Sinnvolle Packliste für Bug Out Bag Fluchtrucksack

  • Ich habe mich jetzt etwas eingelesen und würde mich gern etwas intensiver mit Prepping beschäftigen. Die Welt ist so verrückt gewurden das man nicht völlig ausschließen kann das mal etwas passiert. Wie sieht ein perfekter Fluchtrucksack aus?


    Eigentlich ist das doch nur eine Ausrüstung, welche man auch beim Camping für sagen wir mal 5 Tage verwenden würde? Ich sehe da jetzt keinen Unterschied. Was meint ihr?

  • also ein bob ist (je nach umgebung) schon ganz anders gepackt: gerade kein zelt,schlafsack, iosmatte etc.


    er ist deutlich kleiner - neben den sachen die ich in jacke/hose habe: geld, papiere, (sat)handy, edc - eher laptop, feuerlöscher/löschdecke, atemschutz(fluchthaube), schweres aufbruchwerkzeug, ggf. kletterausrüstung, schwimmweste, wintersportausrüstung und immer (warmes)essen/trinken, je nach jahreszeitit zusätzlich multifunktionalen poncho wie jerven und einer faltmatte etc.


    schon diverse "lebensbedrohliche szenarien" :diverse feuer (waldbrand, grossbrand),hochwasser, chemieunfall, erdbeben, flut, sturm, blitz, kernkrafwerkstunfall, bombenfund, explosion, terro, (geröll)lawiene schnee/ kälte, verkehrsunfälle, stromausfalletc. erlebt allerdings ist man meist spätestens nach 50m bis 1km völlig aus der gefahrenzone am gefährlichsten ist eigentlich immer feuer das nicht mehr alleine zu löschen ist weil es einem wenig bis keine zeit lässt und da ist es schon hilfreich nicht erst anzufangen seine wichtigsten sachen zusammenzusuchen egal ob zuhause/ urlaub etc. und gerade in räumen die zusätzliche gefahr zu ersticken bzw. einer kohlenmonoxid vergiftung


    ganz anders sieht es beim inch aus mit einem szenario : "flucht aus ostpreußen" oder supergau etc.


    s. auch diesen thread

  • Wenn man einmal von einem "echten" Prepperszenario ausgeht, also ein (vorübergehendes) dauerhaftes Entfernen vom eigenen Heim, schaut das BOB relativ einfach aus. Ich gehe jetzt einmal vom meinem Verständnis dieses Szenarios ausgehend vom D.R.L.T System aus.


    Wann verwende ich ein BOB? Wenn ich im taktischen Evasions & Escape Plan im Umkreis von 2-5 Tagestouren Lager eingerichtet habe, welche ich mit meinem BOB erreichen möchte. Ein BOB soll mir nicht die dauerhafte "OnTour" Flucht für längere Zeit in sichere Rückzugsgebiete ermöglichen!


    Kommt der BOB im D.R.L.T. System zum Einsatz, reden wir nicht von kleinen regionalen Unpässlichkeiten wie Überschwemmung, Stromausfall, Verkehrsunfällen usw.. Kommt es zur Aktivierung das D.R.L.T Konzepts, ist eine kurz- bis näherfristige Rückkehr zum Ausgangspunkt (Zuhause) in der situationsspezifischen Erwartungshaltung nicht vorgesehen. Hier unterscheiden sich die Herangehensweisen zwischen mir und meinem Vorredner.


    Das BOB im D.R.L.T. System:

    Ausgehend vom Konzept verwenden wir nur hochqualitative Ausrüstung. Bevorzugt wird aktuelle zeitgemäße militärische Technik. Jedoch kann auch vergleichbare zivile Ausrüstung, welche den taktischen Vorgaben entspricht, verwendet werden.


    Der Focus wird hier auf Gewichtsersparnis und gleichzeitiger Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch entsprechende Inhalte gelegt. Dies bedeutet hochqualitative Expeditionsnahrung in Verbindung mit Ausrüstung, welche eine perfekte Regeneration in Ruhepausen ermöglicht.


