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Team-Survival

Acker-Gauchheil - Anagallis arvensis

Acker-Gauchheil

Vorkommen: Die kleine Pflanze mit ihren zinnoberroten, seltener auch blauen, radförmig ausgebreiteten Blüten wächst häufig als Unkraut unter Getreide und Hackfrüchten. Man findet sie aber auch auf Brachen und in Gärten.

Vermehrung: Die kugeligen Kapseln, von denen bei der Reife ein Deckel abspringt, enthalten etwa 40 winzige Samen. Eine einzige Pflanze kann bis zu zweitausend Samen hervorbringen. Trotzdem ist der Gauchheil kein sehr lästiges Unkraut; unter schütter gesätem Getreide kann er in größeren Mengen das starke Austrocknen des Bodens verhindern und so sogar von Nutzen sein.

Seine ursprüngliche Heimat lässt sich heute nicht mehr feststellen. Er begleitet den Menschen, seitdem dieser Ackerbau betreibt und ist heute über die ganze Erde verbreitet. Die inneren Substanzen des Acker-Gauchheils und ihre Wirkung sind nur ungenügend erforscht. Es steht jedoch fest. dass die Pflanze und besonders ihre Samen giftig sind. Bei Verwechslungen mit der als Vogelfutter beliebten Vogel-Sternmiere kann es zur Vergiftung von Kanarienvögeln und Stubenvögeln kommen.

Inhaltsstoffe und Verwendung: Schon im Altertum war der Gauchheil eine bekannte Heilpflanze. Wie der deutsche Name (Gauch Besessener, Tor) andeutet, wurde er als Mittel gegen Geisteskrankheiten benutzt. Der Aberglaube schrieb ihm Wirkungen gegen Tobsucht und Schlangenbiss zu. Auch sollte er Zauberkraft beim Umgang mit Geistern besitzen.

  • Kategorie: Pflanzen-Wiki
  • Dienstag, 15 März 2011
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