Reisen nach Marokko - Informationen für Globetrotter

  • Marokko ist ein abwechslungsreiches Land mit einer kontrastreichen Landschaft. Die Topografie Marokkos entspricht teilweise den hochalpinen Regionen.

    Die beste Reisezeit für Marokko lässt sich nicht eindeutig festlegen. Oftmals wird der Winter oder das Frühjahr wegen der Blüteperiode bevorzugt. Im Januar und Februar gibt es hervorragende Bedingungen für individuelle Reisen mit dem Mountainbike.


    Für das Atlasgebirge gilt, dass der Herbst die bessere Reisezeit ist. Im Winter liegt im Hochgebirge Schnee. Es gibt starke Regenfälle. Viele Straßen können wegen der winterlichen Niederschläge nicht befahrbaren werden. Im Gebirge und am Meer ist es im Hochsommer angenehm kühl. In den Höhenlagen sind erhebliche Temperaturschwankungen zu beachten.


    Von Reisen in entlegene Gebiete der Sahara, in die Grenzregionen mit Algerien und Mauretanien und jenseits befestigter Straßen wird dringend abgeraten. Dieser Hinweis betrifft nicht die beliebten Touristenstrecken nach Zagora (Draa-Tal) und Erfoud/Merzouga. Offroad-Touren sollten jedoch grundsätzlich nur in einer Gruppe und mit marokkanischen Tourführern unternommen werden. Die Sicherheitslage für solche Touren sollte tagesaktuell auch bei den marokkanischen Polizeibehörden abgefragt werden.


    Im Rif-Gebirge (Nordost-Marokko) wird Cannabis angebaut. In Einzelfällen kann es zu Belästigungen von Reisenden durch Rauschgifthändler kommen. Es wird empfohlen, das Rif-Gebirge nicht allein zu bereisen.

    Von dem Kauf von Drogen wird dringend abgeraten. Der Besitz von Drogen wird in Marokko strafrechtlich verfolgt und führt zu empfindlichen Freiheitsstrafen. Der Besitz von Rauschgift wird in Marokko mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren sowie hohen Geld- und Zollstrafen geahndet. Bereits der Besitz kleinster Mengen ist strafbar.


    Die Landgrenze nach Algerien ist seit 1994 geschlossen. Von Fahrten in und durch das völkerrechtlich umstrittene Gebiet der Westsahara wird dringend abgeraten.


    Im Frühjahr und Herbst genügt eine leichte, atmungsaktive Kleidung. Eine Sonnenbrille ist unentbehrlich. Für den Abend empfiehlt sich eine Strickjacke. Bei der Auswahl der Kleidung sollte daran gedacht werden, dass das Königreich Marokko ein islamisches Land ist. Frauen haben die Schultern zu verhüllen. Röcke müssen das Knie bedecken. Männer sollten keine kurzen Hosen tragen.


    Außereheliche und gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen (auch einvernehmliche) sind in Marokko Straftatbestände.

    Die Landeswährung ist der Dirham. In den größeren Ortschaften gibt es Bankautomaten für EC-Karten. Kreditkarten sind im Landesinneren wenig verbreitet. Es ist gut, stets Münzen zur Hand zu haben, da es manchmal Probleme geben kann, Banknoten zu wechseln.


    In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen: Ab einem Gegenwert von 100.000 Dirham sind Devisen deklarationspflichtig. Grundsätzlich dürfen Dirham-Beträge weder ein- noch ausgeführt werden. Aktuell bestehen unterschiedliche Toleranzgrenzen für Touristen (derzeit 2.000,- Dirham) und Residenten.


    Die Einfuhr von Flugdrohnen aller Art ist verboten.


    Die Einreise ist mit dem Schiff aus Südspanien, Bus, Bahn oder dem Flugzeug möglich. Günstige Flüge gibt es nach Agadir, Essaouira, Casablanca, Tanger und Marrakesch.


    Der nationale deutsche Führerschein ist für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten ausreichend. Bei längerem Aufenthalt muss ein marokkanischer Führerschein beantragt werden. Ein bei der Einreise eingeführtes Kraftfahrzeug, muss bei der Ausreise wieder ausgeführt werden. Andernfalls wird die Ausreise verweigert und es drohen hohe Zollstrafen (auch bei Unfallwagen).


    Eine für Marokko gültige „Grüne Versicherungskarte“ muss mitgeführt werden und wird gelegentlich, bei Unfallbeteiligung in jedem Fall, von der Polizei verlangt.

    Für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten ist ein Reisepass erforderlich, der noch mindestens sechs Monate Gültigkeit haben muss. Wenn Du in den Süden des Landes in grenznahen Gebieten fährst, musst Du mit gelegentlichen Polizeikontrollen rechnen.

    Die französische Sprache ist für Marokkaner Amtssprache. Arabisch ist in verschiedenen Dialekten lebendig. Es wird gern gesehen, wenn Begrüßungs- und Bedankungsformeln bekannt sind.


    Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen. Hepatitis A wird durch kontaminierte Lebensmittel übertragen. Nähere Auskünfte erteilt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. Der Erwerb von Medikamenten ist in Marokko problemlos in den Apotheken möglich. Trinkwasser sollte dort nur aus Mineralwasserflaschen konsumiert werden. Für den Verzehr von Obst und Gemüse gilt unbedingt Schälen oder Kochen.


    Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht ganz zu vergleichen. In Rabat und Casablanca finden sich allerdings ausgezeichnete Privatkliniken von hohem Standard. Auf dem Lande hingegen kann die medizinische Versorgung bezüglich der apparativen Ausstattung bzw. Hygiene problematisch sein. Hier fehlen z.T. europäisch ausgebildete, Englisch oder gut Französisch sprechende Ärzte.

    Busse und Taxis verbinden die größeren Orte. Die gebräuchlichen Sammeltaxis sind nur unwesentlich teurer, jedoch viel schneller als die Busse. Marrakesch wurde durch eine Bahnlinie mit dem Norden Marokkos verbunden.


    Das wilde Campen ist in den unbesiedelten Gebieten, insbesondere in der Region zwischen Essaouira und Agadir möglich. Die Campingplätze sind vom sanitären Standard oft nicht vertretbar. Einfache und preiswerte Hotels sind in den kleineren Orten zu finden.