Infomationen zur Halbinsel Yucatan in Mexiko

  • Lange bevor die Spanier Mexiko eroberten, war auf der Halbinsel Yucatan das Zentrum der Maya-Kultur. Zahlreiche, zumeist noch sehr gut erhaltene Baudenkmäler der Ureinwohner Mexikos, erinnern bis heute an diese Zeit. Die alten Meister der Architektur, Mathematik und Astronomie schufen hier unzählige Pyramiden, Festungen und Tempel, die oft und gerne von Mexiko-Reisenden besichtigt werden.


    Das wohl berühmteste Monument er Maya ist Chichen Itza, das heut für die Touristen nachts beleuchtet wird und sich eines riesigen Besucherandrangs erfreut. Aber auch abseits der großen und bekannten Touristenzentren gibt es zahlreiche Bauwerke aus dieser Zeit, die man oft fast alleine und ungestört besichtigen kann. Teilweise besteht sogar die Möglichkeit, die Ruinen zu besteigen und von oben einen großartigen Blick über Dschungel ringsum zu genießen, der bis heute noch nicht alle Bauwerke vollständig freigegeben hat.


    Die Maya waren nicht die ersten bekannten Einwohner Mexikos, eine andere, noch frühere Kultur, schufen die Olmeken. Mitten im Dschungel, bewohnt von Affen, Nasenbären und anderen Tieren, liegt der Archäologiepark La Venta. Hier findet man die riesigen Olmekenköpfe, steinerne Skulpturen, die die Vorgänger der Maya vor etwa 3000 Jahren geschaffen haben. Altäre, die seinerzeit wohl religiösen Zeremonien dienten, und andere Ruinen aus der olmekischen Zeit kann man hier finden.


    Auch Zeugnisse des Untergangs der indigenen Hochkulturen und der Eroberung Yucatans durch die spanischen Konquistadoren gibt es zur Genüge. Sehenswerte Beispiele sind vor allem die älteste Kathedrale Mexikos und der Gouverneurspalast in der Stadt Merida.
    Yucatan bietet aber neben dem Einblick in längst vergangene Zeiten auch vielerlei andere Möglichkeiten, die einen Urlaub bereichern können.


    Wenige Kilometer südlich von Tulum, der einzigen Maya-Stadt direkt am Meer, und den wunderschönen benachbartem Stränden Akumal und Chetumal, liegt das Biosphärenreservat Sinan Ka’an. Der Name bedeutet übersetzt “Ort, an dem der Himmel geboren wurde.” Viele wilde Tiere leben hier, Jaguare, Tapire und Ameisenbären kann man häufig beobachten. Viele Vogelarten gibt es hier im Reservat und vor allem nachts zeigt sich oft die mexikanische Meeresschildkröte.


    Durch die Unterwasserhöhlen zu tauchen oder mit dem Boot Buchten, Lagunen und Korallenriffe zu erkunden, mit dem Fahrrad durch die Ruinen oder mit Auto oder öffentlichem Bus zu typischen Indigena-Dörfern zu fahren, sind weitere sehr interessante Ausflugsmöglichkeiten, genauso wie geführte Dschungeltrecks und Besuche in kolonialen Haziendas und kleinen Städtchen aus der Zeit der spanischen Eroberer.
    Auf der Reise von Mexiko nach Belize oder Guatemala ist die Halbinsel Yucatan eine Unterbrechung wert. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, genügend Zeit mitzubringen, um wenigstens einige der vielen kulturellen Denkmäler besuchen und die Schönheiten der Landschaft ausgiebig genießen zu können.