestet? Würde mich interessieren, wie das dann mit gefrorenem Boden läuft…

  • Hab neulich bei einer Tour im Harz nen ultraleichten Spirituskocher ausprobiert, eigentlich nur zum Test – ist echt ziemlich unkompliziert. Das Knistern fehlt halt, aber das Ding wiegt unter 100g und selbst bei Wind kriegt man den Pott heiß (sofern man ein halbwegs gescheites Windschutz-Blech dabeihat). Wenn’s also wirklich auf jeden Gramm ankommt, dann ist das schon mal eine entspannte Alternative zum Trangia oder ähnlich schweren Setups. Spannend find ich Hobo-Kocher, so selbstgebaut aus alten Konservendosen. Die funktionieren erstaunlich gut, wenn man Brennmaterial trocken hält. Klar, offenes Feuer im Wald ist immer tricky, aber wenn's geregnet hatte und Boden feucht war, hab ich damit ohne schlechtes Gewissen gekocht. Vorteil: Man kann so ziemlich alles verfeuern, was rumliegt, außerdem lassen sich die Dinger flach zusammenlegen und nehmen kaum Platz im Rucksack.

    Mal was ganz anderes: Solar-Kocher. Ich weiß, klingt overdressed und taugt eher für stationäre Camps, aber an sonnenreichen Tagen kann das effektiver sein als gedacht. Ich hatte mal so ein Falt-Ding aus reflektierender Pappe dabei, um mittags den Tee nur mit Sonnenkraft heiß zu bekommen. Für längere Aufenthalte sogar mit Backfunktion okay, dauert halt, aber ist irre faszinierend, wie viel Energie da zusammenkommt.

    Und – ist jetzt eher Prepping inspiriert – ich spiel manchmal mit der Idee, “No-Cook Meals“ im Gepäck zu haben. Trockenfleisch, Nüsse, Hartkekse, und der Klassiker: Bulgur, den man einfach mit kaltem Wasser quellen lässt. Nicht immer Bock auf Feuer machen, gerade wenn’s spät wird oder alles pitschnass ist. Wer weiß, vielleicht hat ja jemand noch so einen energie­sparenden „Low-Tech“-Kniff auf Lager? Würde mich interessieren, was ihr von windgeschützten Kochstellen haltet – bei Sturm hab ich da manchmal bessere Erfahrungen gemacht als mit jedem High-End-Ofen.

  • Ich hab mal so einen kompakten Benzinkocher getestet, den MSR WhisperLite – der läuft mit allem Möglichen, von Waschbenzin bis zur Not auch mit Diesel (wobei das dann echt stinkt). Der war bei ner längeren Kanutour im Herbst Gold wert, weil Feuer machen am nassen Ufer einfach nicht drin war.

  • in der Praxis stehe ich meistens vor dem Dilemma: Entweder alles wiegt zu viel oder es funktioniert nur bei Schönwetter. Aber hey, dann macht das Kochen wenigstens so richtig „Spaß“, wenn’s mal wieder regnet und man sein Gaskocher-Gourmet-Menü halb roh runterschlingt. Wer hat eigentlich diesen Mythos vom genialen Lagerfeuer-Kochen so groß gemacht? Die Realität ist doch meistens, dass alles verrußt, spätestens nach dem zweiten Versuch alles nach Rauch schmeckt und man am Ende froh ist, wenn man überhaupt irgendwas Warmes hat.

    Dutch Oven, klar, super, wenn man einen Ochsenkarren für den Transport hat – für den Wochenendausflug aber eher Special Interest. Und was die ganzen Holzvergaser und angeht: Die funktionieren ja nur so lange, wie man auch tatsächlich halbwegs trockenes Holz findet. Im deutschen Frühherbst, bei dem Dauerregen? Viel Glück… Ich hab mal versucht, bei Niesel und Wind einen „ultra-effizienten“ Hobo-Kocher zu zünden, am Ende saß ich dann halt doch wieder am kalten Brötchen.

  • Tipp zum Holz: nicht vom Boden sammeln. Immer an den Fichten - die unteren trockenen (toten) Aste abbrechen (sind ehe völlig tot) - und sind total trocken (ich meine die ohne Grünzeug darauf - nur wo der Ast-Stummel zu sehen ist - völlig trocken). Im Winter und bei Regen die beste Quelle für trockenes Holz um den Hobo zu füttern. Mache seit jahren so.

    Früher am Boden gesammelt (was halt so in die Luft ragte und trocken wirkte) - bis ich kapierte dass die Fichten diese toten Aste zu genüge bieten. Immer trocken - egal wann.

    Da ich ne kleine Säge dabei habe (ich meine nicht den Klappmesser-Mist - sondenr ne richtige Säge - Herstellername hab ich gerade vergessen) - damit säge ich diese Äste teilweise ab (den Baum nicht schädigen - nur totes Zeug absegen) - und zersäge diese in Hobo-Portionen. In wenigen Minuten habe ich immer und überall genug Futter für den Hobo - auch bei Regen.

