Wasserfilter für mehrmonatige Tour gesucht

  • Welcher Wasserfilter ist für eine mehrmonatige Tour geeignet? Er sollte von guter Qualität sein und alles so weit es geht herausfiltern. Ich plane meine Ausstattung welche ich für den PCT benötigen würde. Er sollte aber wirklich für eine mehrmonatige Tour geeignet sein, so dass ich unterwegs nicht Probleme bekomme. Natürlich sollte er keine riesen Maße haben, da er ja in den Rucksack jeden Tag getragen werden muss. Der Preis ist erstmal nicht das ausschlaggebende.

  • Ich denke auf dem PCT ist fast nur Natur und du wirst das Wasser ohne Kohle filtern mit dem


    MSR Miniworks Ex - Wasserfilter der ist viel günstiger als der Guardian
    - Aktivkohle kann toxisch werden - das ist kein Problem, wenn man sie oft wechselt.
    Du solltest dann noch Naturindikatoren lernen.

  • ja ist günstiger, aber das Filterelement ist aus Keramik.


    Somit muss man darauf etwas achtgeben.

    Ich habe beide da. Evtl. Schaffe ich es am WE ein Bild zu knipsen.


    Ein User im Prepperforum hat mal selbst einen umfangreichen Test durchgeführt.


    Man kann sehr wohl in Zivilisationnähe Wasser filtern, was man unbedenklich trinken kann.

    Es darf nur nicht chemisch verunreinigt sein.

  • Ja und das ist in Deutschland eh fast überall der Fall, wenn man nicht in Höhenlagen ist - überall sind kommt die Gülle auf die Felder und Chemie ist auch überall - Kali+Salz hat in Hessen und in Thüringen das Grundwasser versaut.

    Deswegen habe ich ja nur den Sawyer - schaue mir aber das Wasser immer sehr genau an - habe mir den Katadyn Kohlefilter dran gebaut - wechsele aber häufig.
    Ein Freund von mir hat den MSRMiniworks EX schon sehr lange und ist sehr zufrieden damit

  • Zufrieden ist halt so eine Sache....



    Ich habe beide und würde immer den Guardian vorziehen, weil bei einer Keramik kommt der Unsicherheitsfaktor hinzu, dass evtl. Ein Haariss vorhanden ist.

  • es gibt keine tragbare lösung um abwasser bzw. oberflächenwasser aus "zivilisationnähe" in gutes trinkwasser umzuwandeln - daher die frage wohin geht es denn hin?

    marcoruhland

    Man kann seine Tour nicht genau eingrenzen, da die über 4000km durch verschiedenen Zonen führt. Von Mexiko nach Kanada durch die USA.


    Unterwegs gibt's bestimmte Outdoorgeschäfte, wo man Ersatzpatronen für die gängigen Filtersysteme erwerben könnte.


    Ich könnte jetzt auch keinen perfekten für diese Dauer und Streckenlänge empfehlen. Habe seit Jahren den Sawyer und mich deswegen nie mehr mit Neuerungen in diesem Bereuch befasst. Der macht wenigsten optisch sauberes Wasser. Bei meinem Katadyn Vario war es teilweise trüb. Also warscheinlich irgend ein Fehler im System.


    Wichtig ist vor allen, Wasserfilter nicht bei Minusgraden draußen zu lassen, da durch das gefrorene Wasser Poren im Filtermaterial aufbrechen und damit nutzlos machen.


    Aber im Winter kannst du den Trail sowieso nicht laufen. Die Saison beginnt im April, da ist es in der Mojave-Wüste noch nicht zu heiß und in der High Sierra nicht mehr zu winterlich. Am Ziel in Kanada sollte man spätestens Ende September sein, ehe es dort zu viel Schnee gibt.

  • Bei den Wasserfiltern greifen die meisten auf die üblichen Verdächtigen zurück ist also kein Hexenwerk, klein und leicht ist die Devise.