    Im D.R.L.T Konzept werden im E&E Plan die Ausweichlager (First Strike Camp, hier F.S.C. genannt) so geplant, das sie mit möglichst geringen Energieaufwand in kürzester Zeit erreicht werden können. Deshalb verstehe ich meinen Vorredner nicht, der hier von Aufbruchwerkzeugen, Kletter oder Schwimmausrüstung spricht. Wenn ich diese Tools in meinem BOB verwenden muss, liegen Fehler im E&E Plan vor. Der Weg zu meinen First Strike Camp darf auf keinen Fall diese Dinge benötigen. Außer natürlich, ich habe die F.S.C. bewusst nach taktischen Gründen so angelegt, dass diese Ausrüstung benötigt wird.


    Es würde hier jetzt zu weit gehen, tiefgründig auf mein Konzept einzugehen. Ich wollte nur kurz den Wiederspruch zu meinem Vorredner aufzeigen. Die persönliche Herangehensweise ist natürlich jeden selbst überlassen. Es mag auch Prepper geben, die mein D.R.L.T System nicht für gut befinden, jedoch ist es ein auf militärisch taktischen Erfahrungen und Ausbildungen aufgebautes Konzept, welches mit entprechenden Netzwerken, Ausbildungen und Teams in einem hoffentlich nie eintretenden Worst Case Szenario perfekt funktionieren würde.

  • Danke Jungs für die Infos. Ronny, das Konzept klingt ja richtig durchdacht. Kannst du mal bitte schreiben was du denkst, was in einen Bob rein gehört? Das wäre sehr nett. Gern auch per privater Nachricht?

  • Das konzept ist wirklich sehr weit ausgearbeitet - einzig das mögliche szenario sehe ich nicht ?


    wenn man nicht gerade in unmittelbarer grenznähe wohnt ist die reaktionszeit auf ein sich anbahnendes ereignis doch mindestens solange wie bei einem hochwasser im vergleich zur sturmflut von 1962 oder dem erdbeben/ bzw. tsunamie von 2004 ( wo ich eine vorhandene schwimmweste und ein halligantool vielem anderen an ausrüstung vorziehen würde) da bin ich doch vorher schon weg mindestens mit einem inch wenn nicht mit allen habseligkeiten

    gerade in den alpen aber auch überall auf der welt nehmen naturkatastrophen zu aber in mitteleuropa sehe ich kein militärisches blitzszenario das sich nicht mit viel vorlauf ankündigen würde

    ein flächendeckender stromausfall (wie gerade in texas bei minus 30°c) bei uns hätte das der 8. jan sein können oder ein reaktor supergau sind doch relativ großflächig und schränken die flucht(möglichkeiten) ein ich erinnere mich gut an 2005 münsterland das dagegen nachträglich harmlos wirkt


    scheelawiene bzw. auch gerölllawienen teilweise 100.000 m^3 und mehr die in bewegung geraten wenn man dort urlaub macht ist es schon sinnvoll sich mal zu informieren ob man nicht unterhalbe einer talsperre/ becken / schneebedeckter abhang etc. gastiert da hilft einem auch kein bob mehr z.b 1985 tesero aber auch soetwas wie 2010 kolontar aber auch 2017 farindola im winter


    auch die letzten waldbrände 2020 ins kalifornien bzw. 2019/20 australien wo man sich schon gut überlegen sollte wohin man flüchtet - sind ja auch viele menschen gestorben das kann einem auch in europa schneller passier als gedacht z.b 2018 in schweden


    wie gesagt ich habe schon viel gesehen bzw. war in unmittelbarer nähe und daher würde ich immer eher ein bob als "zivilisation bob" für realistisch notfälle packen

    besonders will ich nochmal auf die fluchthaube hinweisen was nützt einem ein bob wenn man die ersten 20m aus dem eigenen haus im notfall nicht herauskommt!


    link bob wiki usa


    mr