    2 Mal editiert, zuletzt von dauerkrise (29. Juni 2026 um 19:11)

  • in der Praxis stehe ich meistens vor dem Dilemma: Entweder alles wiegt zu viel oder es funktioniert nur bei Schönwetter. Aber hey, dann macht das Kochen wenigstens so richtig „Spaß“, wenn’s mal wieder regnet und man sein Gaskocher-Gourmet-Menü halb roh runterschlingt. Wer hat eigentlich diesen Mythos vom genialen Lagerfeuer-Kochen so groß gemacht? Die Realität ist doch meistens, dass alles verrußt, spätestens nach dem zweiten Versuch alles nach Rauch schmeckt und man am Ende froh ist, wenn man überhaupt irgendwas Warmes hat.

    Dutch Oven, klar, super, wenn man einen Ochsenkarren für den Transport hat – für den Wochenendausflug aber eher Special Interest. Und was die ganzen Holzvergaser und angeht: Die funktionieren ja nur so lange, wie man auch tatsächlich halbwegs trockenes Holz findet. Im deutschen Frühherbst, bei dem Dauerregen? Viel Glück… Ich hab mal versucht, bei Niesel und Wind einen „ultra-effizienten“ Hobo-Kocher zu zünden, am Ende saß ich dann halt doch wieder am kalten Brötchen.

    Zum Kochen: ich bin nach vielen Experimenten (bin nebenbei Angler und koche ehe oft draussen) dazu übergegangen, doch das leichteste System zu bevorzugen. Keine großen Kochaktionen. Einfaches Essen (Reis oder Linsen gekocht - dazu etwas Gemüse reinschnipseln).

    Kochen tue ich mit dem leichtesten Ssetup was noch minimal Komfort bietet:

    Eigenbau-Nachbau vom Caldera Cone.

    Ganzes Koch-setup wiegt 698g inkl. "Teibstoff", Anzünder (Kerzen-Wattepad - damit kann ich problemlos Hobo-Betrieb starten), Kaffeepulser, Salz, Pfeffer, Öl zum Braten.

    Vorteile: bei dem was alles dabei ist (inkl. Kaffee-Dose mit Inhalt, Sonnenblumenöl in Flasche und Alc für 2-4x kochen (hängt von Jahreszeit auch ab).
    Total Windgeschützt - kann auch bei Wind kochen.
    Wärme wird optimal genutzt - da diese immer am Topf-Rand entlang gehen muss und dann erst ganz Oben austritt (geringer Brennstoff-Verbrauch).
    Lautlos und unsichtbar von Ferne da Flamme nicht sichtbar - nur bei Holzbetrieb ragt Flamme hinaus.

    War schon einiges an Arbeit um das System so zu optimieren. Ich kann Bauanleitung Infos hier einstellen. Habe aber nicht von jeder Sache die Anleitungen dokumentiert.
    Ausserdem - jeder Cone ist individuell an den Topf angepasst. Mein Cone passt NUR zu diesem Topf. Es muss das Prinzip verstanden werden.

    Was mir auch an diesem Setup gefällt - dass es sich blitzschnell alles abkühlt (Fluch und Segen zugleich). Das dünne Blech - sobald Feuer aus ist - ist in weniger als 1min kühl und kann verpackt werden. Topf auch extrem schnell abgekühlt. Nützlich wenn man es eilig hat - unauffällig sein möchte.
    Ich habe schon nen Test gemacht - und habe ca. 30m von einer Jugendgruppe die am See ne Feier veranstaltete (ich war direkt am Waldrand - ca. 30m entfernt) - hab dort mein Lager total im Dunkeln aufgebaut und gekocht mit Cone. Es ist niemandem aufgefallen. War irgendwie cool.

    Suppen habe ich damit auch gekocht (Fischsuppe mit Kartoffeln und so). Aber dann braucht man etwas mehr Alk. Mein Lieblings-Kocher-Setup.

    Bauanleitung Cone
    Grundidee kam von hier: ultraleicht-trekking.com/forum…9-ein-cone-aus-edelstahl/
    Darin ist ein Video (Webseite und Video habe ich offline gesichert).

    Material:

    TOAKS Topf 1350ml (titan) 0,1kg

    TOAKS Pfanne 0,076kg

    Shop: h+s Folien hs-folien.de/produkte.html
    Blech: Rostfreier Federbandstahl 1.4310
    0,075xca.305mm F1500-1700N/mm²
    Warennummer 72202081 1000mm Länge

    Reicht für 2 Cones in meinem Fall.

    Eigenbau hat mich (1 Cone) meine ich (mit Topf und Pfanne) 120 EUR gekostet.

    Kauflösung (es gibt 2 Anbieter die das selbe Prinzip haben aber etwas anders lösen) kostet meist um die 240 EUR.

    Das Federblech ist irre hart - nicht einfach die Löcher rein zu kriegen. Das Schneiden geht mit normaler (guter) Schere. Biegen nur mit Karton als Zwischenlage - das es bei zu starkem Knicken durchbrechen kann - ansonsten sehr elastisch und stabil der Federstahl.

    Rostet nix. Hält einige Jahre.

    Der Bau braucht etwas Zeit und macht Spass.
    Gruß

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