Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können.

Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Mehr Informationen

OK
Team-Survival

Die Geschichte des Tauchens

Die Geschichte des Tauchens ist so alt wie die menschliche Kultur. Küstenbewohner früherer Zeiten ernährten sich nicht selten von den Früchten des Meeres und so erkundeten sie auch die Welt, die unter der Wasseroberfläche lag. Bei archäologischen Ausgrabungen gefundene Gegenstände wie Korallen, Muscheln oder Schwämme belegen, dass die menschliche Tauchkultur viele Tausende Jahre in vorchristliche Zeit zurückreicht. Während die Menschen zum einen schlicht Meer, Fluss oder See erkundeten, um sich eine Nahrungs- und Überlebensgrundlage zu schaffen, gab es zum anderen in frühen Kriegen bereits Kampftaucher, deren Aufgabe es war, feindliche Schiffe zu beschädigen und zu versenken. Während die ersten Tauchversuche noch als Apnoetauchgänge ohne Hilfsmittel unternommen wurden, ist im Laufe der Jahrhunderte sowohl die Zeit unter Wasser als auch die mögliche Tauchtiefe mit Hilfe technischer Unterstützung immer weiter erhöht worden.

Die Erfindung von Schnorcheln wird auf die Römer zurückgeführt, die ihre Taucher ebenfalls zu Kampfzwecken mit diesen Hilfsmitteln ausstatteten. Vom Universalgenie der Renaissance, Leonardo da Vinci ist eine Erfindung überliefert, nach der ein schweinslederner Anzug mit Lederkappe als Tauchanzug dient, mit großen gläsernen Linsen als Maske, der von einem Blasebalg über Schläuche mit Luft versorgt wird. Dieser Vorläufer des Taucheranzugs gelangte damals jedoch nicht zum praktischen Einsatz. Wann es die ersten Tauchglocken gab, mit denen Menschen unter Wasser zumindest eine Weile atmen konnten, ist umstritten. Manche Wissenschaftler führen diese Erfindung bereits auf die Antike zurück, so dass demnach die Tauchglocke in Europa als Hilfsmittel zur Erkundung der Unterwasserwelt erst nach einer recht langen "Atempause" in der Renaissance quasi wiederentdeckt wurde.

Nachdem man im 17. Jahrhundert den Luftdruck als physikalische Einheit entdeckte und die Gesetze des Luft- und Wasserdrucks sowie deren Verhalten im Zusammenhang mit anderen Größen wie Volumen oder Tiefe zu verstehen begann, revolutionierte sich in der Folge auch die Tauchtechnik, mit denen man die Tiefen nicht nur als Apnoe- sondern als Gerätetaucher erkunden konnte. Ende des 17. Jahrhunderts existierte bereits eine Tauchglocke mit Luftversorgung. Die Erkenntnis, dass Gase sich unter Druck in Flüssigkeiten lösen und bei Druckabfall Blasen bilden, lieferte endlich die Erklärung für die gefürchtete Taucherkrankheit. Die ersten Tauchglocken und Tauchbehälter wirken gegenüber heutiger Tauchtechnik recht plump, die Taucher waren darin vergleichsweise recht unbeweglich und zudem mit dem schweren Gewicht monströser Vorrichtungen belastet, so dass sich die Arbeit unter Wasser oftmals recht schwierig gestaltete.

Leistungsfähigere Kompressorentechnik ermöglichte im darauffolgenden 18. Jahrhundert die Verkleinerung der Tauchglocke, die vom Taucher nun jeweils wie ein Helm getragen werden konnte. Allerdings bestand dabei nach wie vor keine perfekte Absicherung gegen eindringendes Wasser. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem zunächst offenen Helmtauch-Anzug ein geschlossener Tauchanzug. Serienmäßig hergestellte Druckluftbehälter ermöglichten es schließlich einer zunehmenden Zahl von Tauchern, mit Geräten auf Unterwasser-Erkundung zu gehen. Zunächst beschränkte sich das Gerätetauchen aber noch hauptsächlich auf professionelle Berufstaucher, die mit Bergungs- Rettungs- oder Bauarbeiten beauftragt waren.

Ab dem 20. Jahrhundert ermöglichten Erfindungen wie Taucherflossen, Masken und Neoprenanzüge das Tauchen auch als Freizeitvergnügen. Berühmte Meeresforscher wie Jacques Cousteau oder Hans Hass trugen zu einer sich stark ausbreitenden Popularität des Unterwassersports bei. Ob Wrack- oder Höhlentauchen, der Tauchsport bot dem ambitionierten Hobby- oder Profitaucher mit zahlreichen verschiedenen Disziplinen reichlich Gelegenheit, Unterwasserabenteuer zu erleben. Reisen in Tauchgebiete zählen heute zum Standardprogramm zahlreicher Reiseveranstalter. Submarine Naturschönheiten wie das australische Barrier Reef werden jährlich von zahlreichen Tauchtouristen bewundert. Ungeachtet moderner Atemgerätetechnik existiert aber auch heute noch eine Bewegung, die sich dem Apnoetauchen als Extremsport hingibt. Besonders spektakulär stellen sich hierbei die gefährlichen Rekordversuche des No-Limit Tieftauchens dar.

Moderne Auftriebskontrollwesten und Tauchcomputer sorgten für Sicherheit und vereinfachten den Tauchsport weiter, gleichzeitig fielen die Preise für Tauchgerät, so dass es seit den 90er Jahren zu einem anhaltend grassierenden Tauchsportfieber kam. Eine Unterwasserfotoausrüstung gehört für viele Profis und Gelegenheitstaucher fest zu ihrem Hobby. Im professionellen Umfeld ersetzen insbesondere beim Wracktauchen heute oftmals Tauchroboter menschliche Taucher.

Haben wir mit dieser Ausführung Ihr Interesse an diesem wunderschönen Sport geweckt? Dann wagen Sie doch den ersten Schritt, und buchen ein Schnuppertauchen bei Team-Survival.


  • Kategorie: Outdoor-Wiki
  • Freitag, 11 März 2011
  • Zugriffe: 4698