    Problematisch könnte auf der Strecke von Campo bis hin zur Sierra Nevada eher die Tatsache sein das man in manchen Jahren wenig bis gar kein Wasser findet.

  • Ich habe lange darüber nachgedacht, einen Filter zu kaufen. Das Wasser zu Hause ist schmutzig geworden, unheimlich. Als Ergebnis bestellte ich bei https://vernunftigewahl.de/osmoseanlagen-test/ Ich mochte die Tatsache, dass die sehr feine Reinigung nur 1 Mikrometer beträgt. Und einfache Wartung, da es keine Notwendigkeit gibt, Patronen in ihnen zu wechseln, gibt es dort überhaupt keine austauschbaren Elemente. Es ist notwendig, mit starkem Wasser zu spülen, dies geschieht, indem das Ventil am Boden des Filters geöffnet wird. Wenn Sie es öffnen, fließt das Wasser in die Kanalisation ab, und gefilterter Schmutz wird auch damit gefiltert. Schließen - das Wasser geht zurück in die Wasserhähne, und der Schmutz bleibt im Kolben.

  • Ich kann Dir da einen empfehlen, den ich selber über längeren Zeitraum getestet habe. Es handelt sich um den Sawyer Select S3 Wasserfilter.

    Beinhaltet einen PointOne Mini-Filter und einen Aktivkohlefilter.

    Laut Hersteller sollen Schwermetalle, Viren, Bakterien, Protozen und Chemikalien entfernt und Geruch und Geschmack verbessern.


    Dazu kann ich nicht viel sagen, da ich zum Glück nie sehr schmutziges Wasser Filtern musste! Aber bei dem was ich gefiltert habe, war es auf jeden Fall ein sauberes und angenehmes Trinkgefühl. Lange haltbar.


    Mein festgestellter Nachteil: Es hat zwar ein gutes Fassungsvermögen, aber nur eine kleine Öffnung wodurch das Wasser eingesaugt und wieder rausgedrückt wird. Ist ein wenig zeitaufwendig...


    Ich hoffe ich konnte dir hierbei helfen, viel Erfolg weiterhin! :)

  • Wo man auf jeden Fall aufpassen muss, ist die Verwendung von Wasserfiltern mit Keramikelement und Co. im Winter. In der Nacht unten auf dem Foto habe ich mir einen Katadyn Wasserfilter für 280 Euro kaputt gemacht.


    Wir haben verschiedene Wasserfilter dabei gehabt, aber der Katadyn hat danach nicht mehr gereinigt. Wasser kam danach genau so braun raus, wie es im Fluss war. Und warum? Weil das Wasser in den Poren in der Nacht gefroren war und dann wahrscheinlich die Miniporen im Filtereinsatz zerstört hat. Erst irgendwann durch Zufall entdeckt, als ich mal dreckige Wasser gefiltert hatte. Zum Glück vorher nicht schädliches im Wasser gehabt.


    Also im Winter den Wasserfilter immer mit in den Schlafsack nehmen, damit das Filterelement nicht Frost abbekommt und bei Minusgraden auch am Tag unterwegs immer irgendwie warm halten.


  • kommt auf die umgebung (z.b beheiztes tipi) an - ich schraube den filter auf und reinige ihn nach dem ich ihn benutz habe mit dem übrigen wasser (6l topf davon ca. 2l für tee in die thermoskanne - 1-2l für essen ggf. auch mehrmals je nach personenanzahl) und trockne ihn dann ab - das hat bisher immer sehr gut funktioniert!


    aber natürlich wer eher survivalmäßig im winter unterwegs (und minus grade im zelt/biwi hat ) ist dem würde ich das nicht empfehlen der filter wiegt ja auch und je nach schnee filtern ihn viele nicht sondern nutzen gleich das abgekochte schmelzwasser - stirbt man auch nicht gleich daran


    mr