Eigenbau Abwärmeofen für Prepper oder Selbstversorger

  • Ein Eigenbau-Abwärmeofen als DIY-Projekt (Do It Yourself), bei dem die Wärme, die normalerweise als Abfallprodukt von anderen Geräten, wie zum Beispiel einem Holzofen, einer Heizung oder einem Motor, abgegeben wird, genutzt wird, um Speisen zu kochen oder zu erwärmen. Dies kann eine energieeffiziente und kostengünstige Möglichkeit für Prepper sein, Lebensmittel zuzubereiten, insbesondere in Notsituationen oder wenn der Zugang zu herkömmlichen Energiequellen eingeschränkt ist.


    Hier ist eine detaillierte Anleitung für den Aufbau eines einfachen Abwärmeofens unter Verwendung eines Holzofens als Wärmequelle:

    1. Wärmetauscher: Um die Wärme vom Holzofen auf den Abwärmeofen zu übertragen, benötigen Sie einen Wärmetauscher. Ein geeignetes Bauteil hierfür wäre ein Kupferrohr (z.B. 15 mm Durchmesser) oder ein Buntmetallrohr. Sie sollten mehrere Windungen des Rohres um den Holzofen wickeln, um die Wärmeübertragung zu maximieren.
    2. Isolierung: Um die Wärme effizient zu nutzen und Wärmeverluste zu minimieren, sollten Sie den Abwärmeofen isolieren. Verwenden Sie hierfür eine hitzebeständige Isolierung, wie z.B. Steinwolle, Glaswolle oder Keramikfaser-Isolierung.
    3. Ofenraum: Bauen Sie einen Ofenraum, in dem das Gargut platziert wird. Dieser Raum kann aus hitzebeständigen Materialien wie feuerfesten Ziegeln, Beton oder hitzebeständigem Stahl bestehen. Die Größe des Ofenraums hängt von Ihren Bedürfnissen und der verfügbaren Wärme ab. Stellen Sie sicher, dass der Ofenraum gut isoliert ist.
    4. Ofentür: Eine gut isolierte Ofentür ist wichtig, um Wärmeverluste zu vermeiden und die Temperatur im Inneren des Ofens konstant zu halten. Eine mögliche Option wäre, eine Ofentür aus Stahlblech (z.B. 2 mm dick) mit einer hitzebeständigen Dichtung (z.B. Keramikfaser-Dichtung) zu bauen.
    5. Wärmeleitung: Verbinden Sie den Wärmetauscher am Holzofen mit dem Abwärmeofen, indem Sie das Kupfer- oder Buntmetallrohr durch die Isolierung und in den Ofenraum führen. Achten Sie darauf, dass das Rohr ausreichend lang ist, um genügend Wärme zu übertragen.
    6. Thermometer: Installieren Sie ein hitzebeständiges Thermometer (z.B. 0-300°C) an der Ofentür oder im Ofenraum, um die Temperatur im Abwärmeofen zu überwachen.
    7. Ventilation: Um eine ausreichende Luftzirkulation und Verbrennung im Abwärmeofen zu gewährleisten, sollten Sie Belüftungsöffnungen oder -schlitze in der Ofentür oder im Ofenraum einbauen.


    Wenn der Holzofen in Betrieb ist und Wärme erzeugt, wird die Wärme durch das Kupfer- oder Buntmetallrohr, das als Wärmetauscher fungiert, in den Abwärmeofen übertragen. Die Wärme erwärmt den Ofenraum und ermöglicht das Garen oder Erwärmen von Speisen.


    Um den Abwärmeofen effizient zu nutzen, befolgen Sie diese Schritte:

    1. Vorheizen: Bevor Sie Lebensmittel in den Abwärmeofen geben, sollten Sie den Ofen vorheizen, bis er die gewünschte Temperatur erreicht hat. Überwachen Sie das Thermometer, um sicherzustellen, dass die Temperatur im Inneren des Ofens angemessen ist.
    2. Garen: Platzieren Sie die Lebensmittel im Ofenraum und schließen Sie die Ofentür, um Wärmeverluste zu minimieren. Überwachen Sie weiterhin das Thermometer, um sicherzustellen, dass die Temperatur im Inneren des Ofens konstant bleibt.
    3. Garzeit: Die Garzeit im Abwärmeofen kann länger sein als in einem herkömmlichen Ofen, da die Temperaturen möglicherweise niedriger sind. Passen Sie die Garzeit entsprechend an und überprüfen Sie die Lebensmittel regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie richtig gegart werden.
    4. Sicherheit: Achten Sie darauf, hitzebeständige Handschuhe oder Topflappen zu verwenden, wenn Sie die Ofentür öffnen oder Lebensmittel aus dem Abwärmeofen nehmen, um Verbrennungen zu vermeiden.


    Ein Eigenbau-Abwärmeofen ist eine umweltfreundliche und kostengünstige Möglichkeit, Lebensmittel zu garen oder zu erwärmen, insbesondere für Prepper, die sich auf Notsituationen oder einen autarken Lebensstil vorbereiten. Durch die Nutzung der Abwärme, die normalerweise als Abfallprodukt anfällt, können Sie Energie sparen und gleichzeitig Ihre Selbstversorgungsfähigkeiten verbessern.

  • Ein Abwärmeofen kann aus jedem Behälter gebaut werden, der eine Wärmequelle aufnehmen kann. Hier ein Beispiel, wie ihr einen einfachen und nützlichen Abwärmeofen aus einem alten Kühlschrank bauen könnt:


    1. Sucht euch einen alten, hellen Kühlschrank und entfernt alle Teile, die kein Wärmeleiter sind.


    2. Schneidet ein Loch in das Kühlschrankgehäuse und installiert einen Rohrverbindung, der den Wärmespeicher mit dem Ofen verbindet.


    3. Stelle den Kühlschrank auf eine Unterlage oder eine Metallplatte, um das Risiko von Bodenschäden durch die Hitze zu verringern.


    4. Füge einen Schornstein am oberen Ende des Geräts hinzu, um Rauch und Abgase abzuleiten.


    5. Baue eine Umhüllung aus Isoliermaterial um den Behälter herum, um die Wärme im Inneren zu speichern.


    6. Schließe den Wärmespeicher an den Ofen an und beobachte, wie er arbeitet.


    Ich hoffe, diese einfache Anleitung hilft euch dabei, einen preiswerten und effektiven Abwärmeofen zu bauen. Natürlich gibt es viele andere Methoden, einen Abwärmeofen zu bauen.


    Bleibt sicher und gut vorbereitet!


    Beste Grüße

  • Ein herzliches Hallo an alle Prepper und Selbstversorger hier im Forum!


    Ich habe gerade den Beitrag von clarity zum Thema "Eigenbau Abwärmeofen" gelesen und fand es sehr interessant. Vielen Dank für die detaillierte Anleitung! Es ist großartig zu sehen, dass wir uns hier im Forum gegenseitig unterstützen und Tipps teilen, um uns auf alle möglichen Szenarien vorzubereiten.


    Auch bob_dylan hat eine großartige Idee eingebracht - einen Abwärmeofen aus einem alten Kühlschrank zu bauen. Das ist wirklich kreativ und zeigt, dass wir alle mit vorhandenen Materialien arbeiten können.


    Ich denke, ein Abwärmeofen ist eine großartige Ergänzung für jede Prepper-Ausrüstung. Es ist nicht nur eine umweltfreundliche Möglichkeit, Lebensmittel zu garen oder zu erwärmen, sondern auch eine Möglichkeit, unsere Energiekosten zu senken und unsere Selbstversorgungsfähigkeiten zu verbessern.