Grundsätzliches zum Thema Angeln. Vorstellung der zeitgemäßen Angelmethoden im SÜßWASSER.

  • Hier möchte ich euch eine Einführung in die verschiedenen Methoden des legalen Angelns im Süßwasser geben.

    Die hier vorkommenden Fischarten werden in zwei Gruppen unterteilt. Friedfische, das sind die Pflanzenfresser die maximal noch Insekten und Wirbellose fressen und Raubfische deren hauptsächliche Nahrung aus anderen Fischen besteht. Je nachdem welchen Fisch man Angeln möchte nutzt man unterschiedliches Gerät. Also andere Angelruten, andere Rollen, andere Haken etc. . Aber auch andere Angelmethoden.


    Wichtig: Man benötigt zum Angeln einen Fischereischein, für diesen muss man eine Prüfung ablegen. Dieser Angelschein berechtigt zum Kauf von Gewässerkarten (gibt es als Tages-Wochen und Jahreskarten). Ausnahme sind einige wenige Gewässer wo man auch eine Touristen-Gewässerkarte erhalten kann (diese berechtigt aber NUR zum Fang von Friedfischen). Davon bin ich aber kein Freund, denn der sachgemäße Umgang mit dem Lebewesen Fisch ist dadurch nicht gegeben.

    Das Angeln ohne Fischereischein und/oder Gewässerkarte ist strafbar und zieht empfindliche Geldstrafen nach sich ---->Fischwilderei

    Des weiteren ist das Angeln nur mit entsprechendem Gerät erlaubt. Legeschnüre, Reissangeln, improvisierte Angeln sind nicht erlaubt. Das soll der Waidgerechtigkeit genüge tun.


    Man unterscheidet grundsätzlich erstmal folgende Angelmethoden:

    -Stippfischen

    Angeln mit Rute ohne Rolle. Hierbei ist die gesamte Schnur minimal kürzer als die Rute. So kann man einen gehakten Fisch sauber anlanden. Als Bissanzeiger wird ein Schwimmer (Auftriebskörper, auch Pose genannt) verwendet. Die Fluchten des gehakten Fisches werden nur von der sehr weichen Rute und dem Geschick des Anglers abgefangen. Die Reichweite dieser Angelmethode ist logischerweise begrenzt (ca. doppelte Rutenlänge).

    Zielfische sind hierbei hauptsächlich Friedfische von kleiner bis mittlerer Größe,


    -Posenangeln

    Wie Stippfischen jedoch mit Rolle, dadurch kann der Fisch mit der Rolle eingeholt werden. Es sind weitere Distanzen des zu befischenden Bereichs möglich. Hier ist für die Wahl des Materials der gewünschte Beutefisch entscheidend. Mit dieser Mehtode kann sowohl auf Raubfische, als auch als auch auf Friedfische geangelt werden.

    Die Anzeige des Bisses und das Tragen des Köders erfolgt mittels einer Pose.

    Fischarten die so gefangen werden sind zum Beispiel: Schleie (Friedfisch), Karpfen (Friedfisch), Hecht (Raubfisch)


    -Grundangeln

    Beim Grundangeln wird der Köder mittels einer Beschwerung (Grundblei) am Gewässergrund angeboten. Auch hier ist sowohl der Fang von Fried-als auch Raubfischen möglich. Je nach gewünschtem Beutefisch wird die Ausrüstung zusammengestellt.

    Typische Fischarten denen mit dieser Methode nachgestellt wird sind: Aal (Raubfisch), Karpfen (Friedfisch), Zander (Raubfisch), Barbe (Friedfisch), Wels (Raubfisch)


    -Spinnfischen

    Diese Art der Fischerei gilt in erster Linie Raubfischen. Hier werden Kunstköder, also Köder aus Gummi/Metall o.ä. durch das Wasser gezogen um Beutefische zu imittieren. Spinnfischen ist eine sehr aktive Angelmethode mit der man große Gewässerbereiche beangeln kann.

    Die gängigsten Kunstköder sind: Spinner (ein Metallblatt rotiert oberhalb des Hakens durch den Zug an der Schnur), Blinker (ein Metallblatt taumelt durch Schnurzug im Wasser), Wobbler (Fischnachbildungen aus einem festen Material mit vorne angebrachten Tauchschaufeln, diese bestimmen in welcher Tiefe der Wobbler sich bewegt) und unzählige Arten von Gummifischen

    Damit kann man alle Artenvon Raubfischen fangen wie zum Beispiel Barsch, Forellen, Hecht, Zander etc. .


    -Fliegenfischen

    Die Königsdiziplin. Hier wird eine Kunstfliege aus Haaren/Federn/Fell und ähnlichen Materialien mittels peitschenartiger Würfe auf dem Wasser plaziert. Damit fängt man in erster Linie Fische aus der Gattung der Salmoniden. Dazu gehören zum Beispiel Forellen, Saiblinge, Lachs, Huchen.

    Das Fliegenfischen erfordert schon ein gewisses Maß an Geschick, Können und ein gutes Auge.

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